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SUMMARY
Eine Villa zu besitzen – für Cyril steht das für ein besseres Leben. Doch als er von seinem hart erarbeiteten, ersten kleinen Vermögen das hinreißende Holländerhaus kauft, zerbricht seine Welt: Seine Frau erträgt den Luxus nicht und geht. Ein Schock für die beiden Kinder, und Tochter Maeve muss die Mutterrolle für ihren jüngeren Bruder Dave übernehmen. Die Geschwister werden unzertrennlich und sind eigentlich glücklich – bis Cyril wieder heiratet. Die Neue hat zwei eigene kleine Mädchen, denen sie, ganz böse Stiefmutter, das Erbe sichern will, vor allem aber das Holländerhaus ... Aus einer Geschichte, so alt wie das epische Erzählen, wird bei Ann Patchett ein facettenreicher, kluger und ganz und gar moderner Familienroman der Meisterklasse.
AUTHOR BIO
Ann Patchett, 1963 in Los Angeles geboren, lebt als Schriftstellerin und Kritikerin in Nashville, Tennessee. Ihr Roman "Bel Canto", übersetzt in dreißig Sprachen, wurde mit dem PEN/Faulkner Award und dem Orange Prize ausgezeichnet und war auch in Deutschland ein großer Erfolg. "Familienangelegenheiten" stieg in den USA auf Platz 8 der New-York-Times-Bestsellerliste ein.
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REVIEWS
Reviewed by wandanoir, ninchenpinchen and 3 others
wandanoir
ninchenpinchen
gwyn
dreamworx
schnaeppchenjaegerin
Verlust und Bindung. Im Zentrum des Romans von Ann Patchett steht die Bindung der Protagonisten an das Holländerhaus, ein Haus, das erst in jüngerer Zeit in den Besitz der Familie Conroy gekommen ist. Die Autorin beschreibt über einen längeren Zeitraum hinweg, wie der Besitz/Nichtbesitz dieses Hauses ihren Figuren bekommt. Ich mag die Schreibweise und die eigenartigen Figuren der Autorin und habe mich gut unterhalten gefühlt, obwohl die Charakterzeichnungen nicht immer ganz gelungen sind. Vor allem Andrea, die zweite Frau vom Papa, ist gnadenlos überzeichnet. Und auch sonst setze ich im Verlauf der Handlung einige Fragezeichen. Die Autorin biegt mit ihren Überkonstruktionen den Roman dahin, wo sie ihn hin haben will. Das disqualifiziert ihn für den ernsthaften Roman. Die Autorin arbeitet jedoch schön heraus, was ungesunde Beziehungen und Gedankenlosigkeit anrichten, zum Beispiel das Fehlen eines Testaments zur rechten Zeit, und das generationenüberspannende Ende versöhnt mich mit manchen Schwächen. Fazit: Durchaus ein Buch der leichten Muse. Das sich dennoch mit Kalamitäten des Lebens auseinandersetzt. Man wird auf eindeutig höherem Niveau unterhalten als durch ein Lädchenbuch. Also das richtige Buch für Sommer und Balkon. Mit einer Prise Tiefgang. Kategorie: Leichte Muse. Verlag: Berlin Verlag.
