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Der einzige Mann auf dem Kontinent
Terézia Mora

Der einzige Mann auf dem Kontinent

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SUMMARY
Das Leben eines Mannes im globalisierten Nirgendwo Ausgezeichnet mit dem Georg-Büchner-Preis 2018. Umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen macht sich ein Mann daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht ... "Der einzige Mann auf dem Kontinent" erzählt eine Woche im Leben von Darius Kopp. Er ist Anfang vierzig, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein. In letzter Zeit laufen die Geschäfte allerdings mehr schlecht als recht. Eines Tages lässt ein säumiger Kunde eine Pappschachtel mit Geld in seinem Büro liegen. In der Folge versucht Darius Kopp vergeblich, einen seiner Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um zu beraten, was mit dem Geld geschehen soll. Fast scheint es, als gebe es die Firma überhaupt nicht mehr. Darius Kopp leidet zunehmend unter dem Verlust seiner Sicherheiten, doch er kann dies weder sich gegenüber zugeben, noch will er Flora, seine hypersensible Frau, damit belasten. Denn Flora findet sich in ihrem Leben nur schwer zurecht. Nicht nur in seinem Beruf, muss Darius schließlich erkennen, kämpft er um das nackte Überleben, auch seine Ehe, die Liebe seines Lebens, droht vor dem Aus zu stehen. Nach "Alle Tage" hat Terézia Mora erneut einen hochaktuellen und überaus wachen und sensiblen Roman eines Mannes geschrieben, der glaubt, in der besten aller Welten zu leben, auch wenn sein Leben genauso wie die Welt um ihn herum längst in Stücke zerbricht. Krisen von noch so globaler und intim-verworrener Natur sollen ihm nichts anhaben können. In der umspannenden vernetzten Welt mag zerbrechen, was will, sein Lebensidyll nicht. Das neue Buch der Autorin des preisgekrönten Romans "Alle Tage".
AUTHOR BIO
Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband "Seltsame Materie", wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.

BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
17.08.2009
TYPE
Hardcover
ISBN
9783630872711
LANGUAGE
German
PAGES
384
KEYWORDS
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REVIEWS
Reviewed by awogfli
awogfli
Da ich sehr handlungsarme Romane wie jene von Arno Geiger, die dem Leser nicht einmal eine substanzielle Aussage vermitteln, die aber sprachlich ziemlich großartig konzipiert sind, regelmäßig abstrafe, muss ich auch hier fair sein und sagen, die Geschichte ist n-e-t-t-t-t mit vier T ausgesprochen. Und das ist eine äußerst schlechte Beurteilung. Immer wenn ein Autor eine Autorin sein/ihr handwerklich hervorragendes Schreibtalent vor meinen Augen spazierenführt, mir aber keine Geschichte erzählen will und mir auch sonst nix zu sagen hat, fühle ich mich verarscht und werde ärgerlich. Auch hier ist es so, die aufgeblähten großartigen großspurigen Beschreibungen können leicht auf einen 5-zeiligen Nukleus komprimiert werden. Netzwerktechnik-Verkäufer Darius, frisst, säuft, hat Sex und kommuniziert mit Arbeitskollegen und Kunden. Er verliert aus Unsensibilität und Rücksichtslosigkeit seine Frau und teilweise selbstverschuldet und durch äußere Umstände seinen Job. Er hat a bissi Troubles mit seiner Schwester und Mutter und dann ist da noch ein Karton voller Bargeld, der Kalamitäten verursacht. Welch eine Sensation (Ironie off). Was mich zudem sehr genervt hat, ist der Umstand, dass ich die Netzwerktechnik-Branche von der Kundenseite her kenne, saß ich doch selbst einige Jahre im Einkauf von zwei Universitäten, die die Netzwerk-Komponenten von so Typen wie Darius mittels Ausschreibungen gekauft haben. Nicht mal der zugegebenermaßen gut beschriebene Job lockt mich lesetechnisch hinterm Ofen hervor. Und dann muss ich mich als Leserin auch noch von der Autorin indirekt durch die Figur vorführen lassen. " An dieser Stelle wünschte man sich, die Geschichte würde einen Sprung nach vorne machen und der Held sich unverzüglich daran, etwas zu tun. So auch Darius Kopp. In Wahrheit hat man dann noch den ganzen Sonntag vor sich. Es wird lang werden - genauso lang, nicht wahr - wie jeder Tag und wir werden dabei sein müssen." Definitiv nicht witzig 😡. Als Autorin hat man auch die Wahl, den Leser nicht mit jedem kleinen Furz des Tages zu konfrontieren und zu quälen. Fazit: Ganz gut geschrieben aber sterbenslangweilig, für mich total verlorene Lesezeit.
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