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Die Klavierspielerin
Elfriede Jelinek

Die Klavierspielerin

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rororo Taschenbücher
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SUMMARY
«Eine literarische Glanzleistung.» (Süddeutsche Zeitung) Von ihrer Mutter wurde sie unerbittlich zur Pianistin gedrillt. Und nun findet die Klavierlehrerin Erika Kohut nicht mehr aus der Isolation heraus. Unfähig, sich auf das Leben einzulassen, wird sie zur Voyeurin. Als einer ihrer Schüler ein Liebesverhältnis mit ihr anstrebt, erkennt sie, dass sie nur noch im Leiden und in der Bestrafung Lust empfindet. «Die Klavierspielerin» brachte Elfriede Jelinek den endgültigen Durchbruch. Michael Hanekes Verfilmung triumphierte auf dem Filmfestival 2001 in Cannes: Grand Prix der Jury und Darstellerpreise für Isabelle Huppert und Benoît Magimel. Die Autorin wurde für ihr Werk im Jahr 2004 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
AUTHOR BIO
Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.

BOOK DETAILS

EDITION
01.01.1997
TYPE
Paperback
ISBN
9783499158124
LANGUAGE
German
PAGES
288
KEYWORDS
Liebesverhältnis, Nobelpreis für Literatur, Voyeurismus, Mutter-Tochter Beziehung, Isolation, Klavier
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REVIEWS
Reviewed by bines_brimborium
bines_brimborium
bines_brimborium
Hm, ich finde es schwer, dieses Buch zu bewerten... Es hat mich mehr gefesselt, als ich zunächst vermutet hätte, gerade weil die Themen, die Jelinek in diesem Roman anspricht gleichzeitig so bizarr wie alltäglich sind. Eine Frau, die von der Mutter, der Kunst und den Männern unterdrückt wird und nur noch durch Schmerz und Gewalt (die sie zum Teil auch selbst ausübt) Lust empfinden kann. An sich eine interessante Geschichte, doch hatte ich nach der Lektüre nicht wirklich das Gefühl, eine Erkenntnis erlangt zu haben. Nachhaltig hatte das Buch keine Wirkung auf mich. Es war ganz interessant, die kranken Charaktere bei ihren verqueren Handlungen zu beobachten. Doch hat man die Charaktere und das pessimistische Weltbild der Autorin einmal durchschaut, überrascht einen in dem Buch nichts mehr und am Ende fühlt man sich eher angeödet als inspiriert oder unterhalten. Jelineks oft so hochgelobte musikalische Sprache trägt nur zu diesem Eindruck bei. Anfangs ganz interessant, ihre Metaphern und Wortspiele zu analysieren. Doch irgendwann gelangt man an einen Punkt, an dem man sie durchschaut hat (vor allem, dass die Metaphern teilweise keinen Sinn ergeben) und dann ist man von den immer gleichen sprachlichen Spielchen, mit denen man immer wieder bombardiert wird, nur noch genervt. Es ist einfach zu viel des Guten. Dann doch lieber Klasse statt Masse. Wenn ich das Buch in einem Wort zusammenfassen müsste: provozierend. Nicht umsonst sind die beiden Stellen, die am längsten und ausführlichsten beschrieben werden, Erikas masochistische sexuelle Vorlieben und Fetische sowie ihre brutale Vergewaltigung. Hier wird betont das Hässliche, Skanalöse, Provozierende in den Vordergrund gestellt und gleichzeitig Sexualität als etwas Böses hingestellt. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen... Also halte ich mal 3,5 fest. Es ist immerhin eine außergewöhnliche Geschichte mit einer außergewöhnlichen Sprache. Beides verliert aber schnell seinen Reiz... Nobelpreiswürdig ist das in meinen Augen nicht. Nun ja.
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