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Homo Deus
Gesellschaft
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SUMMARY
In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.
AUTHOR BIO
Yuval Noah Harari, wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Seine Bücher «Eine kurze Geschichte der Menschheit» und «Homo Deus» wurden zu Weltbestsellern.

BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
28.08.2018
TYPE
Paperback
ISBN
9783406727863
LANGUAGE
German
PAGES
653
KEYWORDS
Technologien, Prognose, Homo Deus, Glück, Neandertaler, Zukunft, Krankheit, Religion, Futurologie, Humanismus, Eine kurze Geschichte der Menschheit, Eine kurze er Menschheit, Gier, Homo Sapiens, Macht
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REVIEWS
Reviewed by Chief Propaganda ..., literaturbegeiste... and 3 others
archer
la_literarian
bloggingrenate
cozybibliophilie
seeker7
Chief Propaganda Officer
Es ist wahrhaftig nicht einfach, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Die meiste Zeit kam ich mir wie in einer Vorlesung eines sehr gut aufgelegten Professors vor, der mich mit Daten, Fakten, historischen Wissen überrollte und dann, wenn ich irgendwas verarbeitet hatte und meine Hand hob, um eine Frage zu stellen, schon zehn Meter weiter war, so dass ich mit einem gemurmelten "Ja, aber ..." verstummte. Es ist also angeraten, das Buch vielleicht häppchenweise zu lesen, wirklich Kapitel für Kapitel (und idealerweise mit anderen zu besprechen). Harari nimmt uns auf einen Trip mit. Um auf die Zukunft zu kommen, wie er sie sieht (und mir durchaus möglich, wenn auch nicht in jeder Form zwingend erstrebenswert erscheint) beleuchtet er die Aspekte der Menschheit. Was macht den Menschen aus, wie konnte er sich vom Tierreich abheben, was unterscheidet ihn von anderen Rudeln, Horden, Herden, Rotten und Scharen intelligenter Lebewesen auf der Erde? Nicht viel anscheinend, außer dass wir gelernt haben, uns zu vernetzen. Und wo wird uns die Zukunft hinbringen? Im ersten Moment entwirft er fast eine Art Utopie: keine Kriege mehr, Gesundheit, Glück, ewiges Leben. Und wie soll das bewerkstelligt werden? Durch Algorithmen. Denn das sind wir alle wohl, nicht mehr, nicht weniger. Die Antwort erscheint im ersten Moment absurd, vielleicht erschreckend, aber nicht unlogisch, was uns aber auch von der Utopie einer Dystopie näherbringt. Denn wenn wir Algorithmen sind, sind wir eher fehlerhaft. In Zukunft werden Algorithmen das Steuer in die Hand nehmen, denen keine (erkennbare) Fehler mehr unterlaufen werden. Schon heute ist in der Datensammlung so viel möglich und üblich, dass es nur noch erschrecken kann, die Zukunft ... wird vielleicht nicht mehr die unsere sein. Harari ist ein Dozent, der seinen Studenten mehr Fragen als Antworten liefert und vielleicht, so sagt er selbst, irrt er sich. (In vielen Dingen mag man das hoffen.) Er schreibt lebendig, sein Unterricht wirkt nicht einschläfernd, und er liebt es zu provozieren. Ich hätte mir mehr "morgen" als "Geschichte" gewünscht, weniger Wiederholungen, aber das Buch hat eines auf jeden Fall geschafft: dass ich gedanklich immer wieder dahin zurückkehre, Wissen neu bewerte, Erkenntnisse vergleiche. Mehr kann sich ein Prof von einem aufmerksamen Student kaum wünschen.
