mojoreads
Community
GIER - Wie weit würdest du gehen?
Marc Elsberg

GIER - Wie weit würdest du gehen?

Thriller
!
4/5
7 Ratings
!
Want to Read
!
Reading
!
Read
!
INFO
!
MOJOS
!
REVIEWS
SUMMARY
Wenn Fiktion zur Realität wird, dann macht Marc Elsberg einen Bestseller daraus! Nach BLACKOUT, ZERO und HELIX der neue Thriller zu einem explosiven Thema. »Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger - die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden. >
AUTHOR BIO
No Bio Available

BOOK DETAILS

EDITION
25.02.2019
TYPE
Hardcover
ISBN
9783764506322
LANGUAGE
German
PAGES
448
KEYWORDS
Wirtschaftsthriller, Lobby, Thriller deutsch, Frank Schätzing, Politthriller, Wirtschaft, bestseller bücher, Bad Banks, Spannung für Männer, Wirecard, Gewinn
MOJOS
!
Does this book have mojo?
Let others know why they should read it!
REVIEWS
Reviewed by Harakiri, lichterregen and 3 others
harakiri
lichterregen
peanut
seehase1977
evabenedikt
Die Welt vor einer neuen Wirtschaftskrise, Berlin in Aufruhr. Und mittendrin ein Mord, den Jan Wutte beobachtet und nun von den Tätern verfolgt wird. Zum Glück bekommt er Hilfe, denn Jan ist nicht gerade ein „Käpsele“, doch er trifft die richtigen Leute und legt den Finger in die Wunde. Doch dadurch zieht er sich immer größeren Zorn seiner Gegner auf sich und eine rasante Verfolgungsjagd beginnt. Der Roman begann mit einem interessanten Prolog, der mich dazu verleitete an eine Dystopie zu glauben. .Doch der Hauptteil spielt im Berlin in der Jetzt-Zeit, sogar ganz aktuelle Ereignisse flicht Elsberg mit in seine Handlung ein, so dass es scheint, als habe er das Buch gerade erst vollendet. Die Story an sich ist rasant, aber nicht atemberaubend. Hier hat mir zu oft der Kollege Zufalle in die Hände gespielt und mir fehlte einfach was. Zudem klang einiges konstruiert, unglaubwürdig oder wurde nicht beendet: so beschließen die Jäger, dass sie Jan eine Falle stellen. Ende des Kapitels – und im nächsten wird davon gar nichts mehr erwähnt! Dem beschriebenen Szenario konnte ich auch nur bedingt folgen. Die Bauernfabel fand ich jedoch schlüssig und nachvollziehbar, sowie total interessant. Ebenso faszinierend war die Spielwette zu Anfang des Buches. Stellenweise war das Buch aber eine Abhandlung eines halben BWL-Studiums, das ich nur teilweise noch verstand. Auch der Grundgedanke, warum es zu einer erneuten – und viel größeren Krise als 2008 kommen sollte – erschloss sich mir nicht. Schade auch, dass am Ende nicht mehr aufgeklärt wurde, was aus Jan und Kim wurde. Und die Sprache fand ich teilweise auch etwas – nun ja: S 158, Auftritt Kim. " Kim Jan „Schluck“. " Das ist Comicniveau und hat mich das halbe Buch beschäftigt und aufgeregt. Fazit: So ganz überzeugen konnte mich der Roman leider nicht. Er hatte Hoch- und Tiefpunkte, die recht ausgewogen waren, darum gibt es von mir die 3 Sterne.
