Matt Haig

Ich und die Menschen

Fiction
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SUMMARY

Ein Roman »mit einem ganz großen Herzen« Daily Express

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

AUTHOR BIO

Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.

BOOK DETAILS

EDITION
© 2014
TYPE
eBook
ISBN
9783423422260
LANGUAGE
German
PAGES
352
KEYWORDS
Alien, außerirdische Intelligenz, Bestseller, Menschsein, Riemannsche Vermutung
MOJOS
Mojoed by Cathy | Mlle Face...
mlle_facettenreich
Cathy | Mlle Facettenreich
19 October, 2018 at 7:03
Das Leben als Mensch ist durchaus erstrebenswert, wenn man bedenkt, dass die Menschen neben aller Gewalt, Arroganz und Einfältigkeit auch Lieben und Musik und Gedichte schreiben.
REVIEWS
Reviewed by Cathy | Mlle Face...
mlle_facettenreich
Cathy | Mlle Facettenreich
19 October, 2018 at 7:00
„Ich liebe dich“, sagte sie. Und in diesem Augenblick verstand ich den Sinn der Liebe. Der Sinn der Liebe war: Sie half dir beim Überleben. S. 266 Eine außerirdische Lebensform kommt als Mensch getarnt auf die Erde, um Wissen zu eliminieren, für das die zu Gewalt und Hass neigende Menschheit noch nicht bereit ist. Kann der Mensch doch eins am besten: sich selbst und den Planeten Erde kaputt machen. Auf arrogante und idiotische Weise. Problematisch wird es nur, wenn man plötzlich erkennt, dass nicht alles schlecht ist, was die Menschen tun … DER INHALT Andrew Martin, Professor am Camebridge College hat das Geheimnis um die Primzahlen gelüftet. Aber die Menschheit ist noch nicht bereit für dieses Wissen, darum stirbt Andrew Martin und sein Platz wird eingenommen von einem Außerirdischen. Dieser hat den Auftrag herauszufinden, wer noch alles um das Primzahlen-Geheimnis weiß, damit er diese Menschen ebenfalls umbringen und das komplette Wissen darum auf der Erde vernichten kann. Was als simple Aufgabe beginnt, gerät ins Wanken, als der neue Andrew lernt, dass die Menschen so viel mehr sind, als eine dumme, zu Gewalt neigende Spezies. Es gibt nämlich durchaus Menschen, die erhaltenswert sind. Einige von ihnen jedenfalls. MEINE MEINUNG Was dieses Buch so besonders macht ist, dass man alles, was der neue Andrew Martin über die Menschen und das Leben auf der Erde lernt, eigentlich schon weiß. Dass die Menschen nicht nur schlecht sind, sondern auch zu Empathie fähig, Mitgefühl haben für andere Menschen, andere Lebewesen. Man hat viele solcher Menschen um sich und kann die meiste Zeit ignorieren, dass es eben auch anders zugehen kann. Der Luxus in einer Blase zu leben. Er erinnerte mich daran, dass die Erde ein Ort des Todes war. Hier zerfielen Dinge, lösten sich auf, starben. Das Leben eines Menschen war auf allen Seiten von Dunkelheit umgeben. Wie um alles in der Welt ertrugen sie das? Idiotie, verursacht vom langsamen Lesen. Das war die einzige Erklärung. Gleichzeitig fragt sich Andrew aber auch immer wieder, wie die Menschen es mit all dieser Vergänglichkeit überhaupt aushalten ohne wahnsinnig zu werden. Und genau diese Überlegung hat mich in heftige Grübeleien gestürzt. Natürlich war mir das alles klar, dass wir Menschen sterben, dass Menschen und Haustiere sterben, die man liebt, dass man niemals alles schaffen kann, in diesem kurzen Leben. Nicht nur sterblich zu sein, sondern auch noch gezwungen, einen Teil der wertvollen begrenzten Zeit auf Erden mit lesen zu verbringen. Kein Wunder, dass die Menschen eine primitive Spezies waren. Kaum hatten sie annähernd genug Bücher gelesen, um mit dem erworbenen Wissen irgendetwas anfangen zu können, waren sie schon tot. Auf die Erde gekommen, mit dem Wissen, dass die Menschen gewalttätig sind, arrogant und geldgierig, entdeckt Andrew, dass das Leben als sterblicher Mensch beängstigend ist, aber durchaus erstrebenswert, wenn man bedenkt, dass die Menschen neben all der Gewalt, Arroganz und Einfältigkeit eben auch Lieben, Musik und Gedichte schreiben und die Erde an sich, trotz ihres Regens durchaus seinen Charme hat. Blumen waren, nach der Liebe, die beste Werbung für die Erde, die man sich vorstellen konnte. S. 223 Mich persönlich hat das Buch zuerst mehr als schwermütig gemacht. Andrew hat schon recht. Wofür das alles, am Ende stirbt man eh. Warum also so viel Energie aufwenden, warum sich überhaupt die Mühe machen? Ich war erschüttert und musste mich sogar fragen, ob das Buch gut für mich ist, wenn es mich zu solchen düsteren Gedanken bewegt. Ich habe trotzdem weitergelesen und glücklicherweise treibt einen dieses hinterfragende Buch nicht einfach bloß in eine kleine Depression und lässt einen dort dann alleine zurück. Es holt einen auch wieder raus aus den dunklen Grübeleien und macht einem mehr als deutlich, dass es sich lohnt Mensch zu sein und zu leben und zu lieben, mit all den Schmerzen, die es auch bringen mag und auch mit dem Wissen, dass all das endlich ist. Zudem macht Matt Haigs wunderbare Sprache, der Satzbau, die Details dieses innere Leiden wirklich mehr als wieder gut. (Wobei ich sagen muss, dass ich die deutsche Übersetzung gelesen habe, die scheint aber wirklich ordentlich zu sein. Das nächste Buch von Matt Haig liegt aber schon bereit – diesmal auf englisch, um meine Meinung zu seiner Sprache zu bekräftigen.) Tee schien alles besser zu machen. Er war ein aus Blättern gewonnenes Getränk, das heiß genossen wurde und in Krisenzeiten dazu diente, die Normalität wiederherzustellen. S. 216 „Oh“, sagte ich, obwohl ich wusste, dass es nicht in den Kontext passte. Aber etwas anderes fiel mir nicht ein. „Oh“ war immer das Wort, auf das ich zurückgriff, um Pausen zu füllen. „Oh“ war wie verbaler Tee. S. 217

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