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SUMMARY
Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht." - Als am Ende vom "Report der Magd" die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds "Report" zuschlug, blieb ihr Schicksal für uns Leser ungewiss. Was erwartete sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Das Warten hat ein Ende! Mit "Die Zeuginnen" nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead. "Liebe Leserinnen und Leser, die Inspiration zu diesem Buch war all das, was Sie mich zum Staat Gilead und seine Beschaffenheit gefragt haben. Naja, fast jedenfalls.Die andere Inspirationsquelle ist die Welt, in der wir leben.
AUTHOR BIO
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, lebt in Toronto und gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Sie wurde u.a. mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Monika Baark, 1968 in Tel Aviv geboren, studierte Anglistik und Kunstgeschichte. Sie lebt in Berlin und übersetzt u.a. Jeanette Winterson, Amity Gaige und Miriam Toews.
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REVIEWS
Reviewed by _bookish_cat_, Hortensia13 and 3 others
bookish_cat_
veronika1
emswashed
helga
ninaha94
Die Geschichte spielt nach Dem Report der Magd und wird von drei Frauen erzählt. Tante Lydia berichtet von ihrem Leben als Tante, wie sie ihre Macht nutzt und wie sie überhaupt "Tante" wurde (denn das hat in Gilead überhaupt nichts mit Verwandtschaftsverhältnissen zu tun). Agnes ist in Gilead aufgewachsen und soll zur Ehefrau ausgebildet werden und Daisy lebt in Kanada, und muss plötzlich erfahren, dass sie mehr mit Gilead verbindet, als sie ahnt. . Die Geschichte ist nicht schön, sondern voller Intrigen und Geheimnisse, die Brutalität des Staates Gilead hat mich oft sehr erschreckt.. Aber es ist interessant zu lesen, wie es nach Teil eins weiter geht! Es gibt eine kleine Verbindung zum ersten Teil, welche aber erst deutlich zum Ende hin aufgedeckt wird. Der Schreibstil lasst einen immer weiter lesen wollen und wir waren echt fix, haben zum Teil sogar fast 100 Seiten an manchen Tagen gelesen 🤭 Die letzten Kapitel haben mir persönlich nicht so gut gefallen, aber der Hintergedanke war schon gut. Alles in allem ⭐⭐⭐ von mir, denn irgendwie hat dennoch was gefehlt.
1 Wow
Hortensia13
Anhand von drei Zeuginnen geht die Geschichte in Gilead weiter. Wie gestaltet sich das Leben in diesem totalitärem Staat? Wie können Frauen ihr Leben gestaltet, ohne irgendein Mitspracherecht daran? Viele Details werden nach dem "Report der Magd" enthüllt. Ich war nach dem Bestseller "Der Report der Magd" neugierig, was es noch mehr von der Welt der Mägde zu erfahren gibt. Die Autorin versucht hier das Leben vor und während der Zeit der Protagonistin des ersten Buches zu beleuchten. Leider fand ich das Hin- und Hergewechsel zwischen den Zeuginnenberichten der hier drei Hauptprotagonistinnen anstrengend. Es dauerte immer einige Augenblicke bis ich wusste, wer gerade was erzählt, da dies sehr subtil mit Symbolen gekennzeichnet ist. Erst ab der Hälfte fing langsam alles Sinn zu haben, da man Verknüpfungen (auch zum Vorgängerbuch) machen konnte. So wurde die Geschichte endlich zu einem grossen Ganzen, was mich deutlich mehr zusprach. Aber wegen der Personenkonfusion gibt es von mir 3 Sterne.
1 Wow
Liebe Atwood-Fan-Gemeinde, liebe Dystopie-Anhänger! Lasst mich heute ein wenig bös mit euch sein, glaubt mir, es trifft auch mich! Ich schätze euch für euren Spürsinn für gute Literatur und bewundere eure Standhaftigkeit über viele Jahre hinweg. Darf ich aber der Aussage der Person eurer Aufmerksamkeit glauben schenken, so ward ihr es, die sie mit Fragen bedrängt, mit Vorschlägen überschüttet und letztendlich zur Fortsetzung von "Der Report der Magd" genötigt habt. Euer Anliegen hatte durchaus seine Berechtigung, schließlich wollen wir alle einen akzeptablen Abschluss, einen Hoffnungsschimmer, dass alles gut wird. Auch Frau Atwood musste sich viele Jahre mit dem Gedanken rumschlagen, dass nicht jeder gewillt ist, seinen eigenen kleinen Plot im Kopf zu konstruieren und auch dort zu behalten. So begab sie sich an die schwere Aufgabe, einen Weltbestseller nach 35 Jahren auf den neuesten Stand zu bringen, die Fäden in die Hand zu nehmen und vielleicht ein Bild zu knüpfen, welches nicht gänzlich auf ihrem eigenen Mist gewachsen, welches nicht wieder und wieder in ihrem genialen Hirn durchgekaut worden ist und schätzungsweise mit zuviel Erwartungs- und Zeitdruck unfertig das Licht der Welt erblickte. Denn anders kann ich mir insbesondere die zweite Hälfte von "Die Zeuginnen" nicht erklären. Natürlich überzeugt die großartige Schriftstellerin auch in diesem Buch mit ihrer Stilsicherheit, die den Fortgang der Geschichte in Form von Zeugenaussagen, celebriert. Wird dem Leser doch sofort klar, wenn es Zeugen gibt, gibt es auch Richter, die eine Tat verurteilen. Geschickt lässt Atwood diesesmal die Tanten in den Vordergrund treten, die beim Vorgänger noch fast ausnahmslos die undurchdringliche Wand hin zur Gerechtigkeit darstellten und jetzt mit mehr Fascetten auftreten durften. Auch wird noch einmal klar und deutlich die Perfidität des Gottesstaates resümiert, aber auch erste Lücken und Brüche in der Ausweglosigkeit. Das Zusammenspiel der Apostaten Gileads und der kanadischen Fluchthelfer war auch durchaus glaubhaft und raffiniert. Nur das Endspiel mit der kleinen Nicole, die erst nicht wusste, wer sie war, dann aber doch gleich sogar ein Geschwist bekommt und dann der Oberhammer, wie Becky in einem Nebenabsatz den Abgang macht, nachdem sie eine wichtige Figur im Fluchtplan war.... das war nicht atwood-like!! Das wirkte auf mich befremdlich, das hat mich stark irritiert. Eine actionreiche Flucht, in der alles in letzter Sekunde fluppt und Mädchen zu Kampfmaschinen werden, da fehlte mir die Ruhe und Gelassenheit einer Frau, die mich immer gut und sicher durch ihre Geschichten geführt hat. Trotzdem bin ich dankbar für dieses Buch, dankbar, dass Atwood noch lebt und uns weiterhin mit ihrer Lebensweisheit beglückt. Alles Rumgemeckere von mir, schreibe ich dem bösen, bösen Literaturbetrieb zu und lässt mich weiterhin ein Fan bleiben. Die Zeuginnen sind trotz allem lesenswert, doch sollte man den Report der Magd kennen (sonst fehlt die Genugtuung, der Balsam auf der Feministenseele).
