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Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene ScheißjugendDas Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend
Andreas Altmann

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

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SUMMARY
Eine Kindheit der Nachkriegszeit im idyllischen Wallfahrtsort Altötting. Doch die Geschichte, die Andreas Altmann erzählt, handelt weder von Gnade noch von Wundern, sondern von brutaler Gewalt und Schrecken ohne Ende. Schonungslos blickt Altmann zurück: auf einen Vater, der als psychisches Wrack aus dem Krieg kommt und den Sohn bis zur Bewusstlosigkeit prügelt, auf eine Mutter, die zu schwach ist, um den Sohn zu schützen, und auf ein Kind, das um sein Überleben kämpft. Erst als Jugendlichem gelingt Altmann die Flucht. Die schreckliche Erfahrung aber kann ihn nicht brechen. Sie wird vielmehr der Schlüssel für ein Leben jenseits des Opferstatus. Ein Leben, indem er seine Bestimmung als Reporter findet: »Hätte ich eine liebliche Kindheit verbracht, ich hätte nie zu schreiben begonnen, nie die Welt umrundet …«
AUTHOR BIO
Andreas Altmann zählt zu den bekanntesten deutschen Reiseautoren und wurde u. a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Seume-Literaturpreis und dem Reisebuch-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen von ihm »Frauen.Geschichten.« sowie die Bestseller »Verdammtes Land. Eine Reise durch Palästina«, »Gebrauchsanweisung für die Welt« und »Gebrauchsanweisung für das Leben« und »In Mexiko«. Andreas Altmann lebt in Paris.

BOOK DETAILS

EDITION
© 2011
TYPE
eBook
ISBN
9783492953788
LANGUAGE
German
PAGES
256
KEYWORDS
Kindheit, Provinz, Kirche, Jugend, Familie, Nachkriegszeit, Gewalt, Missbrauch
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REVIEWS
Reviewed by Holger Fass
lesen_lieben_leben
Will man Andreas Altmann zum Feind haben? Sicherlich nicht. Denn seine Sprache ist derb und gewaltig und tut weh. Genau diesen verletzenden Impetus jedoch braucht Altmann, um mit seiner Kindheit und Jugend abzuschließen - und um die Schermzen zurück zu geben, die er über viele Jahre erlitten hat. Das "Scheißbuch", wie er es bei seinen Leseungen selbst scherzhaft nennt, ist eine Abrechnung mit seinem prügelnden Vater und der verlogenen, katholischen Bürgerlichkeit. Aufgewachsen in einem Wallfahrtsort, der Vater Inhaber eines kleinen Devotionalienhandels - das klingt fast schon wie für einen Roman konstruiert. Doch Andreas Altmann musste nichts erfinden. Er scheut nicht, Ross und Reiter zu benennen, wer vordergründig Liebe und Frieden predigte und wer hinter verschlossenen Türen Kinder demütigte und mit Gürteln blutig peitschte; wer vordergründig Homosexualität verdammte und sich hinter verschlossenen Türen Flaschen in den Anus schob. Altmann öffnet nicht nur die verschlossenen Türen, er reißt sie ein, er bricht sie auf, der wendet dafür sprachliche Gewalt an. Die derbe Sprache stößt nicht überall auf Gegenliebe - aber sie ist nötig, um der Folter, die er und seine Leidensgenossen als Kind(er) durchleben mussten, einen adäquaten Ausdruck zu verleihen. Das Buch ist zugleich auch Hoffnungsgeber von einem, der es geschafft hat, sich aus der Umklammerung biederer Erdrückung allen Lebendigen zu befreien und sich sein kreatives Selbstbewusstsein zurück eroberte, das ihm eigentlich ausgeprügelt werden sollte.
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