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Das kalte Jahr
Roman Ehrlich

Das kalte Jahr

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SUMMARY
Das Land ist eingeschneit. Ein junger Mann wandert an einer Autobahn entlang. Einsame Felder, Jauchegruben, Rasthöfe und fensterlose Möbelhäuser sind die Stationen seines Weges. Das Ziel ist ein Dorf am Meer, am Rande eines ehemaligen Militärgebietes, wo sein Elternhaus steht. Müde und erschöpft muss er bei seiner Ankunft jedoch feststellen, dass die Eltern verschwunden sind. Ein geheimnisvoller Junge öffnet ihm die Tür. Schweigsam und störrisch zieht sich dieser in der darauffolgenden Zeit meist in das Kinderzimmer zurück, wo er an einem mysteriösen Projekt arbeitet. Nach und nach finden die beiden Zugang zueinander. Was sie verbindet, sind Geschichten. Historische Geschichten von Auswanderern und Naturkatastrophen. Aber auch nacherzählte Geschichten aus dem Fernsehen, die den Jungen begeistern. - Am Ende steht mitten in der Eislandschaft ein Haus in Flammen, und in den Augen der Dorfbewohner spiegelt sich weit mehr als die Farbe des Feuers. Roman Ehrlich hat einen Roman geschrieben über die Einsamkeit der Menschen. Mit enigmatischer Brutalität verwebt er Historie und Gegenwart zu einem poetischen Meisterwerk. Ein Debüt, das niemanden kaltlässt.

BOOK DETAILS

EDITION
10 Dec 2014
TYPE
Paperback
ISBN
9783832162962
LANGUAGE
German
PAGES
248
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REVIEWS
Reviewed by mrstrikehardt
mrstrikehardt
mrstrikehardt
Die vertraute Welt ist hier nicht mehr mit sich selbst identisch. Sie ist mit Freud gesprochen unheimlich geworden. Für den namenlosen Erzähler ist das Unheimliche aber nicht per se erschreckend oder angsteinfüllend. Hier und da vielleicht, aber in jedem Fall nicht erschreckend genug, um ernsthafte Überlegungen d.h. tatsächliche Handlungen auszulösen. Es, das Unheimliche, ist einfach da im Heimatdorf, in das der Protagonist ohne ersichtlichen Grund zurückgekehrt ist. Es zeigt sich in der bitteren Kälte, den Schneemassen, der die Sonne ausschließenden Wolkendecke oder im Boden des inzwischen verlassenen Mitlitärsperrgebiets. Dass nicht seine Eltern die Haustür öffnen, sondern stattdessen ein Junge namens Richard, ist eine kurze Irritation, der kaum nachgegangen wird. Beide arrangieren sich, umkreisen einander, das Dorf und deren Bewohner. Hinterlassen Spuren im Schnee, die von der nächsten Böe verwischt werden. Und dann wiederholt sich alles von Neuem. Die Wiederholung ist das Mittel der Wahl des Autors, um Veränderungen in der Innen- und Außenwelt auszumachen oder auch keine? Hier muss sich der Leser/ die Leserin entscheiden. Die hierbei zum Einsatz kommende Präzision und Beschreibungskunst ist einmalig, stellenweise aber auch ermüdend, weil gefühlt kaum etwas passiert. Der Klappentext fasst die Handlung zusammen wie sie ist, allerdings ist der letzte Teilsatz "... und in den Augen der Umstehenden spiegelt sich weit mehr als die Farbe des Feuers." eine bloße Behauptung, Augenwischerei. Tatsächlich spiegelt sich gar nichts. Lethargie ist die beherrschende Stimmung und mir scheint, Roman Ehrlich wollte nichts anderes beschreiben.
Wow

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