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Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
Becky Chambers

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

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Wayfarer
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SUMMARY
Willkommen an Bord der Wayfarer! Becky Chambers hat mit >Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten< eine zutiefst optimistische Space Opera geschrieben, die uns den Glauben an die Science Fiction (im Besonderen) und an die Menschheit (im Allgemeinen) zurückgibt. Als die junge Marsianerin Rosemary Harper auf der Wayfarer anheuert, wird sie von äußerst gemischten Gefühlen heimgesucht - der ramponierte Raumkreuzer hat schon bessere Zeiten gesehen, und der Job scheint reine Routine: Wurmlöcher durchs Weltall zu bohren, um Verbindungswege zwischen weit entfernten Galaxien anzulegen, ist auf den ersten Blick alles andere als glamourös. Die Crewmitglieder, mit denen sie nun auf engstem Raum zusammenlebt, gehören den unterschiedlichsten galaktischen Spezies an. Da gibt es die Pilotin Sissix, ein freundliches und polyamoröses reptilienähnliches Wesen, den Mechaniker Jenks, der in die KI des Raumschiffs verliebt ist, und den weisen und gütigen Dr. Chef, der einer aussterbenden Spezies angehört. Doch dann nimmt Kapitän Ashby den ebenso profitablen wie riskanten Auftrag an, einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, auf dem die kriegerische Rasse der Toremi lebt. Für Rosemary verwandelt sich die Flucht vor der eigenen Vergangenheit in das größte Abenteuer ihres Lebens. >Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten< wurde für zahlreiche Preise nominiert, u.a. für den Kitschies Award, den Baileys Women's Prize for Fiction und den Arthur C. Clarke Award.
AUTHOR BIO
Becky Chambers ist als Tochter einer Astrobiologin und eines Luft- und Raumfahrttechnikers in Kalifornien aufgewachsen. Die Zeit zum Schreiben ihres ersten Romans hat sie sich durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert. Das Buch wurde prompt zu einem Überraschungserfolg.
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REVIEWS
Reviewed by seeker7, frauschafski and 3 others
seeker7
frauschafski
awogfli
sabrinak1
nonostar
Wie komme ich auf so ein Buch? Nun, auf meinem Buchportal mojoreads schaue ich immer wieder mal Empfehlungen anderer Mitglieder an; das führt dann zu ganz überraschenden Entscheidungen. An Science-Fiktion interessieren mich keine actiongeladenen Kampfszenarien mit irgendwelchen abstrusen Super-Waffensystemen. Ich will auch keine abgedroschenen Versatzstücke aus allen möglichen Fantasy-Mythen, die einfach nur in ein Zukunfts-Setting verlagert werden. Ich brauche mich nicht ins Jahr 2380 versetzen lassen, um da mit irgendwelchen Prinzessinnen oder edlen Rittern gequält zu werden. Was ich suche? Zwei Sachen: Ich will entweder technische Entwicklungen, die jetzt schon erkennbar sind, konsequent - und gerne auch mit viel Fantasie - weiter gedacht bekommen. Nach dem Motto: "Wo könnte die Reise hingehen?" Oder ich will spannende Entwürfe von zukünftigen gesellschaftlichen Formen des Zusammenlebens. Becky Chambers liefert ganz sicher keine SF-Standard-Kost. Das ist schon mal gut! Bei ihr liegt das Schwergewicht ganz eindeutig auf der sozialen, nicht auf der technischen Seite der Zukunftsbetrachtung. Und da hat sie doch einiges zu bieten. Das Buch nimmt uns mit an Bord eines speziellen Raumschiffs, das dafür ausgestattet ist, Verbindungen zwischen Universen herzustellen. Dafür "bohrt" es Löcher in das Raum-Zeit-Kontinuum und überwindet so Entfernungen, die sonst völlig außerhalb jeder Vorstellung wären. Um ganz ehrlich zu sein: Aus meiner Sicht lohnt es sich nicht besonders, sich mit den astro-physikalischen oder technischen Grundlagen der Geschichte zu befassen. Dafür sind die beschriebenen Prozesse wirklich zu abgedreht. Kommen wir zum Kern: Es geht um die Besatzung des Raumschiffes. Sie "multi-kulturell" zu