3 Wows
ninchenpinchen
Über die Lebenszeit, die wir haben, wie wir darüber denken und wie wir sie nutzen Ann Patchett erschafft in „Das Holländerhaus“ eine bedrohliche Atmosphäre, die im Untergrund zwischen den Zeilen schwingt, ohne dass dies deutlich zum Ausdruck käme. Der Leser spürt, wie sich kommendes Unheil zusammenbraut – in einem Vorstadium sozusagen. „Das heißt nichts Gutes für uns, Danny“, sagt sie. „Das solltest du wissen.“ (Seite 54) Hier spricht Maeve, Dannys ältere Schwester. Seite 57: „Ich sehe die Vergangenheit ja, wie sie tatsächlich war […] Aber wir neigen dazu, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu überlagern. Wir betrachten sie durch die Linse unseres heutigen Wissens, sodass wir nicht die Menschen sehen, die wir damals waren, sondern die wir inzwischen sind, und das bringt eine radikale Veränderung der Vergangenheit mit sich.“ Ab Seite 110 platzt dann die Bombe. Gewaltig. Danny, der jüngere Bruder von Maeve verliert seine Mutter, bevor er sie überhaupt richtig wahrnehmen konnte. Die Mutter verlässt das Holländerhaus und damit ihre beiden Kinder – einfach so – ohne irgendwem etwas zu sagen. Die Gründe, die sie wirklich hatte, erfahren wir erst viel später. Als der Vater, Cyril Conroy, erneut heiratet, ergibt sich eine Aschenputtel-Situation, denn die neue Frau bringt zwei Töchter mit in die Ehe und ins Holländerhaus. Danny und Maeve verstehen sich ganz gut mit den neuen (jüngeren) Stiefschwestern, aber nicht mit Andrea, deren Mutter. Es gibt liebevolles Personal im Holländerhaus: Sandy und Jocelyn. Cyril Conroy, der Vater, ist auf dem Immobiliensektor tätig und macht viel Geld, besitzt viele Häuser, nicht nur das Holländerhaus. Als er nach nur vier Jahren Eheleben stirbt, wirft Andrea die fremden Kinder aus dem Haus. Schnell und unbarmherzig. Sie hat im Vorfeld umfassend, mit Anwalt, und sehr, sehr rechtzeitig dafür gesorgt, dass nun alles ihr gehört. Für Maeve und Danny bleibt lediglich ein Ausbildungsfond. Ann Patchett spielt mit den Zeiten, aber meistens erkennt der Leser schon am ersten Satz, in welcher Ära man sich befindet, mich hat das nicht gestört und es hat auch den Lesefluss beeinträchtigt. Die Personen, ihre Befindlichkeiten, Tätigkeiten und ihre Verstrickungen untereinander werden gekonnt dargestellt, auch die jeweilige Umgebung spielt eine große Rolle. Allem voran natürlich das Holländerhaus im Wechsel der Zeiten, der Bewohner und Besitzer. Fazit: ★★★★ Ein besonderes Buch zum Nachdenken, wie die Protagonisten mit den Situationen umgehen. Werden sie wütend oder fühlen sie sich als Glückspilze? Also: Wer mal Ungewöhnliches lesen möchte, fernab vom Üblichen, der wird hier vorzüglich bedient.
1 Wow
Der erste Satz: «Als unser Vater Andrea zum ersten Mal ins Holländerhaus mitbrachte, kam unsere Haushälterin Sandy ins Zimmer meiner Schwester und schickte uns nach unten.» Eine amerikanische Familiengeschichte über den Aufstieg eines kleinen Mannes. Cyril Conroy ist ein einfacher Mann, aber er hat ein Näschen für Immobilien. Er kauft billige Objekte in der Zwangsversteigerung, renoviert die Häuser, legt dabei selbst Hand an, und dann vermietet er die Objekte. Er kauft, verkauft und bringt es zu einem beträchtlichen Vermögen. Stolz erwirbt er 1946 von einer Bank das sogenannte Holländerhaus, benannt nach der holländischen Familie, die diese Prunkvilla außerhalb von Philadelphia erbauen ließ, inklusive allem Inventars. Die Besitzer waren verstorben und pleite gegangen, hatten keine Erben. Die riesigen Porträts der Familie bleiben im Wohnzimmer hängen als Protz, Cyril ist besessen von dem Haus. Die Kinder lieben den großen Pool. Elna hatte Cyril nicht gefragt, ob sie das Haus haben möchte. Und die fühlt sich unwohl in der pompösen Villa mit all dem Zeug, das Fremden gehörte, dem Ballsaal im 2. Stock, der sowieso nie benutzt werden wird. Angestellte um sie herum, Hauspersonal, eine Köchin, Gärtner, Kindermädchen, dass alles ist ihr zu viel. Eines Tages ist Elna verschwunden. Sie