Wow
lichterregen
Meine Rezension ist eine Zusammensetzung aus meinen Leseeindrückten während einer Leserunde. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Lovelybooks und den Blanvalet-Verlag für dieses Rezessionsexemplar. Meine Meinung wurde von niemandem extern beeinflusst. Wie seine anderen Bücher sind die Kapitel in „Gier“ kurz und knackig. Am Anfang ist’s immer etwas schwierig sich zurechtzufinden, aus welcher Perspektive erzählt wird und was diese jetzt mit dem Inhalt zu tun hat. Aber da ich in Ruhe gelesen habe, ging es recht gut. Jan, der gute Samariter, ist mir schon mal sympathisch und ich kann seine Handlungen verstehen. Fitzroy ist ein sehr interessanter Charakter, das Spiel beim Kennenlernen werden wir bei Zeiten mal Freunden vorführen :D Dass es so eskaliert, damit hätte ich nicht gerechnet. Marc Elsberg schafft es immer wieder, mich zu verwirren. Was hat es nur mit den Bauern auf sich? Dass diese irgendwas mit der Rede von Thompson zu tun haben dürfte klar sein. Nur was hat es mit „Wohlstand für alle“ zu tun? Ich kann die Erklärung vom Autor dafür kaum erwarten, wirtschaftliche Modelle sind manchmal wirklich interessant. Die Szene mit der Omi soll bestimmt zeigen, dass wir von Älteren profitieren können und ihnen zuhören müssen, wobei ich die Szene etwas surreal fand. Mir gefallen die Skizzen und Erklärungen extrem gut, sie veranschaulichen alles richtig gut und die Rolle von Jan, der mit der ganzen Thematik nichts am Hut hat, macht alles viel authentischer. Natürlich ist das Buch bei den Themen vereinfacht und ich hoffe, dass wir nicht so leicht in eine solche Krise gelangen, aber es bringt schon ein mulmiges Gefühl mit sich. Wirtschaftliche Modelle klingen immer so einfach und toll, leider hapert es an der Umsetzung. Jemand der viel hat gibt ungern anderen etwas ab. Wenn es schlecht läuft, hat er am Ende weniger. Die meisten sind nun mal Egoisten. Und manche tun alles, damit ihnen nichts weggenommen wird. Allerdings braucht man Modelle um Konzepte zu schaffen. Das Buch ist toll, es wird alles super anschaulich erklärt. Es scheint mir zu naheliegend, dass Ted die Infos (wissentlich) weitergibt. Mit nähernden Ende überschlagen sich die Ereignisse und der Spannungsbogen ist riesig. Fazit: Eigentlich ist die Message des Buches so einfach und dennoch nicht so leicht zu fassen. Der Mensch steht sich einfach selbst im Weg, vor allem diejenigen, die Angst haben ihr Vermögen zu verlieren. Ein kleines bisschen hat mich das Ende enttäuscht, so ein „und das wars jetzt einfach?“ Gefühl. Wobei es ja nicht schlecht ist, dass das Ende offen ist. Eigentlich weiß man was zu tun ist, jetzt muss es getan werden. Das Buch hat viel Diskussionspotential und ich hoffe, dass es viele Menschen erreichen und zum nachdenken anregen wird. Und bei der Aufarbeitung der Materie kann kaum einer sagen, dass es zu kompliziert ist, um sich damit zu befassen. Also extrem lesenswert. Wie seine anderen Bücher sind die Kapitel in „Gier“ kurz und knackig. Am Anfang ist’s immer etwas schwierig sich zurechtzufinden, aus welcher Perspektive erzählt wird und was diese jetzt mit dem Inhalt zu tun hat. Aber da ich in Ruhe gelesen habe, ging es recht gut. Jan, der gute Samariter, ist mir schon mal sympathisch und ich kann seine Handlungen verstehen. Fitzroy ist ein sehr interessanter Charakter, das Spiel beim Kennenlernen werden wir bei Zeiten mal Freunden vorführen :D Dass es so eskaliert, damit hätte ich nicht gerechnet. Marc Elsberg schafft es immer wieder, mich zu verwirren. Was hat es nur mit den Bauern auf sich? Dass diese irgendwas mit der Rede von Thompson zu tun haben dürfte klar sein. Nur was hat es mit „Wohlstand für alle“ zu tun? Ich kann die Erklärung vom Autor dafür kaum erwarten, wirtschaftliche Modelle sind manchmal wirklich interessant. Die Szene mit der Omi soll bestimmt zeigen, dass wir von Älteren profitieren können und ihnen zuhören müssen, wobei ich die Szene etwas surreal fand. Mir gefallen die Skizzen und Erklärungen extrem gut, sie veranschaulichen alles richtig gut und die Rolle von Jan, der mit der ganzen Thematik nichts am Hut hat, macht alles viel authentischer. Natürlich ist das Buch bei den Themen vereinfacht und ich hoffe, dass