nennen, wäre eine deutliche Untertreibung. Es sind völlig unterschiedliche Spezies, die hier in einer engen Team-Situation zusammenarbeiten. Und damit sind nicht etwa leichte Abwandlungen menschlicher Rassen gemeint, sondern wirklich Aliens. Und nicht zu vergessen: Auch eine Künstliche Intelligenz (KI) ist mit im Spiel - natürlich eine mit Empfindungsfähigkeit und Ich-Bewusstsein. Die schriftstellerische Leistung von Chambers besteht eindeutig darin, das Zusammenleben und -arbeiten dieser "Geschöpfe" sehr alltagsnah und konkret auszugestalten. Dabei menschelt es ziemlich stark. Das hat damit zu tun, dass Menschen die kleine Mannschaft zahlenmäßig dominieren. Zunächst entstand bei mir daher auch der Eindruck, dass alles zu sehr vermenschlicht wird; aber das hat sich im weiteren Verlauf der Story relativiert. Es ist wirklich amüsant, wenn die Unterschiedlichkeit sozialer Regeln und Gewohnheiten der beteiligten Spezies so anschaulich beschrieben werden. Als Botschaft kann man heraushören: Wenn es offenbar sogar möglich ist, solche grundsätzlichen Verschiedenheiten mit Toleranz zu überbrücken, wie kann es dann die Menschheit ernsthaft daran scheitern, die - im Vergleich - winzigen kulturellen Herausforderungen zu meistern?! Alles, was mit Technik zu tun hat, wird in dem Roman eher skurril als zukunftsweisend dargestellt. Es wird geschraubt und mit Ersatzteilen vom Schrottplatz gebastelt, als ob man eine Dampfmaschine zu warten hätte und keinen hypermodernen Universen-Verbinder. Man weiß nicht genau, ob man das nun witzig oder hilflos finden soll. Ich halte der Autorin mal zugute, dass Sie mit diesem Kontrast bewusst spielt. Insgesamt gibt es in ihrem Schreibstil viel "Augenzwinkern": Man muss das alles nicht so ernst nehmen! Sonst wäre es auch kaum aushalten, wenn mitten im unendlichen Raum mal eben eine Post-Drohne vorbeikommt oder man alte Bekannte wiedertrifft. Fazit: Nette Unterhaltung, die den Gedanken einer Kooperation zwischen verschiedenen Spezies mal im lockeren Stil weiterdenkt. Übrigens ist mir nicht bekannt, ob ich umgekehrt mit meinen Rezensionen bei anderen auch "untypische" Leseabenteuer auslöse.
1 Wow
frauschafski
Ein langer, gemütlicher Weg Am Ende der Reise mit der Wayfarer ist man irgendwie nicht mehr dieselbe Person. Und tatsächlich fühle ich mich, als wäre ich mit Rosemary an Bord gegangen, hätte mit ihr die einzelnen Charaktere kennengelernt, meine kleine Koje im Raumschiff bezogen und schließlich ein neues Zuhause gefunden. Solche Empfindungen hatte ich bei einem Buch vermutlich noch nie, sodass ich mir natürlich Gedanken gemacht habe, woran das liegen mag. Die Antwort liegt in den Charakteren: Sie sind alle absolut liebenswert. Dabei verlangt die Autorin uns einiges an interkultureller oder besser interspezitärer Kompetenz ab. Denn die Spezies in diesem Roman sind so bunt und vielfältig wie die Anzahl an Sternen im Weltraum, aber eben auch nahbar, empatisch und verletzlich. Wer hingegen ein rasantes Space-Abenteuer mit jede Menge Geballer und Laserwaffen erwartet, ist hier definitiv falsche. „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ ist nämlich vor allem eines: ein langer Weg, und der braucht Zeit und Geduld. Das mag manchem Leser vielleicht zu langweilig sein, ich hingegen fand es herrlich entschleunigend. So bleibt ausreichend Zeit, die Figuren kennenzulernen, den Kosmos, in dem sie sich bewegen, mit all seinen Kuriositäten zu bewundern und die fremdartigen Spezies zu studieren. Fast schon nebenbei vermittelt die Autorin Toleranz gegenüber Wesen, die anders sind, fordert Einfühlungsvermögen und Querdenken beim Kontakt mit ihnen und beweist dabei, dass Menschen eine ebenso merkwürdige und eigensinnige Art sind. Emotional war ich nach kurzer Zeit voll involviert und musste zum Ende hin tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken. Fazit: Ein Wohlfühlbuch, bei dem ich jede einzelne Zeile genossen habe. Wie schön, dass noch zwei weitere Bände auf mich warten. Jahreshighlight!
