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Nur kurz leben
Catherine Strefford

Nur kurz leben

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SUMMARY
Richie hat die Schnauze voll. Immer hat er sich an die Regeln gehalten, das Leben gab ihm trotzdem nichts. Er beschließt, es selbst in die Hand zu nehmen und seinem Leben ein bisschen auf die Sprünge zu helfen: er beklaut eine Tankstelle und flüchtet mit gut vierzehntausend Euro sowie einem geklauten Auto Richtung Süden. Dumm nur, dass auf der Rückbank des Autos Leon schläft ... Eine Geschichte über Selbstliebe und Freundschaft und darüber, dass es manchmal auch okay ist, wenn es nicht so läuft, wie man immer dachte, dass es laufen würde.
AUTHOR BIO
Catherine Strefford, 1987er Dorfkind, lebt mit ihrem Mann, unter der Herrschaft zweier Katzen, in Schwerte. Sie liest, gestaltet und schreibt Bücher. Am liebsten schreibt sie über das Menschsein und die Entwicklung ebendieser menschlichen Individuen. Sie verabscheut Happy Ends und mischt Genres wie andere Cocktails mischen - geschüttelt, nicht gerührt, versteht sich. Tee ist ihr Kaffee, Twitter ihr Pausenhof und Kekse durchaus ein angesehenes Hauptnahrungsmittel.

BOOK DETAILS

EDITION
08.04.2020
TYPE
Paperback
ISBN
9783750488212
LANGUAGE
German
PAGES
152
KEYWORDS
Gegenwartsliteratur, Roman Freundschaft, Freundschaft Krankheit Tod, Roman Leben, Roman Road Trip
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REVIEWS
Reviewed by Buchensemble and Lichti
buchensemble
lichti
Buchensemble
Oliver Pocher is back Richie ist ein Loser, findet er auch selbst. Von seinen vielen Jobs hat er die Schnauze voll, deswegen raubt er die Tankstelle nach Schichtende auch aus. Mit dem geklauten Auto einer Kundin will er ins Ausland und ein neues Leben beginnen. Er dachte, seine Aktion habe sein Leben gehörig verändert, bis ihn mitten auf der Autobahn ein Husten von der Rückbank erschreckt. #Werbung – bei dieser Rezension handelt es sich um eine beauftragte Rezension. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Geguckt, was Oliver Pocher momentan eigentlich so macht (so hab ich das Wort „Hasskampagne“ gelernt). Noch mal das schöne Cover bewundert. Noch mal Knockin on Heaven’s Door geguckt Mein Eindruck zu “Nur kurz leben”: Auf „Nur kurz leben“ war ich schon scharf, seit ich das erste Mal hörte, dass die Autorin ein Buch herausbringt, ihr Debüt wohlgemerkt. Ich mag den Titel, ich mag das Cover, ich mag die kurzen Sätze und ich mag das Thema. Ganovengeschichten haben irgendwie was, verbotene Freiheit ist zwar kindisch, aber hat trotzdem Sexappeal. Die ersten Seite hab ich dann leider nur mit Mühen überwunden. Stärken des Buchs: Die Autorin schwurbelt nicht. Ich wünschte, ich könnte sowas mal unerwähnt lassen, weil es selbstverständlich sein sollte, aber leider dominiert bei den meisten Autor*innen ein blumenverseuchtes Ego-Gehirn beim Schreiben. Bei Strefford nicht, sie benutzt eine klare Sprache und kurze Sätze. Manchmal sogar so kurze Sätze, dass selbst ich ein paar Unds einbauen will, aber damit kann ich gut leben. Die vollständige Rezension findest du beim Buchensemble.
Wow
14.000 Euro. Eine Kurzschlussreaktion. Ein fremder Junge im Fluchtauto. Man könnte sagen, für Richie ist es schon einmal besser gelaufen im Leben, aber eigentlich wäre das für ihn auch zu hoch gegriffen. Was im besten Fall nur wie eine undurchdachte, im schlimmsten wie eine fällig missglückte Flucht aussieht, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem wunderbaren Road-Movie, der zwischen Drama, Philosophie und Komik schwankt. Leon, der blinde Passagier und Richie, der unfreiwillige Entführer entwickelt eine interessante Freundschaft, die angenehm fern der bekannten Klischees vom Stockholm-Syndrom liegt, sonder auf der absurden Situation fußt, in die beide – mehr oder minder freiwillig – wieder finden. Dabei ist nicht immer ganz klar, wer der Erwachsene der Beiden eigentlich ist. Ich habe das Buch unfassbar gern gelesen. Der Schreibstil ist genial und hat mich vom ersten Wort an – und das habe ich wirklich selten! - in seinen Bann gezogen. Die Sätze sind teilweise einfach so wunderschön, dass ich innegehalten und sie mehrfach gelesen habe. Einfach, stilsicher und punktgenau. Die Geschichte ist nicht sehr lang, sie braucht es aber auch nicht sein, denn so kommt es nicht zu unnötigen Längen und bleibt realistisch. Ich konnte das Buch kaum weglegen, denn zu gern habe ich die beiden auf ihrer Reise begleitet und wollte mich in dieser Sprache verlieren. Zu beachten sei die Conten Warnung der Autorin. Die Entwicklung ist leider abzusehen, wobei sich das leider nicht auf die fehlende Spannung, sondern eben genau darauf bezieht: Man weiß, man fürchtet, was geschehen wird und hofft doch, dass man sich irrt. Es schmerzt und mich hat das Ende so hart getroffen, dass ich nur schwer meine Tränen zurückhalten konnte. Das Buch lässt einen nachdenklich zurück. Es greift Themen auf, die uns alle betreffen und schafft es, dass ich mein eigenes Leben kurz betrachtet habe. „Nur kurz leben“ ist ein Ausnahmewerk, was ich lieben und hassen gelernt habe – weil es schmerzt. Es ist eine absolute Empfehlung für jeden, der sich nicht sträubt, mit Richie und Leon mitzulachen und zu -leiden. Und vielleicht auch selbst einmal über sein Leben nachzudenken. Man kann nur hoffen, dass die Autorin noch weitere Werke in unsere Hände entlässt!
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