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Haruki Murakami

Die Ermordung des Commendatore 02

Contemporary literatureArts
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SUMMARY
Lesen Sie in >Die Ermordung des Commendatore Band 2: Eine Metapher wandelt sich< wie die Geschichte des jungen Malers weitergeht. Menshiki gibt ein zweites Bild in Auftrag: Der junge Maler soll die 13-jährige Marie porträtieren. Das Mädchen, so glaubt Menshiki, könnte seine Tochter sein. Während der Sitzungen entwickelt sich allmählich ein vertrautes Verhältnis zwischen dem Ich-Erzähler und seinem Modell. Marie ist eine aufmerksame Beobachterin, und so hat sie vieles, was sich rund um das Haus des Malers abspielt, bemerkt. Eines Tages ist Marie verschwunden. Der Ich-Erzähler ist überzeugt davon, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen ihrem Verschwinden und dem Gemälde >Die Ermordung des Commendatore<. Darüber könnte ihm allerdings nur der alte, demente Maler des Bildes Aufschluss geben. Wozu ist ein Mensch fähig, von dem er nichts ahnt und das er weit von sich weisen würde? Diese Frage stellt sich der junge Maler, als er erfährt, was er tun muss, um Marie zu finden. Wäre er bereit, einen Menschen zu töten? Die erste Auflage erhält einen blauen Farbschnitt!
AUTHOR BIO
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung im DuMont Buchverlag. Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, außerdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.

