Jürgen Jankofsky

Ein Montag im Oktober

YouthLanguagesHistorical novel
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SUMMARY
Die zwölfjährige Katrin soll mit ihrer Klasse etwas über ein Denkmal herausfinden, das an Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert. Dabei muss sie erfahren, dass Geschichte nicht nur etwas Langweiliges ist, das in Schulbüchern steht, sondern auch Familiengeschichte sein kein, Geschichte, die schmerzt. Nur zögerlich nämlich gibt Katrins Großvater zu, den sie sehr mag und der auch immer fürsorglich für sie da ist, dass er in jener Zeit Dinge getan hat, für die er sich heute noch schämt. LESEPROBE: Über Nacht hatte es geschneit in Hohenried. Über Nacht hatte es so geschneit in Hohenried, als wolle der Winter mit Macht ein letztes Mal seine Kraft zeigen. Wie im Traum hatte Katrin gegen Morgen ein Klingeln gehört. Großvater war brummend zur Tür geschlurft. Leise Stimmen im Hausflur, eine wie die des glatzköpfigen Fahrers. Dann Gurgeln im Bad, hastiges Sachenüberstreifen, Hosentragerflappen. Leise klappte die Wohnungs-, dann die Haus-, dann eine Autotür. Ein Barkas wurde gestartet und entfernte sich aufheulend den Krankenhausberg hinauf. Wie immer wurde Katrin gegen sechs von allein wach. Kaum kuschelte sie sich schlaftrunken noch einmal ins Bett, schepperte ein Wecker los. Katrin schreckte hoch. Ein Wecker? Was für ein ungewohnt lautes Erwachen. Katrin fröstelte. Auf dem Küchentisch fand sich ein Zettel: Musste nachts weg. Habe Bereitschaft. Mach Dir bitte selbst Frühstück! Sei lieb! Opa Katrin zerknüllte den Zettel, wie sie gestern das herausgefetzte Aktenpapier geknüllt hatte. Nein! Gestern hatten ihre Hände auch schützen wollen, heute schienen sie allein sprachloser Wut nachzugeben. Der zerknüllte Zettel landete im Mülleimer. Katrin schlich ins Bad. All ihre Bewegungen schienen frostträge. Gerade noch schaffte sie es, sich zu waschen und anzuziehen. An Frühstück war nicht mehr zu denken. Nur schnell einen Keks. Schon musste sie los. Vor der Haustür wäre sie fast mit dem Nachbarn, Herr Gutjahr, zusammengestoßen, der hektisch Schnee schob. "Da denkt man nun, es wird Frühling!", schimpfte Herr Gutjahr. Wortlos stapfte Katrin vorbei. Aber sie lief nicht zur Schule. Sie lief zum Busbahnhof. Heute sollte ihre Klasse Wandertag haben. Besuch der Patenbrigade, hatte Frau Überall, die Klassenlehrerin, verkündet.
BOOK DETAILS
EDITION
© 2011
TYPE
eBook
ISBN
9783863941161
LANGUAGE
German
PAGES
156
KEYWORDS
2. Weltkrieg, Elternlos, Faschismus, Geschichte, Großvater, Kriegsgefangenenlager
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