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Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

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Der Nr.1-Bestseller und Lieblingsroman aus Schweden: phantasievoll, ergreifend und umwerfend witzig. Wieder ein ganz besonderes Leseerlebnis vom Autor von >Ein Mann namens Ove<.Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt - und zwar in der wirklichen Welt.'Die erste und inspirierendste Autorin meines Lebens war und ist Astrid Lindgren - >Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid< ist auch eine Hommage an sie.' Fredrik Backman'Versprich mir, dass du mich noch liebhast, wenn du erfährst, wer ich gewesen bin. Und versprich mir, auf das Schloss aufzupassen. Und auf deine Freunde.' Oma zu Elsa'Dieses Buch ist ein Volltreffer, der einen zum Lachen und Weinen bringt. Auf dieses Abenteuer müssen Sie sich einfach einlassen - es ist wunderbar.' Expressen Söndag
AUTHOR BIO
No Bio Available

BOOK DETAILS

EDITION
20.06.2019
TYPE
Hardcover
ISBN
9783810504814
LANGUAGE
German
PAGES
457
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REVIEWS
Reviewed by Ladybug, DasIgno and other
ladybug
dasigno
mlle_facettenreich
Es ist nicht gerade supereinfach, Kind zu sein Elsa lebt mit ihrer Mutter und dem Stiefvater im selben Mietshaus, wie Oma. Oma ist anders. Ganz anders. Und das findet Elsa toll. Elsa ist ein wenig altklug, aber nicht blöd. Und sie arbeitet daran, ein ganz großes Rätsel zu lösen, das Oma ihr hinterlässt. Und Elsa entdeckt märchenhaftes im wahren Leben und wahres Leben in Märchen … Dieses Buch steckt so voller wunderbarer Sätze und Gedanken, dass mein Exemplar kunterbunt bestückt mit Pagemarkern ist. Eigentlich müsste so gut wie jeder Satz markiert werden, denn Fredrik Backman hat so viele einzigartige und so treffende Feststellungen in diese Zeilen gesteckt, dass es unmöglich ist, den schönsten Satz zu küren. Er hat mit Elsa und ihrer Oma zwei Protagonisten geschaffen, die absolut einzigartig und wirklich komplett „anders“ sind, dass man kaum aufhören mag zu lesen. Doch gleichzeitig habe ich einfach immer wieder Pausen beim Lesen einlegen müssen, weil die Geschichte so sehr unter die Haut ging, so stark gearbeitet hat, dass ich das voll und ganz auskosten wollte. So locker und leicht der Plot zunächst ist, so tiefgründig wird er und lässt den Leser, so er sich auf die Sache einlassen kann, völlig geplättet zurück. Anfangs verwirren die Märchen-Elemente ein wenig, aber schnell stellt sich heraus, dass sie Metaphern für das wahre Leben sind. Nicht in dem Sinne, in dem es Märchen immer sind, sondern Oma erzählt Elsa mit den selbsterfundenen Märchen Dinge, die sie ihr „ungeschönt“ nicht sagen mag. Nach und nach entdeckt das auch Elsa und lernt und verändert sich. Nur wenige Tage begleiten wir Elsa und ihre Familie und Mitbewohner. Am Ende haben auch wir viel gelernt. Der Stil ist ganz anders, als man ihn von irgendeinem Buch kennt. Er liest sich gleichzeitig flüssig und locker und doch fordert er den Leser bis an seine Grenzen. Backman lässt beim Leser ebenso die Groschen pfennigweise fallen, wie bei Elsa. Man ist mittendrin und erlebt Elsa und all die anderen Protagonisten mal als tolle Zeitgenossen, mal als Nervensägen, mal als Freund und mal als Feind. Besonders Britt-Marie schafft es, dass man sie gleichzeitig hasst und liebt. Elsa geht auf Schnitzeljagd und findet einen Schatz. Auch die anderen Menschen im Haus erfahren Veränderungen. Das Leben steht eben nie und nirgendwo still. Auch dann nicht, wenn der Tod immer wieder eingreift und einem nimmt, was man liebt. Wer ein durchgehend witziges Buch erwartet, das man auf einen Rutsch durchlesen kann, wird enttäuscht werden. Gute Dinge brauchen Zeit – auch bei Büchern gibt es das. Man sollte es wirklich in Ruhe und ganz langsam genießen, wirken lassen und sich von Backman und Elsa und Oma einfach entführen lassen. Dann entdeckt man auch all die vielen Weisheiten, die darin versteckt sind und die sehr lange nachhallen. Dieser Roman ist „Ein Mann namens Ove“ sehr ähnlich und doch total anders. Fredrik Backman zeigt, dass sein erstes Buch kein Zufallstreffer war und er noch sehr viel zu bieten hat. Ich freue mich sehr auf weitere Werke aus seiner Feder und vergebe sehr gerne fünf Sterne für ein Buch, das seinen festen Platz in meiner ewigen Top Ten haben wird!
