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Und dein Leben, dein Leben
Magret Kindermann

Und dein Leben, dein Leben

Thriller
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4.1/5
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SUMMARY
»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?« Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück. »Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen. Ein philosophischer Thriller für jeden Mutigen, der sich traut, Angst vor sich selbst zu haben. Triggerwarnung: Die Geschichte thematisiert Mord, sexuellen Missbrauch, Selbstmord und Gewalt im Elternhaus.
AUTHOR BIO
Magret Kindermann wurde 1988 in einem kleinen Dorf in Hessen geboren und studierte Online Journalismus in Darmstadt. Sie interessiert sich für Verhaltensmuster und Emotionen, für leichte Sprache für große Themen und kuriose Menschen. Wenn sie nicht schreibt, lektoriert oder Radio macht, schwimmt sie ihre Bahnen oder spielt Theater. Ihr Debüt "Zwei Königinnen" erschien im Februar 2017, es folgte im Sommer die Novelle "Tulpologie", Anfang 2018 dann der subtile Krimi "Und dein Leben, dein Leben". Im Sommer 2018 war sie Mitherausgeberin der Anthologie "Briefe aus dem Sturm".

BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
26.02.2019
TYPE
Paperback
ISBN
9783740745554
LANGUAGE
German
PAGES
112
KEYWORDS
Serienkiller, Thriller, Psychopath, Spannung, Schrifsteller
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REVIEWS
Reviewed by Gordon Ambos, wortberauscht and 3 others
gordon
janna_vonkejaswortrausch
buchensemble
monerl
mlle_facettenreich
Gordon Ambos
Trotz der geringen Seitenzahl hat mich dieses Buch vom ersten Satz in einen Bann gezogen. Das Setting - ein verwaistes Bootshaus im Wald - hat sofort eine schaurig-schöne Atmosphäre erzeugt. Die Protagonistin Carmen, eine Krimiautorin, lebt allein mit ihrem Hund Dexter in diesem abgeschiedenen Haus um zu schreiben. Ihre Faszination für Morde und Leichen fand ich von Anfang an interessant. Solche Protagonisten gibt es nicht oft. Man merkt, dass sie tief im Inneren etwas zu verarbeiten hat, erfährt jedoch bis zum Ende nicht, was es ist. Eines Tages wird sie dann allerdings selbst zum Opfer. Die Dialoge zwischen ihr und ihrem "Täter" ließen mir manchmal den Atem stocken. Generell schafft es die Autorin auf knapp 100 Seiten eine beklemmende Stimmung aufzubauen. Der Schreibstil war flüssig und ich bin praktisch durch die Seiten geflogen. Das Finale hat mich überrascht und ich hatte plötzlich einen ganz anderen Blick auf diie geschehenen Dinge. In Zukunft werde ich bestimmt noch mehr von der Autorin lesen.
Wow
Ich bin mal wieder abgetaucht in Magret Kindermanns Worte! Und ich bin fasziniert von ihrer Protagonistin Carmen, ihren Gedanken, ihrer Weltansicht. "An düsteren Tagen hellte sich ihre Stimmung auf und sie konnte sich nichts Schöneres vorstellen, als vom Nebel verschluckt zu werden und sich zu verlaufen." (Seite 4) Carmen lebt allein, die einzige Nähe die sie zulässt, ist die von ihrem Hund Dexter. Sie fühlt sich erdrückt, ihr fehlt die Luft zum Atmen, wenn ihr jemand anderes zu nahe kommt. Und doch lässt sie diese zu, die körperliche Nähe. Doch kaum jemand vermag sie in ihrem Inneren zu berühren, denn das würde bedeuten sie zu verstehen. Und damit tun sich die Menschen in ihrem Umfeld schwer. "Du lebst auf der Oberfläche, in der Fassade. Doch so ist das Leben nicht, es ist hässlich, und wenn du es einmal erlebt hast, erträgst du