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Animant Crumbs StaubchronikAnimant Crumbs Staubchronik
Lin Rina

Animant Crumbs Staubchronik

UnterhaltungFantasyHistorische RomaneRomance
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4.6/5
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SUMMARY
England 1890. Kleider, Bälle und die Suche nach dem perfekten Ehemann. Das ist es, was sich Animants Mutter für ihre Tochter wünscht. Doch Ani hat anderes im Sinn. Sie lebt in einer Welt aus Büchern, und bemüht sich der Realität mit Scharfsinn und einer gehörigen Portion Sarkasmus aus dem Weg zu gehen. Bis diese an ihre Tür klopft und ihr ein Angebot macht, das ihr Leben auf den Kopf stellt. Ein Monat in London, eine riesige, vollautomatische Suchmaschine, die Umstände der weniger Privilegierten und eine Arbeitsstelle in einer Bibliothek. Und natürlich Gefühle, die sie bis dahin nur aus Büchern kannte.

BOOK DETAILS

EDITION
© 2017
TYPE
eBook
ISBN
9783959913928
LANGUAGE
German
PAGES
550
KEYWORDS
Fantasyliteratur, Animant, Bibliothek, London, England, Fantasy, 1890, Suchmaschine, Belletristik
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REVIEWS
Reviewed by taaya and rumblebee
taaya
rumblebee
Aufbau: Dieses Buch ist nichts für Leute, die Action mögen. Nicht einmal Spannung in dem Sinne kommt viel im Buch auf. Der Erzählstil ist ruhig und langsam, besinnlich. Und dennoch hätte das Buch - zumindest für mich - noch doppelt so lang sein können, ohne je langweilig zu werden. Charaktere:  Animant Crumb als Hauptcharakter ist auf den eineinhalbten Blick zunächst schwierig. Lernt man sie erst als eine junge Frau kennen, die lieber in Büchern als in der Realität wohnen würde - also etwas, womit sich viele Buchblogger wohl identifizieren können -, schaut sie bald auf Leute herab. Weil sie nicht so belesen sind und sich dennoch für klug halten. Weil sie schockiert sind, dass Frauen intelligent sein können. Weil sie nicht so höflich sind, wie sie selbst es gewohnt ist. Wenn man nicht selbst eine solche Phase im Leben hatte, ist es anfangs schwer, sie gern zu haben. Aber gerade das macht sie für die Geschichte wichtig, weil sie im großen London plötzlich immer mehr Eindrücken ausgesetzt ist, die ihr Bild vom Leben als solches bröckeln lassen. Um zu lernen, braucht es erst einmal einen Charakter, der diese Entwicklung noch nicht durchgemacht hat. Jemanden, der plötzlich feststellt, dass er bei all seiner Belesenheit nicht wirklich viel weiß - aber gewillt ist, sich auf Neues einzulassen. Die anderen Charaktere sind dafür gut gewählt. Da gibt es Mr. Boyle, der die Gesellschaft verkörpert, die Animant gewohnt ist. Sicher, höflich, nett, und doch vielleicht etwas zu viel? Dann ist da die Verlobte von Animants Bruder, die unglaublich nett und schüchtern ist, und dennoch wegen eines winzigen Details beinahe die Familie zerstört, die noch tief verwurzelt in unsinnigen Ressentiments ist. Elisa wiederum (eventuell eine Anlehnung an Shaws Pygmalion?) ist ein Mädchen aus der Arbeiterklasse, der der Zugang zu Bildung gewährt wird, die aber dennoch an den Grenzen der Geschlechtsrollen ankommt und Animant vor Augen führt, wie viel Ungerechtigkeit in der Gesellschaft noch vorherrscht. Und letztlich ist da ihr Boss, Mr. Reed, der auch ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint, und damit ihre Vorurteile aufbricht. So beginnt für Animant erst, als sie all diesen neuen Eindrücken und anderen Sichtweisen aufs Leben ausgesetzt ist, der Prozess, wirklich ihre eigene Einstellung zu hinterfragen und über sich hinaus zu wachsen. Meinung: Ich liebe dieses Buch! Also wirklich, große Liebe. Ich versuche, etwas darin kritisch zu sehen, aber wenn überhaupt, ist das nur die Tatsache, dass Animant nicht dem Christentum abschwört, obwohl sie eigentlich recht aufgeklärt ist. Da die Autorin selbst aber christlich ist, ... wäre das wohl zu viel verlangt. Aber wir haben hier einem kritischen Blick auf eine Gesellschaft, in der es Reiche so viel besser haben als Arme, auf die Geschlechterrollen und auf die Ablehnung bestimmter Religionen nur aus Vorurteilen heraus. (Den Schuh muss ich mir wohl auch anziehen, kann ich doch mit Religionen insgesamt nicht viel anfangen, wie man wohl eben schon las.) Und all das so kunstvoll in die Geschichte eingearbeitet, dass es weder überdramatisch noch wie ein erhobener Zeigefinger wirkt. Auch Behinderung wird letztlich am Rande erwähnt, wenn auch eine, die man in Medien eher häufig sieht - das Stottern. Aber auch sie ist beiläufig erwähnt, ohne dadurch ihre Relevanz in der Geschichte zu verlieren, und macht nur einen Charakter runder als er vorher war, ohne sich nur auf diese eine Eigenschaft von