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Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
Sara Wolf

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin

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SUMMARY
Wieder blicke ich Prinz Lucien ins Gesicht. Er betrachtet mich, als hätte er noch nie zuvor einen Menschen gesehen. Ich sollte wegschauen und mich schüchtern geben, aber ich tue das Gegenteil: Ich lasse meine Augen die Worte sagen, die mein Mund nicht aussprechen darf. "Ich bin keine Blume, die du nach Lust und Laune pflücken kannst, wütender Wolf - ich bin deine Jägerin und habe den Bogen bereits gespannt. Ich bin eine Herzlose, eine der Kreaturen, vor denen dein Volk in panischer Angst geflohen ist." Ich leiste mir den Anflug eines Lächelns. "Und wenn du schlau wärst, würdest du auch fliehen." Zera ist mutig, stark und schön - und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Will Zera ihr Herz zurück, muss sie ihrer Gebieterin einen neuen Diener beschaffen: den ebenso unverschämten wie attraktiven Prinz Lucien, der gerade auf Brautschau ist. Stiehlt Zera sein Herz - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes -, ist sie frei! Doch ihr eiskalter Plan gerät ins Wanken, als Lucien echte Gefühle in ihr weckt ...

BOOK DETAILS

EDITION
© 2019
TYPE
Hardcover
ISBN
9783473401789
LANGUAGE
German
PAGES
475
KEYWORDS
All Age, Braut-Wahl, Selection, Romance, Throne-of-Glass, Fantasy-Trilogie, Liebe, Bestseller, Prinz, Romantasy, Young Adult, Herz-schmerz, Jugend-Buch, Sarah-J-Maas, Mystery
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REVIEWS
Reviewed by Aurelia, Lena von fuddelkn... and 3 others
aureliaazul
fuddelknuddel
ceciliasophie
writereadpassion
xinchen
Zera ist gegen ihren Willen in eine Herzlose verwandelt worden und fristet ihr Dasein als Sklavin ihrer Hexe. Als ihr ein Angebot unterbreitet wird, ihr Herz wiederzuerhalten, wenn sie das Herz des Prinzen stiehlt, ist sie sofort bereit. Doch ahnt sie nicht, welche schwierige Aufgabe ihr bevorsteht, denn der Prinz ist anders, als sie ahnt... Allein das Cover ist wunderschön anzusehen und der Verlag hat sie da nicht lumpen lassen. Das tröstet ein wenig über den mageren Klappentext hinweg, der 0815-mäßig klingt, auch wenn einige Ideen interessant erscheinen. Dementsprechend waren meine Erwartungen im mittleren Bereich. Der Anfang wurde für mich zu schnell abgespeist. Man lernte gerade erst die Welt, das Magiesystem und die Besonderheiten, wie die Herzlosigkeit, kennen, allerdings kaum die Charaktere, schon wird Zara auf ihre Mission geschickt um einen potentiellen Krieg zu verhindern, über deren Hintergründe, man kaum etwas erfährt. Das war etwas zu hastig und schnell. Danach werden einige Situationen und Handlungen etwas zu ausführlich geschildert, was mich jedoch nicht gestört hat. Auch der Mittelteil war angenehm zu lesen und schön geschildert, mit einigen Überraschungen und sympathischen Charakteren, die für unerwartete Wendungen gut waren. Einige innovative Ideen konnten mich begeistern und die Mischung aus moderner Wissenschaft und mittelalterlichem Setting ist der Autorin gut gelungen. Die beginnende Liebesgeschichte war ziemlich vorhersehbar, allerdings nicht kitschig oder gar langweilig, sondern für mich passend und in geeignetem Ausmaß einigermaßen realistisch in den Verlauf der Geschichte eingebettet, Das Ende enthält einen fiesen Cliffhanger und macht dadurch erst recht Lust auf die Folgebände, da es jetzt richtig spannend zu werden scheint und ich gerne erfahren würde, wie es ausgeht und ob es doch noch zufriedenstellend für alle ausgeht. Das Buch konnte meine geringen Erwartungen erfüllen und diese noch übersteigen, den sympathischen Charakteren - Zera, Lucien, Lady Y'Shennria - einigen neuartigen Ideen und der angenehmen seichten Liebesgeschichte sei Dank. Gerne hätte ich mehr über das System und über die Magie erfahren, die leider etwas zu kurz kamen und zu hastig geschildert wurden.