BOOK DETAILS

EDITION
© 2018
TYPE
Hardcover
ISBN
9783832198923
LANGUAGE
German
PAGES
488
KEYWORDS
1Q84, Afterdark, Aufziehvogel, Birthday Stories, Blinde Weide, Der Elefant verschwindet, Die Bäckereiüberfälle, die keine Frauen haben, Die unheimliche Bibliothek, Frosch rettet Tokyo, Gefährliche Geliebte, Gemälde, gesichtslos, Hard-boiled Wonderland, Kafka am Strand
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REVIEWS
Reviewed by Circlestones Book... and Marc Lippuner
circlestones_books_blog
lippunermarc
Circlestones Books Blog
„Eine Idee kann ohne die Anerkennung durch andere nicht existieren, speist aber diese Anerkennung zugleich durch ihre Existenz.“ (Zitat Seite 105) Inhalt: Der Maler arbeitet weiterhin am Porträt von Marie und gleichzeitig malt er ein Landschaftsbild, eine realistisch-fotografische Darstellung der Grube im Wald. Seine kreative, künstlerische Phase dauert an, er spürt, dass beide Gemälde von beeindruckender Qualität sind. Gleichzeitig beschäftigt ihn weiterhin das Bild „Die Ermordung des Commendatore“ und das Leben von Tomohiko Amada. Als er den alten Maler eines Nachts in seinem Atelier zu sehen glaubt, beschließt er, ihn zu besuchen. Da verschwindet Marie und für den Maler beginnt ein mystisches Abenteuer, das ihn in physisch und psychisch an seine Grenzen bringt … Thema und Genre: Da es sich um einen Roman in zwei Teilen handelt, ohne zeitliche Abgrenzung, ändert sich die Thematik nicht. Ein Schwerpunkt sind weiterhin die Ereignisse in Kriegszeiten und ihre Auswirkung auf den einzelnen Menschen, der sie überlebt. Es geht um Verluste von nahestehende Menschen und die unterschiedlichen Arten, damit umzugehen. Die mystische Komponente verstärkt sich im weiteren Verlauf der Handlung, einzelne Szenen erinnern an das griechische Orpheus-Mythos, welches sich jedoch auch in der japanischen Mythologie findet. Charaktere: Der Hauptprotagonist erzählt seine Geschichte weiter. Die Gespräche mit Marie, vor allem aber sein gefährliches Abenteuer nach Maries Verschwinden verändern ihn. Er beginnt, sich von der Trauer um seine Schwester zu lösen und sieht auch seine Ehe realistischer. Seine künstlerische Kreativphase, die sich beim Malen des Porträts von Marie fortsetzt, gibt ihm ein neues Selbstbewusstsein, er kann Entscheidungen treffen. Die 13-jährige Marie Akikawa besucht den Maler öfter heimlich, mit ihm spricht sie über ihre Probleme und ihr Leben, da sie ihm vertraut und er andererseits ihre Beobachtungsgabe und kluge Sicht der Dinge erkennt. Wataru Menshiki freundet sich mit Maries Tante an, bleibt jedoch bei seinem präzisen, ordentlichen Tagesablauf. Er unterstützt den Maler weiterhin und man könnte durchaus von einer Art Freundschaft zwischen diesen beiden unterschiedlichen Männern sprechen. Anders als der Hauptprotagonist will er jedoch keine Antworten wissen, sondern ihm genügt die Möglichkeit. Handlung und Schreibstil: Der Spannungsbogen des ersten Teiles steigt weiter an, um dann erzählend auszuklingen. Wobei der Autor nicht für alle Themen und Erzählstränge Lösungen anbietet, manche erklärt er, dann wieder überlässt er es dem Leser, sich mögliche Entwicklungen vorzustellen. Gerade dies macht den Roman so ungewöhnlich, aber auch packend. Für viele Ereignisse im Leben der Hauptfiguren bieten sich mehrere Erklärungen an, alle sind möglich, aber der Autor legt sich auf keine fest. Dieser zweite Band führt die Geschichte aus dem ersten Buch mit Kapitel 33 nahtlos fort und endet mit dem Kapitel 64. Auch die Erzählperspektive wechselt nicht. Die Sprache ist weiterhin großartig zu lesen, der Autor spielt mit Worten, Metaphern und Symbolik, teilweise werden Metapher sogar zu Protagonisten. Fazit: Es handelt sich hier nicht zum zwei in sich geschlossene Teile, sondern um einen Roman, der in zwei Bänden erschienen ist. Daher sollte man auch mit Band 1 zu lesen beginnen. Der zweite Teil führt die surrealen Ereignisse fort und das mystische Element steigert sich. Der Autor bietet nicht für alles Erklärungen und eindeutige Antwort an, damit muss man als Leser umgehen können. Dann wird man dieses neueste Werk von Haruki Murakami mit Begeisterung lesen und vielleicht, so wie ich, eines der Lieblingsbücher des Lesejahres 2018 gefunden haben.
Diese Anmerkungen beziehen sich auf beide Bände des Romans. Murakamis wundersame Erzählungen waren für mich - mein halbes Leben ist das her - was für andere Hermann Hesses Geschichten waren: Rätselhafte Begleiter, die einem helfen, ins Erwachsensein zu stolpern oder sich in den ersten Jahren darin zurecht zu finden. Nun, 20 Jahre später, befremden mich die schlichte Sprache, die kurzen Sätze, die Redundanz, die auch Murakamis neuem Roman zu eigen sind. Weglegen konnte ich das Buch deswegen jedoch nicht, zu mysteriös war die Geschichte, als dass ich nicht wissen wollte, wie sie weitergeht. Ein Portraitmaler findet auf dem Dachboden eines Hauses ein rätselhaftes Bild, das, als "Die Ermordung des Commendatore" betitelt, Bezug auf eine Szene aus Mozarts Oper DON GIOVANNI nimmt. Die Entdeckung des Gemäldes löst eine Kette merkwürdiger Ereignisse aus, die hin und wieder an skurrile Momente aus David Lynchs TWIN PEAKS erinnern: Figuren entsteigen dem Gemälde, Menschen verschwinden auf wundersame Weise, andere finden sich in Parallelwelten wieder und nur schwer dort wieder hinaus. Wenngleich die Malerei als Kunstform im Mittelpunkt des Romans steht, so spielen Musik, Geräusche und Stille - wie so oft bei Murakami - eine wesentliche Rolle im Roman. Über den Titel hinweg hört der Protagonist, während er arbeitet, Schallplatten mit klassischer Musik, während er Auto fährt, Jazz- und Popklassiker, ein Glockenspiel leitet die mysteriösen Vorgänge ein, absolute Stille beendet sie. Nichts davon kann zufällig sein, möchte man glauben, leider lässt sich vieles nicht entschlüsseln. Mich ließ der Roman daher, und auch seines überraschend unspektakulären Endes wegen, ziemlich ratlos und ziemlich enttäuscht zurück.

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