ihm zu konzentrieren. Und all das wird umspannt von einer Liebesgeschichte, die ein bisschen an Jane Austen erinnert, in einem Roman, der sich liest, wie ein regnerischer Nachmittag mit Tee, Decke und Wärmflasche. Kuschelig und schön und so beruhigend in der Hektik und übermäßigen Action, die man sonst auf dem Büchermarkt so hat. Einzig der Steampunkanteil war vielleicht ein bisschen klein - allerdings auch nur in Hinsicht darauf, dass der Roman in einem Fantasyverlag erschien. Mir persönlich hat nichts gefehlt, ich hätte das Buch lediglich einem anderen Genre zugeordnet. Fazit:  Davon braucht der Buchmarkt dringend mehr. Ruhig, besinnlich, ohne das ständige Gut gegen Böse. Einfach ein Buch, um sich emotional darin einzukuscheln.
Wow
Animant Crumbs Staubchronik Eine gute Freundin hat mir dieses Buch geschickt, als sie es ausgelesen hatte. Dafür bin ich ihr von Herzen dankbar! Denn es hat mich – zwar nicht sofort, aber doch stetig – in seinen Bann gezogen. Es ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch mit Witz, Ironie und Herzblut geschrieben. Eines kann ich mir allerdings nicht erklären. Das Buch wird zumeist unter „Fantasy“ geführt. Doch in diese Rubrik gehört es meiner Meinung nach überhaupt nicht hinein! Es ist ein klassischer Liebesroman mit witzig-satirischen Elementen, der sehr stark (!) an das große Vorbild Jane Austen angelehnt ist. Ich würde hierzu gerne die Autorin befragen – ob sie diese Parallele bewusst gewählt hat. Und ob ihre Absicht in der Tat eine satirische war… Die Handlung kann man im Groben durchaus bei „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen wiederfinden. Allerdings auf eine liebenswerte Art verfremdet und erweitert. Animant Crumb ist Tochter aus gutem Hause, und lebt im Jahre 1890 in England. Sie vergräbt sich in ihre Bücherwelt, und boykottiert beständig die Versuche ihrer Mutter, sie standesgemäß zu verheiraten. Als ihr Vater vorschlägt, Animant als Bibliothekarsassistentin in London arbeiten zu lassen, greift sie sofort zu – endlich Ruhe vor Bällen und Soireen! Aber Animant hat die Rechnung ohne das Leben gemacht…. Ich fand die Idee großartig, die Heldin – ganz anders als bei Austen – arbeiten zu lassen. Und dann auch noch in einer Bibliothek! Hier herrscht ein griesgrämiger Bibliothekar, mit dem unsere Heldin zunächst ihre Schwierigkeiten hat (auch das klassisch Jane Austen). Sie findet sich aber schnell in der Welt der Bücher zurecht. Ich habe diese Schilderungen so sehr genossen! Ich bin mit Animant durch die Royal Library gestreift, habe den Staub gerochen, die Karteikarten beschriftet, und sogar den Weg ins düstere Archiv bin ich ihr gerne gefolgt. Nebenbei bemerkt, hat die Autorin hier sogar gekonnt Sozialkritik untergebracht, da es damals natürlich nur männliche Studenten gab – Animant fiel in dieser Umgebung auf wie ein bunter Hund. Ein weiteres neues Element, das es so bei Austen nicht gab, ist die Einbeziehung der Unterschicht. Animant lernt in London eine ganz neue Welt kennen – den Zeitungsjungen mit der stets triefenden Nase, dem sie Manieren beibringt. Ein armer Straßenjunge, dessen Oma sie Medizin kauft. Und sogar die Brüder des Bibliothekars, mit denen sie – oh Gott! - eine Kneipe aufsucht… das konnte ja nicht gut enden… Und in einer geschickt versteckten Nebenhandlung geht es sogar um Bildung für arme Kinder. Das alles hatte etwas von Dickens, hat sich aber insgesamt im Roman gut gemacht. Im Nachhinein wird mir erst bewusst, dass es eben nicht nur die – teils vorhersehbare – Liebesgeschichte war, die das Buch ausmachte. Nein, die Autorin legt Wert auf alle ihre Figuren, auch die Nebencharaktere, wie Animants Familie, ihre Wirtin, ihre Freundin Elisa, und noch viele mehr. Die Örtlichkeiten sind sehr realistisch geschildert, das Buch atmet sozusagen die Atmosphäre des Jahres 1890. Etwas störend fand ich dabei nur, dass die Sprache, welche die Autorin wählt, hier teilweise doch sehr modern ist, und nicht zu der damaligen Zeit passt… es sind nur kleine Ausrutscher, aber sie fallen auf. Und als letzten Kritikpunkt möchte ich das Ende anführen. Es war für mich zu gedrängt und zu plötzlich. Hier hätten ein oder zwei weitere Kapitel wirklich nicht geschadet. Für mich blieben so einige Fragen offen. Insgesamt kann ich die Lektüre aber als Genuss bezeichnen. Nicht nur durch die wirklich nett zu entdeckenden Parallelen zu berühmten literarischen Vorbildern, auch durch die bissigen Dialoge, den Detailreichtum, und die charakterliche Entwicklung, die Animant durchmacht. Ich würde mir wünschen, dies wäre nicht der einzige Band mit dieser liebenswerten Heldin! Daumen hoch für Animant Crumb…!
Wow

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