Wow
Lena von fuddelknuddels Bücherregal
„Ich habe es in deinen Augen gesehen, du hattest keine Angst.Vor mir. Vor irgendwem. Und genau in diesem Moment wurde mir klar, dass du ein Dorn in meinem Fleisch sein würdest.“ (aus Sara Wolf: 'Heartless – Kuss der Diebin') Zera ist herzlos, im wahrsten Sinne des Wortes. Als Untergebene einer Hexe wurde ihr Herz ihr genommen und um frei zu kommen gibt es nur einen Weg: Sie muss das Herz des Kronprinzen stehlen und ihrer Hexe bringen. Doch die Herzlose, die sich in die Brautschau des Thronerben einschleusen lässt, rechnet nicht damit, dass sie Gefühle für den Prinzen entwickeln könnte, was ihre Mission gehörig durcheinander bringt. Als erstes fällt einem wohl das wunderschöne Cover ins Auge, wie sollte es auch anders sein. Es wirkt düster und geheimnisvoll, dazu diese glänzenden Details wie der Schmuck und der matte Umschlaghintergrund, einfach ein Buch, was man gern in die Hand nimmt, falls man nicht wie ich Angst hat, Fingertapsen drauf zu hinterlassen. Die Idee der Geschichte, dass man durch den physischen Verlust seines Herzens in den Besitz einer Hexe gelangen kann, finde ich ziemlich spannend, ebenso alle Einschränkungen die für Zera damit einhergehen. Man vermutet hinter dem Klappentext zunächst aufgrund der Hexen und der Regierung durch einen König, dass das Buch etwas altbackenes hat und etwa Ende des Mittelalters oder Anfang der Neuzeit spielt, aber die Ausdrucksweise mancher Charaktere, besonders der Protagonistin, lassen einen diese Annahme ganz schnell wieder vergessen. Zuerst war ich ein wenig überrascht, als die schlagfertige Zera anfing, mit modernen Ausdrücken und speziell Flüchen und Beleidigungen um sich zu werfen, aber es hat dem Buch meiner Meinung nach gut getan und ihm trotz der stellenweise geschwollenen Sprache etwas leichtes verliehen. Zera erzählt die Geschichte aus ihrer Ich-Perspektive, sodass man all ihre Gedanken und die Stimme ihrer inneren „Glut“ mitverfolgen kann. Ich fand es interessant zu sehen, was Herzlose unter Menschen für einem Kampf ausgesetzt sind, sich selbst im Zaum zu halten. Sie werden angetrieben und gestichelt von einer Grausamkeit, die sie in Monster verwandeln kann, wenn sie nicht aufpassen. Aber Zera tut ihr Bestes, sich nicht davon überwältigen zu lassen, sie passt sich langsam aber sicher an die höfische Gesellschaft an, ohne jedoch ihren Biss und ihre freche, rechtschaffende Art abzulegen. Sie gefiel mir als Protagonistin unfassbar gut, ich die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert! Die restlichen Charaktere sind mit ebenso viel Liebe wie Zera gestaltet worden, besonders Malachite, der Leibwächter von Prinz Lucien, hat bei mir für viel Begeisterung gesorgt. Die neuen Arten von, man kann fast sagen, Fabelwesen, die die Autorin erschaffen hat, fand ich generell faszinierend, vor sowas habe ich immer viel Respekt, einfach weil mir dafür jegliche Fantasie fehlen würde. Prinz Lucien ist ein geheimnisvoller Typ, der sich ungern in die Karten schauen lässt. Es ist schwer, ihn aus der Fassung zu bringen und er verbirgt etwas, was man als aufmerksamer Leser allerdings schnell errät. Er passt zu Zera, ich persönlich finde, dass die beiden sich hervorragend ergänzen und liebe ihre Schlagabtausche. Meiner Meinung nach war diese Geschichte mal was neues, zumindest von der Hexen-Herzlosen-Idee her. Man wird als Leser gut in die Story eingeführt und nicht gleich mit allem überrannt und dann ewig im unklaren über Details gelassen, wie es manchmal vorkommt. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt, auch wenn an manchen Stellen die Spannung etwas raus war, sodass ich trotz der an sich faszinierenden Idee nicht so gut durch das Buch kam wie vorher angenommen. Mein Fazit: Lesenswert, aber noch ein bisschen Luft nach oben für die kommenden Bände! Ich freue mich schon riesig auf den Folgeteil, mal schauen, wann wir damit beglückt werden.