die Fassade nicht mehr." (Seite 23) Mich zog sie in ihren Bann. Ich weiß nicht ob dies anderen Leser*innen ähnlich ergehen wird, ich hoffe es! Carmen ist eine Frau die angezogen wird von dem Unbegreiflichen, den Abgründen anderer, vielleicht auch, um sich ihrer eigenen Dämonen nicht stellen zu müssen. Sie will verstehen. Sie will sich hineinfühlen, woraus vielleicht auch ihr ungewöhnlicher Briefkontakt seinen Ursprung hat. Plötzlich ist dieser Abgrund ganz nahe, flüstert in ihr Ohr. Doch anstatt Angst zu verspüren, ist sie fast schon berauscht von dieser Begegnung. Einer Begegnung voller Wahrheiten und philosophischer Fragen. Eine Begegnung die mich fesselte. Mit einem Ende welches mich einnahm und zurückließ mit eigenen Gedanken. Ich habe kaum einen Kritikpunkt an dieser Novelle. Und doch stolperte ich am Ende ein wenig. Carmen gewährt einen kurzen Einblick in ihre Kindheit. Fast wirkt es als eine Selbstverständlichkeit, zu abgeklärt. Aber eben nur fast! Es ist stimmig für die Geschichte – wenn man diesen Abschnitt einzuordnen weiß. Denn so schrecklich es klingt und ist, diese Familienverhältnisse sind keine Seltenheit. Eine Überlebensstrategie der Kinder. Die Atmosphäre ist auf jeder einzelnen Seite zu spüren. Die Worte sind bewusst gewählt und ließen mich in die Geschichte abtauchen. Ein Buch welches ich mir als Printexemplar definitiv noch ins Regal stellen muss und will! Rezension verfasst von © Janna (KeJasWortrausch.de)
1 Wow
Ein sanfter Fausthieb Carmen wohnt in einem alten Bootshaus am Ufer eines abgelegenen Sees, allein mit ihrem Hund Dexter. Sie ist Schriftstellerin und verliert sich inmitten der Einsamkeit in ihrer Arbeit. Nur ihre seltenen Besuche im Ort auf der anderen Seite des Sees bieten ihr Kontakt zur Außenwelt. Ihr Alltag wird bestimmt vom Schreiben und ausgedehnten Spaziergängen im Wald. Carmen ist fasziniert vom Tod, genauer gesagt dem gewaltsamen Tod und jenen, die ihn herbeiführen. Ihr Leben lang befasst sie sich mit allen Bereichen des Sterbens und kommt nicht nur auf theoretischer Basis mit dem Tod in Kontakt. Besonders aufregend wird ihr Leben jedoch, als ein Mörder bei ihr zu Gast ist. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Tief durchgeatmet Mich gewundert, wie schnell das Buch ausgelesen war Fassungslos die Wand angestarrt Mein Eindruck zu Und dein Leben, dein Leben: Dieses Buch hat mich umgehauen! Es hat mich ganz langsam und unbemerkt an sich gefesselt und mir zum Schluss mit geballter Faust ins Gesicht geschlagen. Es ist eine Novelle und zugleich ein Thriller der anderen Art. Es ist schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen, ohne zu spoilern und das will man bei diesem Buch auf gar keinen Fall. Es ist kurz und sehr kompakt, das heißt, beinahe jedes Detail zählt. Der Autorin ist es gelungen, mich mit nur wenigen, gut gesetzten Worten und ohne viel Blut oder direkte Gewalt vollkommen fertig zu machen. “Und dein Leben, dein Leben” ist tatsächlich ein Buch für Mutige, die bereit sind, sich der hässlichsten Seite des Menschen zu stellen und damit auch der hässlichsten Seite ihrer selbst. Wiebke rezensiert weiter unter: https://www.buchensemble.de/und-dein-leben-dein-leben/
1 Wow