Wow
Elsa ist »siebeneinhalb« Jahre alt und »anders«. Echte Freunde hat sie keine und der Pausenhof ist eine regelmäßige Tortur. Ihre Mutter Ulricka ist hauptsächlich mit ihrer Karriere beschäftigt, doch es gibt da noch ihre Oma. Die ist 77 und eine begnadete Märchenerzählerin. Mit ihr reist Elsa ins Land-Fast-Noch-Wach, einer märchenhaften Welt. Als Oma an Krebs stirbt, hinterlässt sie Elsa einen letzten, großen Auftrag. Er führt sie zu den Menschen, mit denen sie in einem Haus lebt – eine scheinbar zusammengewürfelte Menge von Sonderlingen aller Art. Doch je tiefer Elsa in ihren Auftrag eintaucht, desto mehr beginnt sie das große Ganze zu begreifen – und schwebt plötzlich in großer Gefahr. ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ ist Fredrik Backmans zweiter Roman. Das Werk erscheint seit 2015 bei FISCHER und umfasst 457 Seiten. Ich ging mit einer völlig falschen Erwartungshaltung an das Buch. Nach ›Ein Mann namens Ove‹, das vor allem sehr tiefgründig witzig war, fehlt zwar auch bei ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ der Witz keineswegs, das Buch ist aber in fast jeder Hinsicht ganz anders. Das hat mir den Einstieg erheblich erschwert. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich mich auf die Mischung aus Märchen- und Gegenwartserzählung in der Sprache von Elsa einlassen konnte. Dann aber wurde das Buch recht gut. ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ wird sehr viel weniger von scharfem Wortwitz getragen, als das noch bei ›Ein Mann namens Ove‹ der Fall war. Nichtsdestotrotz sind Elsas teils etwas kindliche Interpretationen und Omas vollkommen unangepasste Art zwangsläufig für zahlreiche Lacher gut. Fredrik Backman schreibt gewohnt flüssig und fühlt sich auch in Elsas kindlicher Sprache offensichtlich pudelwohl. Stefanie Werner übersetzt das, wie sie es schon bei ›Ein Mann namens Ove‹ tat, gefühlt außerordentlich gut. Die Erzählweise ist auch in thematisch schwierigen Situationen einfühlsam und mitreißend. Der Wechsel zwischen Märchen- und Realitätsebene, der im Laufe des Buches immer fließender wird, hat mir anfangs Schwierigkeiten bereitet, hat aber durchaus einen tiefen Sinn. Mit der Message macht Backman da weiter, wo er bei ›Ein Mann namens Ove‹ aufgehört hat. ›Schau hinter die Fassade!‹ ist auch in ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ zentral – vielleicht sogar noch etwas zentraler als in Backmans Debüt. Die scheinbar bunt zusammengeworfene Hausgemeinschaft verbindet mehr, als Elsa zunächst denkt. Zu Beginn des Buchs verbindet Elsa mit den anderen nicht viel – im Gegenteil, einige sind vor allem abschreckend. Doch mit fortschreitender Geschichte muss sie sich mit jedem Einzelnen ernsthaft beschäftigen. Sie lernt ihre Geschichten kennen, wie sie ins Haus zogen und was das mit ihrer Oma zu tun hat und so kommt es schließlich, dass vom Monster bis zu der pedantischen Britt-Marie alle eine, teils sehr unerwartete, zweite Seite offenbaren. Auch wenn Backmans Bücher manchmal etwas länger brauchen, bis man mit ihnen warm wird, es lohnt sich am Ball zu bleiben. ›Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid‹ ist im Kern ein wirklich schönes Buch irgendwo zwischen Roman und Märchen für Jung und Alt. Ist man einmal in der Geschichte angekommen, lässt sie einen nicht mehr los.