ist nach Indien gegangen, erklärt Cyril seinen Kindern Maeve und Danny. Ein paar Jahre später taucht die junge Witwe Andrea Smith auf, die sich auch in das Haus verliebt. Immer häufiger kommt sie zu Besuch, bringt ihre Töchter mit, die jünger als Maeve und Danny sind. Dann wird geheiratet und die Smiths heißen nun Conroy. Mit der Stiefmutter gibt es für die Kinder kein inniges Verhältnis. Als die talentierte Maeve an die Highschool geht, bestimmt Andrea, dass eine ihrer Töchter Maeves Zimmer bekommt und Meave in die kleine Dachkammer ausweichen muss. Als Danny 15 und Maeve, 22 Jahre alt sind, verstirbt der Vater unverhofft. Sie sehen sich als Kinder als die Erben an. Doch Andrea hatte ihren Gatten vorsorglich überredet, sie per Testament als Alleinerbin einzusetzen, er hat ihr alles überschrieben. Kurzer Hand schmeißt sie Danny aus dem Haus. Er zieht in die kleine Einzimmerwohnung seiner Schwester ein. Es gibt allerdings noch einen Ausbildungsfond für Danny und die jüngeren Mädchen. So kommt Danny auf eine teure Privatschule, und er muss per Medizin studieren, bestimmt Meave – das längste, teuerste Studium. Die Geschwister wollen wenigstens den Fond ausreizen – nicht viel für die Mädchen übriglassen. Dagegen kann Andrea nichts tun. «Wir observieren sie ja nicht rund um die Uhr, sondern kommen nur alle paar Monate her. Für eine Viertelstunde», sagte ich. Und auch die Behauptung, dass wir nur alle paar Monate herkamen, war möglicherweise nicht ganz zutreffend. … ‹… ob sie wohl glücklich ist? Ob sie jemanden Neues kennengelernt hat?› ‹Nein, darüber denke ich nie nach.› ‹Sehr alt kann sie noch nicht sein. Vielleicht hat sie jemanden Neuen gefunden.› ‹Sie würde doch nie jemanden ins Haus lassen.» Der Roman ist auf verschiedenen Zeitebenen geschrieben, switcht immer hin und her vom Jetzt bis zurück in die Jugend der Eltern, Danny ist zu beginn Anfang sechzig, längst verheiratet, hat selbst Kinder. Die Familiengeschichte wird aufgerollt. Danny und besonders Meave können nicht loslassen von dem Holländerhaus. Immer wieder sitzen sie im Auto und beobachten das Haus, das nun von den anderen Conroys bewohnt wird, von der Frau, die sich das Erbe erschlichen hat. Danny erzählt uns seine Geschichte. «Aber wir neigen dazu, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu überlagern. Wir betrachten sie durch die Linse unseres heutigen Wissens, sodass wir sie nicht als die Menschen sehen, die wir damals waren, sondern als die Menschen, die wir inzwischen sind, und das bringt eine radikale Veränderung der Vergangenheit mit sich.» Der Aufsteiger aus kleinen Verhältnissen, der dieses Haus mit all seinem Prunk zur Selbstbestätigung benötigt – seine Frau, die mit alledem nichts anfangen kann, was er ihr zu Ehren erworben hat. Die sogar ihre Kinder zurücklässt. Die typischen Themen Schuld, Sühne und Vergebung liegen dieser Geschichte zugrunde. Das Buch ist nicht schlecht. Aber mich hat es nicht wirklich packen können. Die Handlung läuft wie ein gespannter Faden, es gibt keine Kurven, keine Geheimnisse oder Verwicklungen. Bis zum Schluss habe ich auf das Aha gewartet, mittendrin auf den Wendepunkt. Es gibt bei Danny einen kleinen Wendepunkt, der nicht direkt ins Auge sticht. Das Ende passte für mich nicht, wirkte eher drangeklebt. Alles in allem war es mir zu wenig für eine spannende Familiengeschichte, ein Roman, der für mich keinen Sog entwickelte.. Die Sprache von Ann Patchett wird gefeiert. Auch hier fragte ich mich warum. Sie schreibt ordentlich, keine Frage, aber sprachlich packen konnte mich das Buch nicht, Bilder im Kopf, Emotionen – keine Spur bei mir. Unterkühlte Sachlichkeit mit einer unaufgeregten Geschichte – hier hatte ich eher mehr erwartet. Ann Patchett, 1963 in Los Angeles geboren, lebt als Schriftstellerin und Kritikerin in Nashville, Tennessee. Ihr Roman „Bel Canto“, übersetzt in dreißig Sprachen, wurde mit dem PEN/Faulkner Award und dem Orange Prize ausgezeichnet und war auch in Deutschland ein großer Erfolg.