2 Wows
Gleich mal zu Beginn eine Positionsbestimmung meinerseits. Ich lese seit den 80er Jahren Science Fiction und bin ein Fan und Nerd in dieser Community von meiner ersten Stunde an. Ich habe von Lem und den Herberts (Vater und Sohn) nahezu alles verschlungen, von meinem Superstar Philip K. Dick auch sehr viel gelesen, Douglas Adams sowieso, und dann natürlich noch ein bisschen Heinlein und Strugatzki und so weiter ....auch ein paar modernere Autoren habe ich gelesen und alle filmischen Umsetzungen wurden von mir selbstverständlich inhaliert. Insofern bin ich SF-Purist und mir ist die Science in diesem Genre - die ja auch im Namen steht und deshalb ein wesentlicher Bestandteil ist - sehr wichtig. Wir haben früher stundenlang falsche Konzeptionen an Zeitschleifen kritisiert, über mögliche Antriebstheorien diskutiert und die fiktionalen Theorien auf Wisschenschaftlichkeit abgeklopft. Deshalb war ich als Frau auch sehr gespannt, was denn die vom Verlag propagierte neue Weiblichkeit in der Science Fiction von Becky Chambers zu bedeuten hätte. Prinzipiell ist es mir sowieso ein Dorn im Auge, dass in manchen Genres so gut wie keine Frauen sichtbar sind. Vermeidung von technologischen Erklärungen Der neue Stil begann schon mal sehr irritierend. Die Autorin warf völlig inflationär technologische Ausdrücke unkommentiert die Arena. Als Leserin musste ich mich mit Wörtern und neuen Technologien anfreunden, von denen mir nicht erklärt wurde, wie sie in diesem Roman funktionieren sollten. Wie zum Beispiel der Algenantrieb, die Stasetruhe, die Medbots... Zuerst dachte ich mir noch - "Ok gemach Du SCIFI-Nerd, warte mal ab. Die Autorin spielt einfach nicht sofort und vordergründig den Erklärbären für die erwähnten Technologien, die genaue Funktionalität wird dem Leser nach und nach offenbart." .... Und dann passierte nichts. Im Gegenteil, weitere Technologien wurden eingeführt und wieder nicht erklärt, wie sich die Autorin das vorstellt. Neben dem verwirrenden Beginn des Roman hat mich am meisten der Umstand gestört, dass in einem plotrelevanten Teil der Raumfaltung - das ist ja das Kerngeschäft der Wayfarer - nicht mal im Ansatz thematisiert wurde, was die Crew hier überhaupt macht. Ok da ich schon genug andere SCIFI gelesen habe und mit den älteren Theorien der Raumfaltung zumindest ganz gut vertraut bin, kann ich mir vieles denken, aber wie zum Beispiel die Käfige zur Stabilisierung des Bohrerlochs fungieren ist mir völlig schleierhaft - oder dienen sie vielleicht als Bojen, damit man sich im Hyperraum nicht verirrt? Keine Ahnung - ganz typisch wie im Rest des Romans - ein paar Begriffe in die Geschichte geworfen, ein paar wissenschaftliche Andeutungen und dann wird wieder drauf gepfiffen. Auch hier wird bereits ein bisher fundamentaler Grundsatz des SCIFI-Genres in Frage gestellt. Die Frage ist nämlich, ob technische Erklärungen integraler