1 Wow
Cathy | Mlle Facettenreich
„Nur Menschen, die anders sind, verändern die Welt, wer normal ist, bewegt kein Fünkchen“, pflegte Oma zu sagen. DER INHALT Elsa ist fast acht Jahre alt und man würde sagen sie ist anders. Wer Elsa kennt sagt es mit Bewunderung, wer Elsa nicht kennt, sagt es mit Verachtung und jagt sie über den Schulhof. Denn sie korrigiert Erwachsene in ihrer Aussprache, zückt einen roten Filzstift, wenn sie Rechtschreibfehler auf Schildern entdeckt, liest alles bei Wikipedia nach und lässt sich so einfach nichts vormachen. Sie ist Harry Potter Fan und liebt Superhelden und die Geschichten ihrer Oma, in denen sie ein mutiger Ritter ist und kein Mädchen, das anders ist und in der Schule von anderen gejagt wird. Und als Oma stirbt, muss Elsa beweisen, was für ein mutiger Ritter sie wirklich ist. Denn Oma hinterlässt ihr eine abenteuerliche Aufgabe. Und das in der wirklichen Welt. MEINE MEINUNG Idioten kapieren einfach nicht, dass Nicht-Idioten mit einem Gedanken schon fertig und beim nächsten Gedanken angekommen sein können, bevor sie selbst so weit sind. Das ist der Grund, warum Idioten immer so ängstlich und aggressiv sind. Denn nichts jagt Ihnen mehr Angst ein als ein pfiffiges Mädchen. Ein Buch über das anders sein. Darüber, dass man sich fürs anders sein keinesfalls schämen muss, sondern dass anders sein etwas besonderes ist, auf das man stolz sein kann und muss. Ein Buch über Geschichten. Über Phantasie und Liebe und der unglaublichen Macht von beidem. Und ein Buch über Menschen. Warum sie sind wie sie sind und dass Mensch sein und leben nicht immer einfach ist. Aber auch nicht immer kompliziert. Besonders zu sein ist die beste Art, anders zu sein. Mich hat die Geschichte über Elsa, die anders ist und deswegen von ihren Mitschülern gejagt wird, von der ersten Seite an mitgenommen. Positiv, als auch negativ. Denn es zerreißt mir das Herz in einer Welt zu leben, in der Menschen die anders sind beleidigt, bepöbelt, ausgelacht, verprügelt werden. Einfach weil anders sein den „normalen“ Menschen Angst macht. Ich selbst hatte das Glück anders sein zu dürfen, ohne jemals großartig dafür einstecken zu müssen. Umso wichtiger ist es, dass die, die anders sind und nicht so viel Glück haben, jemanden haben, wie Elsas Oma. Einen Superhelden, der ihnen zeigt, dass sie nicht allein sind, dass anders sein etwas besonderes ist und dass es sich lohnt zu kämpfen und am anders sein festzuhalten. Immer. „Denn wenn nur genügend Kinder anders sind, dann muss keins mehr normal sein.“ (S. 455) Weil sich dann niemand mehr traut, die, die anders sind, zu jagen. Backman schafft wie schon in „Ein Mann namens Ove“ wunderbare Charaktere. Vielschichtig und tief und zeigt wiedermal deutlich, dass Menschen sich oft nicht aussuchen Blödmänner oder Meckerziegen zu sein, sondern dass die Umstände sie dazu gemacht haben. Dass es sich lohnt Menschen nicht sofort aufzugeben, sondern ihnen eine Chance zu geben und sich mit ihnen zu beschäftigen. Und wer weiß, vielleicht hat man doch mehr gemein, als man denkt. Zudem verwebt er wunderbar Harry Potter, Star Wars, X-Men und andere Helden-Geschichten in seinem Buch, was mir persönlich diese Geschichte noch liebenswerter gemacht hat. Denn ich liebe es Referenzen zu Lieblingsbüchern oder -figuren in anderen Büchern (oder auch Serien und Filmen) wiederzufinden. Noch mehr, wenn sie wohl bedacht und nicht plump sind. Und Fredrik Backman hat sich die besten Referenzen ausgesucht, denn sie alle handeln nicht einfach von Helden. Sondern in den meisten Fällen von Außenseiter-Helden, die nur Helden waren, weil sie anders waren. Denn man wird nun mal kein Held, wenn man ist wie alle anderen. Es kommt gar nicht so darauf an, woran genau man eigentlich glaubt, aber an irgendetwas muss man glauben, denn sonst kann man auf alles pfeifen. Ich habe lange nicht so viele Zitate aus einem Buch rausgeschrieben. Was zum einen daran liegt, dass ich Backmans Sprache so wunderbar finde (wobei das hier natürlich der guten Übersetzung gilt, da ich selbst kein Schwedisch kann) und zum anderen, dass in diesem Buch so viel Weisheit steckt, die unbedingt weiter gegeben werden muss. So dass alle die anders sind, Mut finden auch anders zu bleiben und so dass alle die, die die Andersartigen klein halten wollen wissen, dass sie das niemals schaffen werden!
2 Wows
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