wir nicht so leicht in eine solche Krise gelangen, aber es bringt schon ein mulmiges Gefühl mit sich. Wirtschaftliche Modelle klingen immer so einfach und toll, leider hapert es an der Umsetzung. Jemand der viel hat gibt ungern anderen etwas ab. Wenn es schlecht läuft, hat er am Ende weniger. Die meisten sind nun mal Egoisten. Und manche tun alles, damit ihnen nichts weggenommen wird. Allerdings braucht man Modelle um Konzepte zu schaffen. Das Buch ist toll, es wird alles super anschaulich erklärt. Es scheint mir zu naheliegend, dass Ted die Infos (wissentlich) weitergibt. Mit nähernden Ende überschlagen sich die Ereignisse und der Spannungsbogen ist riesig. Fazit: Eigentlich ist die Message des Buches so einfach und dennoch nicht so leicht zu fassen. Der Mensch steht sich einfach selbst im Weg, vor allem diejenigen, die Angst haben ihr Vermögen zu verlieren. Ein kleines bisschen hat mich das Ende enttäuscht, so ein „und das wars jetzt einfach?“ Gefühl. Wobei es ja nicht schlecht ist, dass das Ende offen ist. Eigentlich weiß man was zu tun ist, jetzt muss es getan werden. Das Buch hat viel Diskussionspotential und ich hoffe, dass es viele Menschen erreichen und zum nachdenken anregen wird. Und bei der Aufarbeitung der Materie kann kaum einer sagen, dass es zu kompliziert ist, um sich damit zu befassen. Also extrem lesenswert.
Wow
Die verschiedenen Theorien werden leicht verständlich anhand von Beispielen und Zeichnungen erklärt. Sie finden oft direkt Anwendung in der Story und so wird eine Theorie anhand von einem Glücksspiel erläutert. Oft liegt der Fokus auf eben solchen Theorien, weshalb ein Interesse an der Wirtschaft durchaus von Nutzen sein kann. Die Charaktere sind grundverschieden, was oft für Spannung sorgt. Hier treffen viele Klischees aufeinander, was ich sehr schade finde. Es gibt sowohl sehr reiche als auch den Pfleger Jan, der gerne etwas mehr verdienen würde. Zudem zweifelt er auch daran, dass man auf legalem Wege reich werden kann. Jedoch bleiben die Charaktere bis zum Schluss eher blass, da die Handlung an sich im Vordergrund bzw. Fokus steht. Der Handlungsverlauf ist recht rasant und spiegelt sich auch oft in den kurzen, abgehakten Sätzen und Kapiteln wider. Der Schreibstil ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, aber er ist trotzdem angenehm flüssig zu lesen. Es gibt viele Längen bedingt durch die unendlich vielen Verfolgungsjagden und Theorien. Hier fand ich es teilweise total verwirrend, dass die Verfolger Jan quasi immer direkt gefunden haben. In einer Millionenstadt wie Berlin klingt das total abwegig. Und wenn die Protagonisten mal nicht auf der Flucht waren wurden verschiedene Theorien erklärt. Die ständigen Perspektivwechsel haben auch nicht gerade dazu beigetragen den Überblick zu behalten. Was mich mit Abstand am meisten gestört hat ist die ständige Erklärung der Theorie. Es ist zwar schön dargestellt und erklärt anhand von Zeichnungen, aber ab einem gewissen Punkt ist der Fokus zu sehr auf dieser Theorie. Vor allem das Ende wird dadurch zu einer einzigen Geduldsprobe finde ich, da die ständigen Erläuterungen zu sehr vom eigentlichen Geschehen ablenken. Fazit: Um ehrlich zu sein fällt es mir wirklich schwer das Buch zu bewerten. Das Thema ist aktuell, denn es befasst sich mit der derzeitigen Wirtschaft und wieso diese nicht für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Mir hatten die Bücher "Helix" und "Zero" von Marc Elsberg jedoch um Welten besser gefallen. Das gewählte Thema ist jetzt nicht schlecht, aber die Ganze resultierende Verfolgungsjagd erscheint mir zu aufgebauscht. Es gibt so viele kontrovers diskutierte Theorien und warum sollte dann ausgerechnet so eine Theorie zu einem Mord in Deutschland führen? Und es wurde nie so ganz erläutert warum die Wirtschaft in Europa am zusammen brechen ist. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Wirtschaftsthriller und das merkt man beim Lesen auch. Ich habe bisher schon einige Wirtschaftsthriller gelesen und in diesen wurde sich nie so ausführlich mit der Thematik "Wirtschaft" auseinandergesetzt. Dadurch ging der Thrillerteil leider etwas unter und man vergisst leicht, dass die Protagonisten eigentlich auf der Flucht sind.