Wow
Am Ende von "Der Report der Magd" bleibt offen, was mit Desfred passiert. Für mich eines der frustrierendsten Buchenden überhaupt. Zum Glück habe ich den ersten Band jedoch erst vor einigen Wochen gelesen und nicht, wie andere, schon vor Jahren oder Jahrzehnten. Nach fast 35 Jahren kommt nun mit "Die Zeuginnen" der Folgeband heraus. Darin berichten in verschiedenen Dokumenten drei verschiedene Frauen von zentralen Ereignissen in Gilead. Eine davon ist Tante Lydia, die schon im ersten Band eine wesentliche Rolle spielte und als Unterstützerin zum System beiträgt. Die zweite ist Agnes, Tochter aus einer Kommandantenfamilie, die auf die Schule für höhere Töchter geht um für die Ehe vorbereitet zu werden und die bislang nichts anderes kennt als die Unterdrückung der Frau. Und die dritte schließlich ist die 16-jährige Daisy, die im benachbarten Kanada aufwächst und die Zustände aus Gilead aus dem Schulunterricht kennt. Was die drei über Gilead zu erzählen haben, erfahren wir aus historischen Dokumenten, die wie schon im ersten Band, auf einem wissenschaftlichen Symposium besprochen und interpretiert werden. Dieses abschließende Symposium im Nachwort beantwortet noch viele der offenen Fragen. Auch die Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet. Ob sich Atwood mit diesem zweiten Band einen Gefallen getan hat, kann man diskutieren. Immerhin hat er ihr bereits den Booker Prize eingebracht. Die aktuelle Weltlage und vor allem der aktuelle amerikanische Präsident seien eine treibende Motivation gewesen. Das kann man sich angesichts der Thematik und vieler deutlicher Parallelen bereits im ersten Band sehr gut vorstellen. Ein wenig wirkt das Buch aber auch, als ob es sich sehr an den Wünschen der Lesenden orientiert. Es ist actionreicher als der Vorgänger, spannender und geht eher in Richtung Spionageroman. Dafür sind die Verwicklungen weniger komplex und viele Handlungsstränge laufen zusammen, was die Geschichte etwas unglaubwürdig und die Verbindungen etwas erzwungen wirken lässt. Und dafür, dass Gilead eine von Männern dominierte Welt ist, bleiben die männlichen Figuren stark im Hintergrund und vergleichsweise blass. Dennoch hat mich der Roman unterhalten und gleichzeitig den Stoff zum Nachdenken aufgefrischt, wenn auch nichts Neues geliefert. Angenehmerweise hat dieser Band auch das Ende des Vorgängers aufgelöst. Mich konnte das Buch durch die Spannung gut fesseln, durch die Gegebenheiten empören und letztlich durch sein positives Ende einen Hoffnungsschimmer wecken. Ich fand es auf jeden Fall lesenswert und durch das Erscheinen dieses Bandes bin ich überhaupt erst auch auf den ersten Band aufmerksam geworden. Nun werde ich sicherlich noch andere Bücher der Autorin lesen.
Wow
Die Zeuginnen von Margaret Atwood ist die Fortsetzung ihres Romans Der Report der Magd, und ist 35 nach dem Vorgängerroman erschienen. Ich habe mich wirklich gefragt, ob es eine Fortsetzung von Der Report der Magd braucht, und war eigentlich schon der Meinung, dass Die Zeuginnen mich einfach nur enttäuschen kann. Tja, so sehr kann man sich täuschen. Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern regelrecht verschlungen! Die Zeuginnen kann man einfach nur als Pageturner beschreiben. Sobald man einmal angefangen hat, kann man einfach nicht mehr aufhören, es zu lesen. In Der Report der Magd lernte man nur ein Gesicht von Gilead kennen, in Die Zeuginnen nun lernt man viele Gesichter kennen, und blickt in die Abgründe des gescheiterten Reichs. Die Geschichte fesselt von Anfang an, und auch den Schreibstil fand ich sehr gelungen. Vielleicht ein klein bisschen weniger raffiniert als in Der Report der Magd, aber das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen. Insgesamt ist Die Zeuginnen meiner Meinung nach ein Meisterwerk, das jeder gelesen haben sollte!
Wow
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