Wow
Ceciliasophie
Zera ist eine Herzlose. Als solche muss sie ihrer Hexe dienen, die sie vor dem sicheren Tod bewahrte, nun jedoch über ihr Herz gebietet. Sie kann nicht altern, kann nicht sterben und möchte nur eines: Ihr Herz zurück. Eines Tages bekommt sie die Chance, ihr Herz tatsächlich zurückzuerlangen. Dafür muss sie nur bei der anstehenden Brautschau das Herz des Prinzen erobern und es ihm stehlen. Was anfangs so leicht klang, wird jedoch immer schwerer. Denn Zera merkt, dass Prinz Lucien nicht so ist, wie sie es erwartet hat. Ich war so angetan von dem Cover, Titel und Klappentext, dass ich ohne zu Zögern nach dem Buch griff. Über Hexen kann es wirklich nicht genugen Bücher geben und ich freute mich schon auf eine etwas düstere und brutale Geschichte. Außerdem klang Zera genau wie die Protagonistin, die mir in den letzten Büchern des Genres fehlte. Und was hätte auch schief gehen können mit einem Buch, das zur Zeit auf jeglichen Instagram-Kanälen in die Höhe gehalten wird? Leider riss mich das Buch schon auf den ersten 15 Seiten so schnell von meiner Euphorie-Welle, wie kein anderes. Immerhin hier kann es auf ganzer Linie überzeugen. Denn auf diesen wenigen Seiten wird dem Leser schon ein Exemplar der „wunderschönen, überirdischen, unglaublichen“-Art präsentiert. Oh, ich kann es gar nicht mehr in Worte fassen, wie sehr ich mir mal ein Jugend-Fantasy-Buch wünsche, dass nicht in Aufbau, Wortwahl, Charaktervorstellung und Geschwafel dem in hundertfacher Weise publizierten Schwachsinn gleicht. Schon diese paar Seiten haben mir vollkommen gereicht und ich hätte das Buch sogar abgebrochen, wenn ich mir selber nicht das Ziel gesetzt hätte, mindestens 100 Seiten eines Buches vor dem Abbruch zu lesen. Im Nachhinein bin ich ganz froh darüber, dass ich weitergelesen habe. Nachdem ich ab dem Zeitpunkt keinerlei Erwartungen mehr an das Buch hatte, wurde ich doch noch ganz gut unterhalten und konnte die Geschichte innerhalb weniger Stunden durchlesen. Zera als Protagonistin gefiel mir leider nicht sehr gut. Mit zu starkem Druck von der Autorin sollte wohl das Bild einer toughen, unabhängigen jungen Frau erzeugt werden, doch waren es einfach zu viele Ebenen, die erfüllt werden sollten. Zera ist nicht nur hübsch, nein sie ist clever, nicht auf den Mund gefallen, außergewöhnlich, kann sehr gut kämpfen und ist die einzige auf der Welt, die natürlich nicht zickig, sondern scharfzüngig ist. Dieses ganze Gewese rund um Zera konnte mich leider irgendwann nicht mehr überzeugen. Anfangs fand ich sie noch ganz erfrischend, doch als sie am Hof ankam, schlug es mir zu sehr in die Selection-Richtung um. Lucien hingegen war wirklich toll und gefiel mir sehr. Er war wirklich ein starker und gut ausgefeilter Hauptcharakter, der auch die nötige Tiefe mitbrachte. Ein paar andere Nebencharaktere gefielen mir außerdem gut, wie zum Beispiel Lady Y’shennria oder der Leibwächter Luciens. Sogar dem König