7 Wows
literaturbegeistert
Der Mensch gleich Gott?! Yuval Noah Harari erzählt in Homo Deus von den Entwicklungen der Menscheitsgeschichte und stellt uns eine neue Spezie Mensch vor, den homo deus! Am Anfang geht es in diesem Buch eher um die Geschichte der Menschheit bis zur heutigen Zeit. Wo hat der Mensch sich weiterentwickelt und wo übertrifft er alle Erwartungen? Realitätsnah und informativ verdeutlicht uns der Autor, wie unsere heutige technologische Gesellschaft entstanden ist und wie es mit ihr weiter geht. Es geht um Daten, Künstliche Intelligenz, Roboter und wir Menschen, eine vielleicht nie sterbende Spezies. Wie wird das alles mit uns enden? Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Man reflektiert beim Lesen sich und seine Gesellschaft, macht sich sorgen, will es besser machen. Und obwohl Yuval Noah Harari immer sachlich bleibt, kommt durch seine ironische Schreibweise eine gewisse Deutung rüber. Er zeigt dadurch wie wichtig dieses Thema ist. Wir alle sollten uns fragen, wie wird das mit uns noch enden? Das einzige was mich gestört hat, war, dass es teilweise sehr unübersichtlich war. Ich konnte die Themen nicht immer zuordnen, den Gedankengang nicht immer nachvollziehen und wusste teilweise nicht, wovon überhaupt gerade die Sprache ist. Eine mehrfache Unterteilung der Kapitel wäre da von Vorteil gewesen. Ich habe das Buch verschlungen. Es ist eines der besten Sachbücher, die ich jemals gelesen habe. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich sitze in einer Vorlesung von ihm und höre ihm zu, da würde ich auf jeden Fall daran teilnehmen. Alles in Allem war es ein tolles Leseerlebnis!
1 Wow
bloggingrenate
Homo Deus ist ein Buch, dass sich strak geschichtswissenschaftlich orientiert, aber auch stets von Erkenntnissen anderer Disziplinen geprägt ist. Von seiner Handlung her befasst sich das Buch mit dem Menschen an sich und seiner Entwicklung in der Vergangenheit bis zu den Zukunftsvorstellungen, letztere liegen wie der Titel schon sagt besonders im Fokus. Dieses Buch ist ein echter Brocken, das alleine schon durch die Thematik die es bietet sehr anziehend wirkt. Dabei muss man sich aber allerdings immer klar machen, dass man hier ein wissenschaftliches Buch liest und keinen Roman. Wer hier eine spannende Handlung mit interessanten Charakteren erwartet wird enttäuscht werden. Der Titel verfolgt strikt die Hinleitung auf sein Ziel, beantwortet hierbei die aufkommenden Fragen und schafft dabei sogar ein gutes Grundgerüst für Neueinsteiger zu bauen. Wohin wird sich die Menschheit entwickeln, wenn wir die Dinge die unser Leben negativ beeinflussen und behindern beseitigen können? Diese Frage möchte der Autor beantworten. Dabei folgt er aber nicht einfach strikt einer Argumentationskette, sondern bezieht immer verschiedene Meinungen und Ansichten mit ein und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf ohne sich immer zwingend auf eine festzulegen. Harari schafft es dabei stets eine gewisse Prise Humor mit einzustreuen, bei dem man sich aber fragt: "Warum habe ich jetzt gerade eigentlich gelacht?" Diese Frage stellt man sich, weil er einfach über Themen wie Krieg, Krankheit und Tot mit einer Trockenheit spricht, dass man einfach manchmal über die stumpfe Erkenntnis des Offensichtlichen schmunzeln muss. Der Schreibstil ist hierbei stets flüssig und verständlich gehalten. Natürlich kann es mal passieren, dass man ein Fachwort nicht kennt, doch das passiert fast nie, da der Autor es schafft jeden auf den ersten Blick noch so komplizierten Sachverhalt vernünftig und verständlich zu erklären. Das liegt wie schon gesagt auch daran, dass ein gutes Grundgerüst, in Form von historischen Rückblicken, für Einsteiger rund um das Thema gebaut wird. Hierfür lässt sich Harari aber auch sehr viel Zeit. Quasi die ersten 300 Seiten drehen sich alleine darum, das Thema zu umreißen und anhand der Vergangenheit die Grundlegenden Probleme zu erschließen. Dabei gerät leider die eigentliche Perspektive auf die Zukunft etwas aus dem Blickwinkel und wird manchmal leider sogar vernachlässigt. Doch muss man definitiv sagen, dass für jemanden der sich mit dieser Thematik noch nie auseinandergesetzt hat ein wirklich umfangreicher Überblick gewährt wird und die Einstiegshürde so beseitigt wird. Alle anderen werden sich allerdings am Anfang manchmal ein bisschen langweilen. All das lohnt sich jedoch am Ende, wenn ein wirklich gut ausgearbeiteter Ausblick in die Zukunft der Menschheit gewährt wird, der einen zugleich fasziniert wie schockiert. Homo Deus hat mich wirklich überzeugt, auch wenn ich am Anfang etwas unmotiviert war zu diesem Buch zu greifen. Doch wird bestimmt nicht jedem der Start so schwer fallen, da man auf den ersten 300 Seiten auch eine menge Neues erfahren kann. Spätesten wenn man die letzte Seite gelesen hat wird einem ein Wow über die Lippen kommen. Somit kann ich nur jedem der genug Zeit mitbringt raten sich dieses Buch anzuschaffen, vor allem da man es nicht unbedingt in einem Stück lesen muss, sondern auch mal ab und zu zur Seite legen kann ohne komplett rauszukommen.