Wow
Ökonomie-Thriller mit realistischer Idee - zäh und wenig spannungsreich umgesetzt Drohende Massenarbeitslosigkeit, Hunger und drohende Sparpakete treiben die Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße. Sie demonstrieren gegen die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und ganze Staaten in den Bankrott treibt. Nur wenige Reiche profitieren davon. Der namhafte Nobelpreisträger Herbert Thomson hat eine vermeintliche Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Diese will er auf einem Sondergipfel in Berlin vorstellen. Doch zu Thomsons Rede kommt es nicht. Er und sein Assistent sterben bei einem mutmaßlichen Autounfall. Doch es gibt einen Zeugen. Jan Wutte weiß, wie die Menschen in dem Auto gestorben sind. Der junge Mann ist alsbald nicht nur auf der Flucht vor der Polizei, auch die wahren Mörder haben ihn im Visier. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Berlin beginnt… Meine Meinung: Marc Elsberg hat mit seinen Romanen Blackout, Zero und Helix erfolgreiche Bestseller geschrieben. Die Messlatte für seinen neuesten Wissenschafts-Roman war also hoch. Gelingt es dem Autor erneut, Fiktion und Realität so ineinander fließen zu lassen, dass man einen spannungsgeladenen und interessanten Roman in den Händen hält, den man kaum zur Seite legen mag? Aus meiner Sicht ist das Elsberg mit seinem neuesten Werk "Gier", wenn man das Gesamtpaket betrachtet, nicht gelungen. Die ersten Seiten des Buches haben mir gut gefallen. Marc Elsberg schreibt gewohnt flüssig und bildhaft und die Story beginnt spannend, mysteriös und sehr temporeich. Der fragwürdige Unfall, der Zeuge, der des Mordes verdächtigt wird und nicht nur von der Polizei sondern auch von Männern verfolgt wird, die ihn beseitigen wollen. Warum? Was ist ihr Ziel, wer ihr eventueller Auftraggeber? Ein interessantes Setting, Demonstrationen, ein Sondergipfel und das alles im lebendigen Berlin. Doch nach und nach befällt mich eine gewisse Ratlosigkeit. Zwar werden allerhand wissenschaftliche Ausführungen erläutert und das Thema Wohlstand und dessen gerechte Verteilung ausführlich erklärt und berechnet und doch stieg ab einem gewissen Zeitpunkt mein Kopf aus. Mathematik war nie meine Stärke und das ständige Herumrechnen, Verteilen und Erklären war mir irgendwann zu viel. Auch die Flucht von Jan und Co. die anfangs noch spannend und aufregend erschien, war für mich nach einiger Zeit nicht mehr nachvollziehbar und stellenweise wirklich unglaubwürdig. Beim Lesen stellt sich ständig die Frage nach dem eigentlichen Ziel der Story. Fragen, die mich trotz Klarstellung am Ende nicht befriedigt zurücklassen. Da hat mir die Umsetzung bei Blackout oder Helix bei Weitem besser gefallen, die dort behandelten Plots konnten mich anders erreichen und wurden meiner Meinung nach einfach besser realisiert. Leider konnten mich auch die Protagonisten nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere sind wenig tiefgründig und schwimmen eher an der Oberfläche, bleiben blass und nicht greifbar. Jan Wutte, der Zeuge und Hauptprotagonist hat mich zudem mit seinem Jammern über alles und jeden doch mit der Zeit leicht genervt. Mein Fazit: Schade, dass Marc Elsberg mit "Gier" nicht an seine anderen Romane anknüpfen konnte. Auch wenn die Idee, die hier thematisiert wird, durchaus die Zukunft von morgen sein kann, konnte mich die Story dennoch nicht wirklich erreichen. Die Spannung, die das Buch anfangs verspricht, flaut relativ schnell ab, es folgen trockene wissenschaftliche Ausführungen und Berechnungen und eine Verfolgungsjagd, die irgendwann in die Abstrusität rutscht. Ein solider Wirtschaftskrimi, der mich allerdings enttäuscht zurück lässt.