und dem Erzherzog konnte ich etwas abgewinnen. Und auch wenn ich Zera nicht zu viel abgewinnen kann, so muss ich der Autorin doch zugestehen, dass sie mich hinsichtlich ihrer Charaktere und deren Beschreibungen/dem Aufbau dieser durchaus überzeugen konnte. Wem ich jedoch gar nichts abgewinnen konnte, ist die sogenannte Glut – einer inneren Stimme Zeras, die all das Üble der Herzlosen hervorrufen möchte. Von dieser inneren Stimme war ich anfangs noch ganz verzückt, hielt ich sie doch für ein durchaus interessantes Stilmittel, zur Mitte des Buches hingegen hätte ich sie echt abschießen können. Die Druckweise in fett für die Glut lenkte mich auch eher ab und unterstützte den Lesefluss nicht wirklich. Eine Druckweise in kursiv hätte mir hier besser gefallen, da auch so die Glut deutlich vom Rest des Textes abgegrenzt worden wäre. Das World Building ging leider für ausschweifende Absätze aus Zeras Gedankenwelt drauf. Ich hätte mir viel mehr Drumherum gewünscht und Erklärungen zu der Welt. Auch die Hexen kommen viel zu sehr am Rande der Geschichte vor. In meinen Augen hat es sich die Autorin wirklich viel zu leicht gemacht, in dem sie aus Zeras Sicht schreibt. Somit konnten viele Lücken dadurch „erklärt“ werden, dass Zera als Herzlose nichts über die Hexen und ihre Gewohnheiten, Bräuche und Traditionen wusste. Sehr schade, hier wurde immens viel Potential verschenkt und Dinge nicht erläuert, sondern sich zu recht gebogen. Je nachdem, wie die Autorin es gerade brauchte. Der Spannungsbogen ist leider eher hinfällig gewesen, da jeder einzelne Plottwist sehr vorhersehbar war. Nichtsdestotrotz folgte ich Zera und Lucien ganz gerne. Ab und an konnte mich die Autorin doch noch mit Charakterzügen oder interessanten Figuren überraschen. Auch der sehr einfach gehaltene Schreibstil ermöglichte es mir, der Geschichte sehr rasant zu folgen. Der Schreibstil ist – wie bereits von anderen Rezensenten angemerkt – ein wenig gewöhnungsbedürftig durch die eher umgangssprachliche und jugendliche Ausdrucksweise. Mir fiel dies nicht vollkommen negativ auf, passte der Stil dann doch wieder zu den Charakteren und der Geschichte, doch etwas verwundert war ich schon, bin ich doch sonst eher andere Stile gewohnt. Ein wenig verwundert bin ich doch über die Dicke des Buches. Der Zeilenabstand ist wirklich groß und die Seiten sehr dick, was diese natürlich sehr griffig macht, das Buch jedoch unnötig an Breite aufbauscht. Da das Ende mit einem fiesen (für mich leider vorhersehbaren) Cliffhanger endet, möchte ich es nicht kategorisch ausschließen, die Reihe weiterzuverfolgen. Im Moment jedoch bin ich froh, etwas Abstand von der Geschichte gewinnen zu können, erscheint der Folgeband doch erst im Frühjahr 2020. Alles in allem bin ich nicht vollständig zufrieden mit der Geschichte. Mir wurde zu viel Potential verschenkt und die Welt nicht ordentlich beziehungswiese zufriedenstellend ausgebaut. Ich vergebe 3 Sterne.