Bestandteil von guter Sci-Fi Literartur sein müssen oder nicht. Soll die SCFI- komplett zur Fiktion verkommen und die wissenschaftlichen Erklärungen werden ab nun ignoriert und ausgelassen- Hautpsache die Figuren sind nett entwickelt und eine Geschichte wird erzählt? Ich sage schon in diesem Bereich nein, denn auch hier und jetzt auf der Erde interessieren mich grad die neuen Elektro- Speicher- und Wasserstofftechnologien. Als halbe Technikerin ist mir ist gar nix wurscht hauptsach die Karre fährt oder der Compi funzt. Ich will wissen wie, und griff und greife auch öfter zum Schraubenschlüssel weil ich die Technik dahinter erforschen will - SEHRRRR SCHLECHT FÜR DIE GEWÄHLEISTUNG BEI APPLE PRODUKTEN!!! Das Privatleben der Aliens Stattdessen fokussiert sich Frau Chambers sehr intensiv auf die Figurenentwicklung, die einzelnen Alienrassen, deren Taxonomien und biologische Eigenschaften, ihre Gebräuche, wie sie essen, wie sie Sex haben, wie sie kommunizieren, wie ihre Familienverbände strukturiert sind. Also sie zentriert den Roman auf biologische, soziologische und ethnografische Aspekte der Science Fiction. Das ist eigentlich der Punkt, wo sie wirklich frischen Wind in das Genre bringt, ohne es durch einen Tsunami völlig auf den Kopf zu stellen, der mir zudem am besten am Roman gefallen hat. Bei allen wissenschaftlichen Lücken muss gesagt sein: Dieses breite Feld, das mich seit den 80ern in der Science-Fiction umtreibt und das noch nie geklärt wurde, wird hier doch ein bisschen genauer beleuchtet und das hat der Science Fiction auf jeden Fall gefehlt. Ein Mad-Bild zum Krieg der Sterne drückt nämlich sehr deutlich aus, was ich schon immer wissen wollte, mich aber nie getraut habe zu fragen😂 Ok wie die Aliens auf die Toilette gehen, wurde nicht beschrieben, aber die private Lebensrealität von Aliens wurde sehr genau thematisiert. Wissenschaftliche Korrektheit von Analogien und Wendungen im Plot Da Becky Chambers ja eh so gut wie nie detaillierte technische Erlärungen abgibt, sondern sich nur in Andeutungen ergeht, wäre die Wahrscheinlichkeit, wissenschaftliche Fehler zu begehen eher gering, aber sebst hier schafft sie es, auf wissenschaftliche Recherche und Korrektheit zu verzichten und kapitale Schnitzer zu produzieren. Das ist sehr ärgerlich. Kann die Vermeidung von Wissenschaftlichkeit im Roman noch als lässlicher Fehler gesehen werden, so sind Analogien und Plotwendungen basierend auf uralten falsifizierten Theorien einfach ein NO-GO im Genre. Da sie sich auf biologische Aspekte der Aliens kapriziert, sollte zumindest dieses wissenschaftliche Gebäude ihrer Analogien auf dem letzten Stand der Forschung sein, aber nicht mal das schafft sie. Sie vergleicht eine zweibeinige fleischfressende KALTBLÜTLER-Echse mit einem zweibeinigen Saurier der seit dem Stand der Wissenschaft ab 2005 definitiv als WARMBLÜTLER bestätigt wurde. Außerdem wurde auch impliziert, das 2-beinige Raubsaurier keine Federn hattten. Nun könnte man ja bei der indirekten Konzeption der Figuren einwenden, dass die Figur der Echse so etwas nicht wissen kann, aber eine menschliche Spezialistin für Aliens und Aliengesetze also für Rassen und Taxonomien, die auch ständig in der Datenbank rechcheriert, zieht den Vergleich und das ist Figurenkonzeptionell total unlogisch. Ein bisschen Recherche (und mehr als 10 minuten Aufwand ist das nicht) des aktuellen Standes der Wissenschaft würde sowohl für die Autorin als auch für den SCIFI-Verlag absolut notwendig sein. Sogar in Krimis müssen die Autoren auf dem aktuellen Stand der Forensik und der Technik schreiben und demgemäß die aktuellen Entwicklungen permanent recherchieren. Mein Lesefreund Marcus hat mir dann auch am Ende noch ziemlich klar vor Augen geführt, dass der Roman auch im Plot bei der Raumfaltung bzw. beim Bewegen des Raumschiffs im Raum und in der Zeit des Universums, am wissenschaftlichen Stand von vor 2005 steckengeblieben ist. Auch hier wurden die neueren Erkenntnisse der Forschung der letzten Jahre einfach ignoriert bwz. uralte, mittlerweile falsifizierte Theorien auf den Plot angewandt. Das wäre nun bei einem Buch von 2000 gar kein Beinbruch, aber die Erstausgabe des Romans wurde 2014 verlegt und das Genre heißt SCIENCE-Fiction. Der Plot Auch im generellen Plot verstößt der Roman gegen alle Regeln des Genres. Es existiert auf 550 Seiten bis auf ein paar Ausnahmen so gut wie keine ÄKTSCHN was eigentlich doch ganz schön langweilig ist. Resumee und Fazit Drei fundamentale Regeln und Grundpfeiler des SF-Genres werden hier in diesem Roman auf den Kopf gestellt und ignoriert. - 1) Die fehlende Wissenschaftlichkeit im Roman durch Auslassung fast aller Erklärungen (die geht für mich ja noch, denn möglicherweise ist die manische technokratische Fokussierung des Plots im Genre ohnehin zu ausgeprägt, dennoch möchte ich manchmal wissen, wie etwas funktioniert und will mich nicht durch leere technische Worthülsen verwirren lassen) - 2) FAKE-Wissenschaftlichkeit durch uralte falsifizierte wissenschaftliche Theorien im Roman (für mich absolut nicht zu tolerieren denn das Genre heißt SCI-Fi und ohne Science führt es sich schon alleine in seiner Existenz ad Absurdum) - 3) kaum Action im Plot (für mich sehr langweilig) + 4) Demgegenüber steht auf der positiven Seite eine gute und intensive Figurenentwicklung die doch sehr erfrischend in das ansonsten technokratische Genre, das sich bisher wenig mit Figuren und Aliens beschäftigt hat, eingeführt wird. Am Ende meiner Bewertung wenn ich die Minuspunkte und Pluspunkte zusammenrechne, stehen 2,5 Sterne in der Bewertung eines sehr mediokren SCI-FI Romans, der einfach mit Gewalt versucht, anders und innovativ zu sein und dabei die fundamentalen Pfeiler des Genres total verloren bzw. sie bedauerlicherweise bewusst ignoriert hat.
2 Wows
komm_mit_ins_bücherwunderland
Werde Crewmitglied der Wayfarer Dieses Buch hat mich in der Buchhandlung auf Anhieb angesprochen, weil der Klappentext einfach so originell und vielversprechend klang. Kaum war ich zuhause begann ich auch mit dem lesen und habe das Buch in einem Rutsch weggelesen. Um es vorweg zu nehmen: Ja, ich fand das Buch sehr gut! Man begleitet die Marsianerin Rosemary Harper, die auf dem Raumschiff Wayfarer anheuert. Alleine schon diese Idee, dass die Protagonistin nicht von der Erde stammt, fand ich von Anfang an richtig cool! Rosemary war mir auch auf Anhieb sympathisch. Ich mochte ihre Art wirklich sehr gerne und hatte von Anfang an direkt eine gewisse Verbindung zu ihr. Schon früh lernt man im Buch viele verschiedene Individuen und Spezies kennen, denn die Crew der Wayfarer ist eine bunt gemischte Truppe aus Aliens, Menschen und so einigen anderen sehr speziellen Charakteren. Da hat die Autorin wirklich ganze Arbeit geleistet! Ich fand es richtig klasse, wie sie die einzelnen Spezies beschrieben und dargestellt hat. Es war alles so wunderbar bildlich, dass ich die Szenerien lebhaft vor Augen hatte. Mit diesen liebevollen und detailgenauen Beschreibungen konnte ich wirklich so richtig tief in die Raumschiff-Atmosphäre eintauchen! Und auch so half mir der wirklich tolle Schreibstil der Autorin dabei, mich sehr schnell im Buch und in der Welt bzw. im Weltraum zurechtzufinden! Meiner Meinung nach ist hier das Gerne Sci-Fi auf eine wirklich geniale Weise umgesetzt worden! Man lernt so viele verschiedene Charaktere kennen, die alle ihre eigenen Wesenszüge, Ängsten und Haltungen haben kennen und ist hautnah beim Leben und im Alltag der Crew mit dabei. Wichtige Themen wie Freundschaft und Vertrauen fließen dabei immer unterschwellig mit ein, sodass das Buch immer wieder auch Stellen mit einem gewissen Tiefgang hatte. Natürlich gibt es im Laufe der Geschichte auch immer wieder spannungsgeladene und actionreiche Momente, die die Geschichte so richtig mit Leben füllen und sie interessant machen! Wobei mir diese spannenden Szenen allesamt einen Tacken zu unspektakulär waren. Da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht! Mein persönliches Fazit: Ein toller Sci-Fi Roman, der durch vielseitige und wirklich originelle Charaktere und Spezies besticht! Die Actionszenen waren für mich leider ein bisschen zu unspektakulär, deswegen vergeben ich 4 von 5 Sternen für dieses Buch!
1 Wow
Die junge Marsianerin Rosemary Harper ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit als sie auf dem Tunnlerschiff Wayfarer anheuert. Sie ist für die Verwaltungsangelegenheiten verantwortlich, der Job der Crew ist immer gleich: Wurmlöcher durchs Weltall zu bohren, um Verbindungswege zwischen weit entfernten Galaxien anzulegen. Die Crewmitglieder sind entstammen alle unterschiedlichen Spezies und so sind am Anfang kleinere Problemchen vorprogrammiert, doch Rosemary lebt sich schnell ein. Dann nimmt der Captain jedoch einen ungewöhnlichen Auftrag an: Einen neuen Planeten an die Galaktische Union anzubinden. Die Rasse die dort lebt ist eine der kriegerischsten im Weltall und so kommen auf die Besatzung der Wayfarer plötzlich ganz andere Zeiten zu. Was so gut und spannungsgeladen klingt war leider genau das Gegenteil. Die Story hatte viel Potential, doch statt actionreichen Abenteuern verliert sich die Autorin in ewig langen Beschreibungen. Die verschiedenen Merkmale der einzelnen Spezies werden haarkleinerklärt und auch die Handlungen ziehen sich ins Unermessliche. Ich hatte das Gefühl bis auf die letzten 50 Seiten ist nichts passiert in dem Buch. Die Wayfarer fliegt durch's All und man erfährtviel über die Besatzungsmitglieder und deren Alltagsowie ein paar Einblicke in ihre Vergangeheit. Selbst eigentlich spannende Inhalte, wie z.B. das Geheimnis von Rosemary, werden so langweilig geschildert, dass man das Ende des Buches herbeisehnt. Auch die vielen neuen Begriffe und Namen der Spezies haben nicht gerade den Lesefluss gefördert. Leider keine Empfehlung von mir.
2 Wows

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