1 Wow
cozybibliophilie
In „Homo Deus“ spricht Yuval Noah Harari über die menschliche Zukunft. Wie werden wir uns entwickeln? Wie wird sich die Technologie entwickeln? Und was folgt eventuell aus diesen Entwicklungen und Fortschritten? Wird der Mensch vollkommen durch Maschinen ersetzt werden? Werden Maschinen eine neue, bessere Spezies sein? Und wie beeinflusst sind wir schon jetzt durch all die Technologien? Das Cover des Buchs mag ich sehr gerne. Es ist schlicht und nachdem man das Buch gelesen hat, merkt man, dass Cover und Inhalt gut im Zusammenhang stehen. Der Schreibstil von Yuval Noah Harari ist unglaublich flüssig für ein Sachbuch. Natürlich liest man es nicht so schnell weg, wie die sommerliche Liebesgeschichte, aber man hängt auch nicht ständig an Schachtelsätzen oder zu fachlichen Formulierungen fest. Die Thesen, die Harari aufstellt werden, meiner Meinung nach, gut hergeleitet, erklärt und argumentiert. Das passiert auch nicht zu schnell, sondern zieht sich teilweise über viele Seiten, sodass man dem Ganzen gut Folgen kann. Manche seiner Thesen für die Zukunft fand ich in Ordnung, teilweise bieten sie meiner Meinung nach gute Verbesserungen. Aber manche Thesen haben mir wirklich ein bedrückendes Gefühl gegeben und ich hoffe, dass wir die Schritte in diese Richtung noch aufhalten können oder sie gar nicht einleiten. Die ganzen Thesen und Argumente werden häufig mit wirklich interessanten Beispielen verknüpft, von denen mir auch einige noch in Erinnerung geblieben sind. Generell beschäftigen mich noch viele Themen aus dem Buch und Harari schließt das Buch auch mit Fragen ab, die zum Nachdenken anregen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert, selbst wenn man noch keinerlei Lektüre bisher dazu gelesen oder sich sonst wie damit beschäftigt hat.
Wow
Dies ist eine ungewöhnliche - aber vermutlich trotzdem nützliche - Rezension, die den Vergleich dreier thematisch eng verwandter Bücher beinhaltet. Ich stelle sie hier zu dem Buch von Harari, weil mir dieser Autor besonders am Herzen liegt. (Natürlich stelle ich den gleichen Text nicht nochmal zu den anderen beiden Büchern; das wäre ja Credit-Schnorrerei…). +Die Zukunft von Al Gore +Die Menschheit schafft sich ab von Lesch / Kamphausen +Homo Deus von Harari Ja - ich habe sie wirklich alle drei gelesen in den letzten Monaten (alles ziemlicher Wälzer). Mit großem Gewinn. Da nicht jede/r so viel Zeit hat, möchte ich durch den Vergleich der drei Bücher eine Entscheidungshilfe geben. Zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Bücher bieten eine fast unerschöpfliche Quelle von Fakten und Zusammenhängen über die Trends und die Risiken an, die das Schicksal der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten bestimmen werden. Die Argumente und deren wissenschaftliche Untermauerung sind absolut überzeugend, geradezu zwingend. Natürlich geht es um Klima, Umweltzerstörung, Bevölkerungswachstum, wachsende soziale Ungleichheit, Bedrohung der Demokratie, künstliche Intelligenz, Genmanipulation und die Digitalisierung aller Lebensbereiche. In den Grundaussagen und den Schlussfolgerungen sind sich die Autoren sehr einig - wenn sie auch unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wo also liegen die Besonderheiten bzw. Unterschiede? Das Buch von Al GORE ist aus der Perspektive eines amerikanischen Politikers geschrieben, von einem Insider des Systems. Die von ihm analysierten Fehlentwicklungen der US-Demokratie sind beeindruckend klar und unmissverständlich beschrieben - geradezu entlarvend. Diese detaillierte Auseinandersetzung mit dem Versagen eines politischen Systems findet sich in den anderen beiden Büchern nicht. Dabei bleibt Al GORE ein amerikanischer Patriot und hofft darauf, dass die USA sich von dem Einfluss des Großkapitals, der Lobbyisten und der rechten Medien-Zaren wieder befreien kann und dann (wieder) eine verantwortliche Führungsmacht für die ganze Welt werden kann. (Er konnte sich wohl nicht ernsthaft vorstellen, dass Trump eine US-Wahl gewinnen könnte - sonst hätte wohl sein Optimismus noch mehr Schaden genommen). Al GORE ist in erster Linie ein Klima- und Umwelt-Aktivist; diese Schwerpunkte sind dem Buch auch anzumerken. Seine Darstellung ist gut gegliedert; der rote Faden ist immer zu erkennen. Es wird keine Behauptung aufgestellt, die nicht auch faktenreich untermauert wird. Der Stil ist eher unaufgeregt und sachlich. LESCH ist ein deutscher Wissenschaftler. Sein Buch ist eine sehr gründliche und umfassende Bestandsaufnahme der (aktuell stark bedrohten) Menschheitsentwicklung auf diesem Planeten. In diesem Sinne umfasst er mit seinem Buch sogar noch die erste Publikation von HARARI (Eine kurze Geschichte der Menschheit). Es werden unglaublich viele Aspekte nicht nur berührt sondern auch vertieft. Das Buch von LESCH ist schon fast ein historisches, naturwissenschaftliches und umweltbezogenes Nachschlagewerk (leider ohne ein Stichwortverzeichnis). Die Darstellungsform unterscheidet sich insbesondere dadurch, dass LESCH immer wieder einzelne Themen in separaten Exkursen vertieft (abgehoben in farbigen Kästchen). Dadurch wird ein noch größerer Tiefgang erreicht; die Darstellung bekommt dadurch einen kaleidoskopischen Charakter und verläuft nicht so stringent in einem Fließtext. Ein weiteres Stilmittel stellen eingebaute Interviews mit anderen Experten dar; ebenso werden Quellen nicht nur erwähnt sondern teilweise sehr ausführlich zitiert. Diese Buch liest man sicher nicht nur einmal - es verführt dazu, einzelne Aspekte immer mal wieder nachzuschlagen. Warum ist trotzdem HARARIs Buch mein Favorit? In gewisser Weise ist dies das subjektivste Buch dieser Auswahl. Hier ist am meisten vom Autor und seinen Gedanken zu spüren. Bei HARARI geht es nicht in erster Linie um eine beeindruckende Faktensammlung sondern im Mittelpunkt steht seine sehr besondere Einordnung und seine Systematik. Von HARARI wird man am meisten "an die Hand" genommen. Er erklärt die Welt (und den Menschen) auf dem Hintergrund seiner Denkschablonen. Vielleicht gibt es Menschen, die das eher befremdlich finden oder sich manipuliert fühlen. Bei ihnen entsteht vielleicht eine Reaktanz. Mir erging es anders: Ich empfand es anregend und faszinierend, mich auf diese Reise zu begeben. Ich hatte keine Probleme, mich auch auf die subjektiv-wertenden und manchmal sehr selbstüberzeugten Aspekte seiner Darstellung einzulassen. Ich habe es sehr genossen! Natürlich gab es auch für mich einige Stellen, die mich zur Relativierung oder gar zum Widerspruch reizten - dafür habe ich über weite Strecken das Angebot ausgekostet, bekannte Tatsachen und Trends in ungewohnten und höchst kreativen und anregenden Zusammenhängen serviert zu bekommen. Insgesamt ist der Homo Deus das philosophischste der drei Bücher; der von HARARI erstellte gedankliche Überbau ist absolut gleichrangig bedeutsam wie die angeführten Fakten. Warum liest man drei solche Bücher, wenn man inhaltlich sowieso schon überzeugt ist? Das ist eine gute Frage, über die ich ernsthaft nachdenken werde....
4 Wows

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