Wow
WriteReadPassion
Fantasievoll, düster, dynamisch, fesselnd ... Inhaltserzählung: "Ich erinnere mich kaum noch an das Leben vor meinem Tod - das kann kein Herzloser. Diese Erinnerungen verblassen, sobald uns das Herz aus der Brust gerissen wird. Aber ich kann mich an jede Sekunde meines Todes erinnern. Und an alles, was danach kam. (Seite 29) Autorin: Als Kind spielte Sara Wolf lieber im Freien, als sich mit Büchern zu beschäftigen. Sie war in ihren Zwanzigern, als sie plötzlich zur Tastatur griff und einfach zu schreiben anfing. Ihre erste Veröffentlichung in den USA schaffte sie mit der „Lovely Vicious“-Reihe. In Deutschland erschien 2019 mit „Heartless – Der Kuss der Diebin“ die erste Übersetzung eines ihrer Bücher. Sara Wolf lebt gemeinsam mit zwei Katzen im sonnigen San Diego, in den USA. Bewertung: Ich hatte mich vergeblich bei vorablesen und Lovelybooks um ein Exemplar bemüht. Nun hatte ich es letzte Woche taufrisch in der Büchereientdeckt und gleich gekrallt. Natürlich! War sowieso schon ungewöhnlich, dass sie es hatten, weil es erst Ende Januar erscheinen ist. Und damit nicht genug, hatte ich es auch noch in zwei tagen durchgelesen. Es ist ein Jammer ... es ging viel zu schnell vorbei. Das Cover ist düster gestaltet mit ein paar Elementen, die Bezug auf die Geschichte nehmen. Die junge Frau ist geheimnisvoll und selbstbewusst dargestellt, was genau den richtigen Eindruck von der Protagonistin Zera widergibt. Stimmungsvoll und aufeinander abgestimmt, weckt das Cover brennend die Neugier des Lesers. Meine war auf jeden Fall geweckt! "Du bist nicht tot", knurrt der Celeon. "Ein Meister der Beobachtung und ein Meister des Dolchangriffs auf junge Mädchen, die nichts ahnend auf dem Heimweg sind! Welch eine Ehre." "Ich habe dein Herz getroffen", beharrt er. "Ich würde gern behaupten, dass du der erste Mann bist, der etwas so Romantisches zu mir sagt." (Seite 19/20) Der Schreibstil ist sehr seicht, trotz der Düsternis der Geschichte. Der Erzählstil wirkt sehr lebendig und hat meine Vorstellungskraft angeregt. Die Geschichte wird aus Zeras Sicht sehr lebhaft und humorvoll erzählt. Ich musste sehr oft lachen oder schmunzeln, weil sie einen regen Sarkasmus an den Tag legt, der die ernsten Momente leicht macht. So hat es mir noch viel mehr Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich hätte mich auch gefreut, wenn Zera sich mit Lucien in der Erzählung abgewechselt hätte. Das hätte mir noch mal einen anderen Eindruck von Lucien gewährt. Der Haupttitel ist besser nicht gewählt und rundet die Aufmachung des Covers ab. Einzig der Untertitel passt meines Ermessens nicht richtig, da dieser hochgelobte Kuss nur einmal und recht am Ende folgt. Das ist für mich etwas Aufbauscherei und völlig unnötig! Die Autorin war mir bis dato neu und somit ist es das erste Buch, das ich von ihr lese. Die Kulisse ist düster und hat einen Hauch von Märchen. Vor allem hat mich das erste Kapitel an das Märchen mit dem Salzkönig erinnert, indem eine seiner Töchter seinen Wert mit Salz vergleicht, während ihre beiden Schwestern ihn mit Gold und nichts vergleichbarem gleichsetzt. Auch sind Fabel-Elemente mit sprechenden Vögeln vorhanden, was ich in der gesamten Mischung als individuell erachte. Ich konnte mich sehr gut in diese Welt einfinden und mich auf verschiedene Aspekte neben den bereits genannten Elementen einlassen. Wenn man solch eine Fantasie-Geschichte nicht gewöhnt ist, kann das etwas überladen wirken mit den verschiedenen Aspekten der Fantasiewelt. Für regelmäßige Fantasie-Leser ist dies allerdings eher etwas einzigartiges. "Kronprinz Lucien d`Malvance, Erherzog von Tollmount-Kilstead, Der im Feuer Geborene, der schwarze Adler - er hat duzende Namen, einer dämlicher als der andere. Wenn es etwas gibt, das ich an meinem ersten Tag am Königshof gelernt habe, dann das: Je mehr Namen jemand hat, desto weniger tut er auch." (Seite 8) Zera heißt eigentlich Elizera, hat keinen Nachnamen und ist Tochter eines Händlerpaares, deren Gesichter sie fast vergessen hat. Sie ist die Dienerin der Hexe Nightsinger, die sie ins Schloss schickt, um den Prinzen das Herz herauszureißen, damit ein Kriegsausbruch verhindert wird. In ihr lauert die rote Glut, die nur die Sprache der Gewalt kennt und nach Blut giert. Zera muss sich ihr immer wieder aufs Neue stellen und versucht, sich nicht von ihr beherrschen zu lassen. Denn sie möchte kein Monster sein. Lucien d’Malvane ist der Sohn des Königs und einziger Thronerbe von Cavanos. Den Verlust seiner Schwester Varia hat er nie überwunden und ist seither auf der suche nach der Wahrheit und den Umständen ihres Todes. Er gibt sich kühl und herablassend, fühlt sich innerlich aber machtlos und versucht ein besserer Mensch als sein Vater zu sein. Zera und Lucien sind sehr realistisch dargestellt in ihrem Sein. Es war sehr einfach für mich, ihre Beweggründe nachzuvollziehen. Die Autorin lässt den Leser an ihren Gedanken und Empfindungen teilhaben. Die Nebenfiguren sind ebenfalls eindrucksvoll geschildert, sodass sie einen gleich ans Herz wachsen. Sie nehmen in dieser Geschichte eine wichtige Rolle ein und beleben die Vorgänge mit ihren Eigenheiten. Mich freut es immer sehr, wenn Autoren ihren Nebenfiguren Leben einhauchen und sie richtig an der Geschichte teilhaben lassen. Was ich schon zu anfangs belächeln musste !!!, sind die Namen der Hexen; Nightsinger, Firewalker ect. Das ist schon etwas albern. Allerdings bleibt es damit auch nur bei den Namen, sonst hätte mich das sehr gestört. Der innere Kampf mit sich, dem Monster in sich, der roten Glut, hat die Autorin bei Zera sehr realistisch aufgeschrieben. Es mag einige Leser vielleicht stören, dass diese Zerrissenheit immer wieder wiederholt und bei vielen Situationen zum Vorschein gebracht wird, aber gerade das macht es auch sehr glaubhaft. Widersprüchliche Gefühle und Gedanken sind nun mal immer da und verfolgen einen. Sie taucht nicht auf und dann plötzlich nicht mehr, weil sie meint, es reiche jetzt. Dann wäre es ja kein Kampf! Diese innere "Verfolgungsjagd" hätte die Autorin nicht besser ausleben können. Nach dem ersten Kapitel habe ich mich etwas schwergetan, weiterzulesen. Es folgt nach aktueller Situation die Rückblende bis zu diesem Ereignis, was die Spannung etwas rausnahm. Für mich zog sich die Rückblende etwas, auch weil ich Mitten im Geschehen war und plötzlich abgebremst wurde. Hier erfährt man aber etwas über Zeras Vergangenheit und wie sie nach dem Tod weiterlebte. Das ist für den weiteren Verlauf wichtig und geschickt gesetzt. Hier ist mir auch ein Fehler aufgefallen: Das Alter des Prinzen wurde ihr mitgeteilt, jedoch rätselt Zera später, wie alt der Prinz ist. Da hat sich bei der Autorin ein logischer Fehler eingenistet. Wer glaubt, dass es sich hier um eine typische Romantasy-Story handelt, irrt sich. Die Romantik zwischen Zera und Lucien ist insoweit gegeben, dass sie sich spitze Bemerkungen an den Kopf werfen und eher zurückhaltend agieren. Richtig romantische Handlungen kommen hier nicht zum Vorschein, wohl eher die Gefühlsanbandungen aus Zeras Sicht in ihren Gedanken, die sie uns teilhaben lässt. In allem ist es mehrheitlich dynamisch und mehr auf die magische Aufgabe hin erzählt. Das einzige Klischee ist einfach das Übliche: Herablassender Prinz und einsame junge Frau bandeln miteinander an. Das wird sich kaum in den Büchern ändern lassen. Aber hier wird es nie kitschig oder überspitzt, was mir persönlich sehr wichtig ist. Es passiert doch recht wenig zwischen den beiden, wenn man bedenkt, was Titel und Klappentext verraten. Ich hatte mir da mehr Romantik vorgestellt. Im Laufe der Geschichte tauchen