Wow
Tiefgründige Familienstudie Weil ihr Vater Cyril Conroy einen guten Geschäftssinn besitzt und mit Immobilien die Familie zu Wohlstand gebracht hat, wachsen die Geschwister Danny und Maeve in einer außerordentlichen Villa am Rande von Philadelphia auf. Doch dann verlässt Mutter Elna ihren Ehemann Cyril und die Kinder, um nach Indien zu gehen und sich dort selbst zu verwirklichen. Die ältere Maeve muss von einem Tag auf den anderen erwachsen werden und ihrem sieben Jahre jüngeren Bruder Danny die Mutter ersetzen, was die beiden noch enger aneinanderbindet. In Andrea findet Cyril eine neue Ehefrau, die zwei Töchter mit in die Ehe bringt und schon bald nach dem Einzug deutlich macht, wer bei ihr den Vorrang hat. Als Cyril überraschend stirbt, weist Andrea Danny und Maeve die Tür und beansprucht das Haus sowie das Erbe für sich und ihre Töchter. Maeve und Danny bleibt fortan nichts anderes übrig, als ihr ehemaliges Zuhause von außen zu betrachten… Ann Patchett hat mit „Das Holländerhaus“ einen wunderbaren und gefühlvollen Roman vorgelegt, der den Leser von der ersten Seite an in den Bann zieht. Der flüssige und plastische Erzählstil der Autorin lässt während der Lektüre nicht nur zu, dass die Handlung wie ein Kinofilm vor dem inneren Auge des Lesers vorbeizieht, sondern lässt auch den Blick in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonisten zu, die die gesamte Klaviatur des Gefühlsbarometers vom Leser einfordern. Man streift mit Maeve und Danny durch die wunderschöne Villa und fühlt regelrecht die behütete Liebe zu ihrem Zuhause, die abrupt durch das Eindringen der neuen Stiefmutter und deren Kinder gestört wird. Wie bei Cinderella lässt die Autorin die beiden eng verbundenen Geschwister nicht nur Mutter und Vater verlieren, sondern sie werden regelrecht um alles betrogen, was ihnen mal gehört hat oder zusteht. Als Leser leidet man regelrecht mit, während Danny in der Ich-Form die Geschichte seiner Familie erzählt, wie er mit Schwester Maeve immer wieder ihr ehemaliges Heim besuchen, ohne hineingehen zu können. Aber auch die stetig wachsenden Rachegedanken der beiden wachsen, je älter sie werden und bestimmen einen Großteil ihres Lebens, was auch Auswirkungen auf andere hat, die ihnen nahestehen. Die Charaktere sind wunderbar positioniert, bestechen mit menschlichen Eigenschaften und überzeugen mit ihrer Glaubwürdigkeit und Authentizität. Schnell fühlt sich der Leser Danny und Maeve verbunden, denn nicht nur die an ihnen begangene Ungerechtigkeit schweißt mit ihnen zusammen, sondern auch ihr gegenseitiger Zusammenhalt und ihre Liebe zu dem Haus. Maeve ist liebevoll und fürsorglich, besitzt einen großen Beschützerinstinkt und tut alles für ihren jüngeren Bruder. Manchmal bekommt man das Gefühl, sie vergisst dabei ihr eigenes Leben, während Rachegedanken ihr Antrieb geben. Danny ist seinem Vater ähnlicher, als ihm bewusst zu sein scheint. Er macht dessen Fehler nach, während seine Ehefrau dabei irgendwie auf der Strecke bleibt. Als böse Stiefmutter brilliert Andrea von A bis Z, widerwärtiger und unbarmherziger geht es fast nicht mehr. Sie ist eiskalt und besitzt kein Herz, jedenfalls nicht für andere. Elna bleibt ein Mysterium, denn das Zurücklassen der eigenen Kinder ist nicht zu verstehen, das völlige Verschwinden aus deren Leben noch weniger. „Das Holländerhaus“ ist eine sehr gelungene tiefgründige Familiengeschichte, die man nicht so schnell vergessen kann. Wunderbar bildhaft erzählt, trifft die Autorin mit ihrem Roman mitten ins Herz. Absolute Leseempfehlung!
