David Fuchs

Bevor wir verschwinden

EroticaFictionContemporary literature
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SUMMARY
DIE GESCHICHTE EINER WIEDERBEGEGNUNG IM ANGESICHT DES ABSCHIEDS - ZÄRTLICH UND LANGE NACHHALLEND. EINE ZÄRTLICHE LIEBE UNTER UNGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN Als angehender Arzt absolviert Benjamin ein PRAKTIKUM AUF DER KREBSSTATION. Dass er dort ausgerechnet auf seine JUGENDLIEBE AMBROS trifft, hätte er sich nicht träumen lassen. Ambros wird als Patient behandelt, sein Körper ist voller Metastasen. Inmitten des Krankenhausalltags NÄHERN SICH DIE BEIDEN BEHUTSAM WIEDER ANEINANDER AN. Zwischen resoluten Krankenschwestern und röchelnden Zimmernachbarn, jovialen Oberärzten und unbelehrbaren Notfallskandidaten ist ihnen bewusst, dass es DIE AUGENBLICKE SIND, DIE IHNEN BLEIBEN ... EINE HOMMAGE AN DEN AUGENBLICK: BERÜHREND UND LEBENSNAH, MITUNTER AUCH ZUM SCHMUNZELN David Fuchs, SELBST ONKOLOGE, erzählt die Geschichte der jungen Männer ohne jegliche Rührseligkeit, dafür MIT FEINEM SINN FÜR DAS VERSCHROBENE IM ZWISCHENMENSCHLICHEN - und berührt damit umso mehr. Mühelos birgt er die SCHÖNHEIT UND LEICHTIGKEIT DES LEBENS im Angesicht eines Abschieds. Der FM4-WORTLAUT-GEWINNER legt damit ein STARKES DEBÜT vor, gewürzt mit ein bisschen NEUNZIGERJAHRE-FEELING, in dem er zeigt, dass die großen Gefühle in den kleinen Gesten stecken. "Beeindruckend und auch sehr berührend - ein Kondensat von ein paar wirklich sehr starken kleinen Anekdoten und Bildern, die zu einer ganz großen Lebens- und Liebesgeschichte werden." Jurybegründung zum FM4-Wortlaut 2016

BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
© 2018
TYPE
eBook
ISBN
9783709938560
LANGUAGE
German
PAGES
-
KEYWORDS
90er Jahre, Abschied, Adoleszenz, Arzt, Ärztealltag, Assistenzarzt, Belletristische Darstellung, Coming-of-Age, Debüt, Erwachsenwerden, FM4-Wortlaut, Fotografie, Grunge, Hochwasser 2002, Homosexualität
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REVIEWS
Reviewed by Holger Fass
lesen_lieben_leben
Holger Fass
17 December, 2018 at 9:33
Erzählt wird die Geschichte des Medizinstudenten Benjamin. Er absolviert ein Praktikum auf der onkologischen Station eines österreichischen Krankenhauses. Dort trifft er nicht nur auf die selbstbewusste Krankenschwester Ed und den erfahrenen Oberarzt Pomp, sondern auch auf dem Tode nahe Patientinnen und Patienten. Darunter Ambros, einem Schulfreund, mit dem Benjamin früher sehr eng war, doch mit dem er schon länger keinen Kontakt mehr hatte. Zwei junge Männer Anfang 20, der eine am Start seiner Berufslaufbahn, der andere am Ende seines Lebens. Das Sterben des Freundes lässt Benjamin nicht kalt - gleichzeitig distanziert er sich als angehender Arzt so gut er kann. Ganz unprätentiös wird diese Geschichte erzählt; schnörkellos und mit der Ehrlichkeit, mit der junge Menschen die Dinge bisweilen auf den Punkt bringen. Die Erzählweise erinenrt an Hemingway und seinen Eisberg-Vergleich, dem nach eine gute Geschichte wie ein Eisberg sein, von dem nur ein Bruchteil zu sehen ist; der Rest befindet sich unsichtbar darunter. Bisweilen werden vordergründung nur Oberflächlichkeiten berichtet - doch die Relevanz der Kleinigkeiten entwickelt eine Wucht, die emotional berührt und Grundfragen des Lebens enthalten. Der Autor David Fuchs, selbst Onkologe und Palliativmediziner gelingt es, auf Klischees zu verzichten. Vermutlich wurde ein Auszug aus seinem Debütroman daher bereits mit dem FM4-Wortlaut ausgezeichnet. Die Figuren sind mit wenigen Strichen klar gezeichnet. Auf alles Unnötige wird verzichtet - fast so, wie wenn Sterbende sich auf wenige, wesentliche Punkte fokussieren: das Atmen, das Aussprechen einer lange verborgen gehaltenden Wahrheit, dem Abschiednehmen. Die Lesenden werden auch mit der medizinische Fachkenntnis des Autors konfrontiert - mit Krankenhausalltag, der für zarte Gemüte womöglich herausfordernd ist. Ich fühlte mich bisweilen an die Morgue-Gedichte von Gottfried Benn erinnert. Doch weder Schock noch Grusel steht dabei im Vordergrund. "Seht her, so ist es" scheint David Fuchs vielmehr zu sagen. Überhaupt: seht her. Das bleibt als zentrale Aufforderung beim Lesenden haften. Seht her, bevor eure Liebsten verschwunden sind.

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