viele Themen auf, die bearbeitet werden wollen, von den Hauptcharakteren wie von den Nebencharakteren gleichermaßen. Bei einigen Nebencharaktere lässt sich deren Zielgründe nicht gänzlich sichten, und hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass uns die Autorin in die Irre führen will, um die Spannung zwischen den Charakteren aufrecht zu erhalten. Das ist keinesfalls als negative Kritik gemeint. Es ist ein komplexes Spiel, dass die Nebencharaktere treiben und uns Leser darin verflechten wollen. In einem Moment hatte ich das Gefühl, genau zu wissen, was der eine möchte und hegte Sympathie für ihn, im nächsten Moment wandelte sich das wieder. Es ist wie ein kleiner Krimi, der sich nebenher aufbaut. Darunter fällt auch der Tod von Varias, die Schwester von Lucien. Die Suche nach der Wahrheit deckt ganz andere Ergebnisse auf, als von allen vermutet, und auch ich als Leser war etwas überrascht. Ich hatte schon eine Vermutung in Bezug auf die Wahrheit, aber diese ist doch etwas anders als ich annahm. Fazit: Eine herzlose Kriegerin, deren Geschichte überhaupt nicht herzlos erzählt wird. Man mische die Zutaten Humor, Märchen, Fabelwesen, Magie und etwas Krimi zusammen und heraus kommt "Heartless". Alles in allem ein fantasievolles Buch mit starken Charakteren, düsterer Kulisse und dynamischer Erzählstil. Ich vergebe generell sehr zaghaft volle 5 Sterne, vor allem in diesem Bereich, weil es doch sehr schnell konstruiert wirken kann. Bis auf drei wirklich kleine Mängel muss ich dem Buch einfach 5 Sterne vergeben. Die Geschichte und Charaktere haben mich gänzlich überzeugt. Das Buch ist schwer mit anderen zu vergleichen, da viele Konzepte vereint wurden. Ich behaupte mal, dass das Buch vor allem die Leser begeistern wird, die weder Neulinge in dem Genre sind noch hauptsächliches diese lesen ... irgendwie dazwischen. Dazu zähle ich mich. Ich habe schon einige Fantasy-Bücher gelesen, lese aber quer Beet in Genre und bin nicht auf Fantasy fokussiert. Leider !!!!, leider lässt uns die Autorin sehr lange schmachten. Der zweite Band der Reihe erscheint hier in Deutschland erst im April 2020. Wer in Englisch bewandert ist, kann sich das zweite Band in der Originalausgabe besorgen: "Bring me their Bones" erscheint am 04.06.2019. Und die weniger Glücklichen unter uns müssen sich noch mehr als ein Jahr mit dem ersten Band begnügen.
Wow
Sehr gelungen Um ihre Freiheit bzw. ihr Herz zurück zu gewinnen, muss sie das Herz eines anderen stehlen. Zera, die Dienerin einer Hexe, muss nicht nicht das Herz von irgendjemandem stehlen, sondern das des Prinzen Lucien. Meine Meinung: Als großer Fantasyfan bin war dieses Buch genau nach meinem Geschmack. Und zum Glück kann ich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Zwar war der Romantik-Aspekt im Buch sehr voraussehbar, aber die Idee mit den Herzlosen und ihren Hexen fand ich wirklich gelungen und interessant. Am Anfang hat ich ein wenig Angst, das mir Zeras große Klappe man kann sie auch schlagfertig nennen, schnell auf den Geist gehen könnte. Aber dem war nicht so, sie war ein gut ausbalancierter Charakter mit deutlichen Schwächen. Prinz Lucien hat mir ganz ok gefallen, aber er hätte ruhig ein wenig aufregender sein können, er war mir zu klischeehaft. Andere Nebencharaktere fand ich wiederum sehr spannend und sympathisch. Sara Wolf schreibt sehr schön flüssig, teilweise hätte ich mir aber gerne manchmal mehr Beschreibungen von der Umgebung gewünscht. Charaktere hat sie dafür umso besser beschrieben. Das Buch habe ich wirklich in einem Rutsch gelesen, da es zwischendurch sehr spannend war und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Fazit: Ein gelungener Auftakt einer Fantasyreihe, die sich aber auch auf jeden Fall noch steigern kann!
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