Wow
relevant-books.blog
Ich habe den Hörbuchdownload vom Bloggerportal erhalten. Dieses wird von Dietmar Wunder gelesen. Ich mag das Cover, kann gar nicht sagen warum. Es ist schlicht aber eindrucksvoll. Was es mit dem Buch an sich zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Die ersten paar Kapitel musste ich mich sortieren, weil die Geschehnisse einen ziemlich überrollen. Die Schauplätze und Personen wechseln häufiger zu Beginn, aber sobald man sich reingefuchst hat, funktioniert es hervorragend. Der Erzählstil ist knackig, forsch und dennoch nicht zu kompliziert. Wissenschaftliche Hintergründe werden so gestreut, dass man sich als Laie auch wohl dabei fühlt und Zusammenhänge begreift, ohne sich belehrt zu fühlen. Find ich sehr spannend. Die bildhafte Sprache vereinfacht vieles, zumindest, wenn man, wie ich, ein Kopfkino laufen hat. Jan stolpert als Ersthelfer in einen Autounfall am Rande eines Sondergipfels in Berlin. Hunderschaften von Polizisten sollen die Demonstranten in Schach halten und keiner hat Zeit für diese kleine Tragödie am Rande. Eines der Unfallopfer kann Jan noch Wortfetzen oder gar Namen zuraunen. „Fitz-Roy Piel“, „Chantal“, aber was macht man damit? Nachdem Jan von der Polizei auch noch verdächtigt wird schuld an dem Chaos am Straßenrand zu sein, muss er die Flucht ergreifen. Da er mit kleineren Delikten bereits aufgefallen ist, scheint er das perfekte Bauernopfer zu sein. Da man heutzutage alles googeln kann, versucht Jan selbst sein Glück und möchte herausfinden, was er da gesagt bekommen hat. In einer Kneipe findet er Fitz-Roy und eine wilde Jagd durch die Hauptstadt beginnt. Ständig ist den beiden jemand auf den Fersen. Entweder die Polizei oder diese Wirtschaftsganoven, die für den Autounfall verantwortlich scheinen. Fitz-Roy ist Spieler und kennt sich im Bereich Marktwirtschaft erstaunlich gut aus. Er ist kein Spieler aus der Lust des Spielens oder Wettens, sondern weil er Spaß an Mathematik und diversen Theorien hat. Gemeinsam finden Jan und er Spuren, die zur geplanten Rede des Nobelpreisträgers Herbert Thompson gehören. Das ganze scheint sehr brisant. Kann man der Welt erklären, dass Wohlstand für alle möglich ist? Und wenn ja wie soll das gehen? Als sie dann noch auf eine Dame treffen, deren Name zu einem verwaschenen Chantal werden könnte, ist die Dynamik perfekt. Immer wieder müssen sie zusehen die richtigen Menschen von den richtigen Dingen zu überzeugen und dabei nicht in Gefahr zu geraten. Jan und Fitz-Roy fand ich besonders spannend. Jan, weil er so sehr darauf aus war dem ganzen auf den Grund zu gehen, obwohl er von nichts eine Ahnung hat. Fitz-Roy, weil er unheimlich gut erklärt hat und dieses ganze nerdige Thema auf eine sehr coole Ebene gehoben hat. Dies alles wird in einer „Schlag-auf-Schlag-Dynamik“ geschrieben, dass man stellenweise kaum durchatmen kann. Dabei bleibt die Mathematik und Theorie zur Marktwirtschaft nicht trocken sondern lädt zum Nachdenken ein. Zum Ende des Buches dachte ich: Ja die Theorie könnte passen. Im Kleinen nennen wir es Karma. Du gibst etwas und bekommst etwas zurück oder sogar mehr. In jedem Fall verlierst du nicht. Ich weiß nicht, ob das Buch für jeden etwas ist. Man muss eine Affinität zur Wirtschaft besitzen, denke ich.
Wow
German
  
English
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook