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SUMMARY
Ein Greis blickt zurück auf sein Leben. Es beginnt vor dem Ersten Weltkrieg, als ein junger britischer Komiker nach Amerika fährt. Auf der Bühne hat er wenig Glück. Aber dann dreht er in einem Dorf namens Hollywood seinen ersten Film. Wenige Jahre später ist er ein Weltstar, zusammen mit seinem besten Freund. Die beiden werden bis zu Ollies Tod untrennbar sein, danach wird er nie mehr einen Film drehen, sondern bis zuletzt Dialoge für Ollie und sich schreiben. Dieses Leben erzählt Connolly vor der faszinierenden Kulisse der Traumfabrik, die so voller Glanz und Schatten war.

BOOK DETAILS

EDITION
21 Aug 2018
TYPE
Hardcover
ISBN
9783498009465
LANGUAGE
German
PAGES
528
KEYWORDS
Dick und Doof, Oliver Hardy, Hollywood, Laurel Hardy, Charlie Chaplin, Freundschaft, Film, Komiker, Bromance, Stummfilm, Stan Laurel
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REVIEWS
Reviewed by Holger Fass
lesen_lieben_leben
John Connollys Buch ist deutlich als "Roman" gekennzeichnet. Aber es könnte auch eine Biografie sein. Beide Kategorien sind richtig und falsch zugleich. Aus Sicht des Komikers Stan Laurel wird ein Lebensrückblick erzählt. Bereits in jungen Jahren stand er auf der Bühne und brachte Heiterkeit. Als heimatloser Schauspieler, unter anderen an der Seite von Charlie Chaplin, lernte er die Bitterkeit der Armut kennen. Die Wege führten ihn nach Amerika und dort in die Filmmaschinerie Hollywoods. Dies ist ein verschlafenes Nest; doch nur wenige Jahre später bereits Filmmetropole und Villenstandort berühmter Leinwandhelden. Stan Laurel sucht in diesem Konglomerat seinen Platz, seine Identität, seine Persönlichkeit. Erst als er Oliver Hardy begegnet findet er zu seiner Filmfugur und damit zu sich selbst. Hardy, der in der Romanbiografie nur mit seinem Spitznamen Babe erwähnt wird, wird für Stan weitaus mehr als ein geschätzter Kollege: er ist sein zweites Ich, die einzige vertrauensvolle Seele. Bis zu Babes Tod sind die beiden unzertrennlich. Nach Babes Ableben vermeidet Stan jeden öffentlichen Auftritt. In gewisser Weise gleicht der Rückblick Stans einer Liebeserklärung an seinen Begleiter und Kollegen. Neben dem Berufsweg wird auch die private Biografie des Schauspielers erzählt. Es ist eine Erzählung voller Fehlentscheidungen und Versagen. Acht mal hat Stan geheirat, keine Ehe war glücklich. Alkohol machte ihm zeitweise das Leben schwer. Permanente finanzielle Engpässe und Produzenten, die ihn auszunutzen wussten, zwangen ihn immer wieder zu künstlerischen Kompromissen. Stan erscheint durchsetzungsschwach, unsicher und lebensuntüchtig. Zugleich wird er als gewissenhaft, liebend, liebenswert, sehnsüchtig und als Humor-Perfektionst dargestellt. Stan Laurel ist alles andere als "doof"; er ist eine tragische Persönlichkeit, die Platz in den Herzen vieler gefunden hat - trotz seiner widrigen Lebensumstände. Der Autor John Connolly ist ein Wagnis eingegangen, eine neue Biografie dieses Künstlers zu verfassen - und dann auch noch weitab objektiver Kriterien, als Erzähung aus dem Blick des Protagonisten. Connolly hat dafür ein gutes Jahrzehnt recherchiert, private Korrespondenz durchforstet, Archive umgegraben und jeden Menschen befragt, der irgendwie mit Stan Laurel zu tun gehabt hat. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Portrait; ein Leben, wie es hätte sein können. Da Stan Laurel viktorianisch geprägt war, hat er nur sehr wenig Intimes und Persönliches preisgegeben, so dass es für die Nachwelt schwer ist, eine Innenschau zu betreiben. Connolly ist es gelungen, einen Weg in die verschlossenen Räume des Komikers zu finden. Nicht jede Empfindung, die dort beschrieben wird, muss wahr sein. Aber jedes Detail, das Erwähnung findet, ist wahr. Immer wieder habe ich selbst kleine Details aus Nebensätzen, Neben-Neben-Nebenfiguren oder fußnotenähnlichen Begleiterwähnungen durch eigene Recherche überprüft, weil mir vieles allzu erdichtet zu sein schien. Pustekuchen: jede Kleinigkeit erwies sich als Fakt! Die Fülle an Informationen, die das Hollywood jener Zeit prägte, hat mich beeindruckt und verdient eine besonders lobenswerte Hervorhebung. Mein persönlicher Lesetipp: Immer, wenn ein Film oder eine andere Figur aus dem Show-Biz erwähnt wurde, habe ich auf den gängigen Videoplattformen des www mir diese Filme angesehen bzw. nach den entsprechenden Personen gesucht. Die Flime parallel zu dem Roman zu lesen, zieht den Leseprozess zwar enorm in die Länge, ist zugleich jedoch unbedingt empfehlenswert. Man sieht den jeweiligen Streifen sofort mit anderen Augen, fühlt sich den Schauspielerinnen und Schauspielern auf einmal persönlich verbunden, kennt die Hintergründe und Lebensumstände rund um die Filmaufnahmen und selbst die Namen im Vor- oder Abspann erscheinen auf einmal familiär. Dadurch erhalten Film und Buch gleichzeitig eine enorme Tiefe - und mein Respekt vor der Schaffenskraft aller beteiligten stieg spürbar an. Das Buch ist eine Huldigung an die "Välter der Klamotte", eine Verbeugung vor der Angst des ständigen Scheiterns, eine Ode an die Liebe und eine Würdigung der Lebensleistung eines einsamen Mannes. Wer sich auf den ersten Seiten schwer tut, weil die Figuren eher en passant eingeführt werden, möge bitte durchhalten. Es lohnt sich! Mit jeder Seite gewinnt der Roman an Stärke hinzu. Spätestens auf der letzten Seite wirst Du den Eindruck haben, Stan Laurel als intimen Freund neu gewonnen zu haben. Das Buch dann zuzuschlagen wird schwer fallen.
4 Wows

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