3 Wows
schnaeppchenjaegerin
Die Geschwister Maeve und Danny Conroy wachsen im Holländerhaus in einem Randbezirk von Philadelphia auf. Die luxuriöse Villa der VanHoebeeks hatte ihr Vater Cyril gekauft, nachdem er nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch Immobilienspekulationen zu Geld gekommen ist. Seine Ehefrau Elna empfand den Besitz als Belastung und verließ die Familie, als Danny noch ein kleiner Junge war. Maeve kümmerte sich ab diesem Zeitpunkt liebevoll um ihren sieben Jahre jüngeren Bruder, was die Geschwister eng zusammenschweißt. Als ihr Vater wieder heiratet, zieht Andrea mit ihren beiden Töchtern in das Holländerhaus ein und verdrängt zunächst Maeve aus ihrem Zimmer. Nach dem überraschenden Tod von Cyril 1963 wirft Andrea auch Danny aus dem Haus und streicht das gesamte Erbe für sich ein. Maeve und Danny bleibt nur ein Treuhandfonds, den ihr Vater für ihre Ausbildung angelegt hatte. Maeve kann von den Fördergeldern nicht mehr profitieren, aber sie zwingt zumindest Danny dazu, Medizin zu studieren und den Fonds zu schröpfen. Die beiden Geschwister bleiben ein eingeschworenes Team, können die Vergangenheit jedoch nicht hinter sich lassen und kehren regelmäßig nach Philadelphia zurück, wo sie von Maeves Auto aus das Holländerhaus beobachten. "Das Holländerhaus" ist eine bittersüße Familiengeschichte, die über fünf Jahrzehnte erzählt wird und aus der Perspektive des erwachsenen Danny geschrieben ist. In Rückblenden erfährt man dabei immer wieder neue Facetten aus der Vergangenheit der Familie, der Kindheit von Maeve und Danny. dem mysteriösen Verschwinden ihrer Mutter und dem Verlust des Vaters sowie des Holländerhauses. Ein roter Faden bleibt dabei das enge Band der Geschwister. Während Maeve alleinstehend ist, heiratet Danny noch als Student die gleichaltrige Celeste, mit der er zwei Kinder bekommt. Celeste träumte von einem Leben als Arztgattin, doch Danny enttäuscht sie, denn er tritt in die Fußstapfen seines Vaters und steigt in die Immobilienbranche ein. Die Beziehung der beiden leidet darunter und wird nie so eng wie die Beziehung der beiden Geschwister untereinander. "Das Holländerhaus" ist eine ruhig erzählte Geschichte, die ohne Effekthascherei auskommt. Sie handelt von schmerzhaften Verlusten, von Rachegefühlen, Sehnsüchten, einer unerschütterlichen Geschwisterliebe und dem, was Familie und ein Zuhause bedeutet. Weniger entscheidend sind die Ereignisse, mit denen die Charaktere konfrontiert werden, sondern wie diese ihr Verhalten, ihre weitere Entwicklung und die Beziehungen untereinander prägen. Es ist eine vielschichtige Charakterstudie von emotionaler Tiefe, die von der Aufarbeitung und Überwindung einer verlustreichen Vergangenheit handelt.
1 Wow

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