Kurzmeinung Genre: Novelle, Thriller Handlung: Carmen lebt als Autorin mit ihrem Hund Dexter in einem einsam gelegenen Bootshaus in der Nähe des Waldes. Sie lebt gerne so einsam und abgeschieden. Für sie ist das die beste Umgebung und Atmosphäre, um den Blick auf das Wesentliche zu fokusieren und daraus Kriminalfälle für ihre Bücher zu konstruieren. Sie liebt es sich mörderische Gedanken zu machen und genießt das Gefühl von Panik und Angst, das sie manchmal auf ihren Waldspaziergängen provoziert. Sie sehnt sich danach, DAS Buch zu schreiben. Und dann bekommt sie eines Tages einen ungewöhnlichen Besuch, der ihr Leben aus der Bahn wirft… Charaktere: Carmen: Eine interessante und unnahbare Frau. Sie beobachtet Menschen lieber als mit ihnen direkten Kontakt zu haben. Sie meidet Beziehungen und kann doch nicht ganz ohne sie sein. Eine etwas verstörte Seele, die sich zu begreifen versucht. Wunderbar gelungen! Spannung: Die Autorin schickt den*die Leser*in mit Carmen in eine überaus ungewöhnliche Begegnung, die plötzlich Carmens Leben komplett auf den Kopf stellt. Welchen Weg gibt es aus der Situation, die sich stetig aufbaut und ein unterschwelliges Grauen hervorbringt. Selbst Carmen weiß nicht, ob sie Freude oder Angst empfinden soll. Sie schwankt währenddessen zwischen unterschiedlichen Gefühlen und lernt dabei sich selbst besser kennen und verstehen. Sprache / Schreibstil: In flüssigem Schreibstil, schönen Dialogen und direkter, manchmal für mich etwas zu salopper Sprache, bringt die Autorin ihre Geschichte auf wenigen Seiten aufs Papier. Dabei gelingt ihr eine grandiose Geschichte mit überraschenden Wendungen. Große Stärke von Magret Kindermann ist es, trotz der wenigen Seiten, eine Charakterentwicklung ihrer Protagonistin auszuarbeiten und dieser genug Tiefe zu geben, dass man sie sich vorstellen kann. Des Weiteren erzählt sie eine sehr spannende Geschichte und bringt diese auch noch gekonnt zu Ende. Ende: Ein Ende, das überrascht und nachwirkt! Sehr ausgeklügelt! Fazit: Kurze Geschichten mag ich eigentlich überhaupt nicht. Sind sie gerade angelaufen, sind sie quasi schon vorbei. Sehr wenige Autoren schaffen es, auf wenigen Seiten eine ausgwogene Handlung zu schreiben. Doch dieses Buch hier hat mich positiv überrascht! Nach einer erfolgreichen Einführung der Protagonistin, entwickelt sich stetig eine Spannung auf etwas, das man noch nicht greifen kann. Und dann erwischt es den Leser so kalt wie Carmen selbst. Einfach grandios, wie das Thema, über das Carmen und ihr Besucher dann zum Ende hin philosophieren, aufgegriffen wurde. Absolute Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen und dabei nicht auf Spannung verzichten wollen.
2 Wows
Cathy | Mlle Facettenreich
Carmen ist Schriftstellerin und lebt zurückgezogen in einem Haus am See in der Nähe eines alten Dorfes, das sich dem Tempo der Welt entzogen hat. Sie findet Entspannung und Frieden im Schreiben von Krimis. Mit Leichen kann sie umgehen, besser als mit den Lebenden. Sie hält sich von Menschen fern, erträgt nur schwer Nähe, sei es körperlich oder seelisch. „Hallo“, sagte sie. Die Leiche sagte nichts. S. 87 Und mehr sei von der Geschichte nicht verraten, denn diese Thriller-Novelle funktioniert nur mit möglichst wenig Vorwissen. Einen kleinen, akustischen Vorgeschmack auf die Stimmung der Geschichte bietet der Soundtrack, denn Magret Kindermann für ihr Buch zusammengestellt hat. MEINE MEINUNG Magret Kindermann schafft in nur wenigen Sätzen eine unglaublich greifbare Atmosphäre in der man sich ohne weiteres verliert. Die Couch auf der man während des Lesens sitzt ist schnell vergessen und man fühlt die kalte Seeluft, hört das Rascheln des Waldes, das Plätschern des Wassers, sieht den Nebel und spürt die frische, kalte Luft, hört das Knarzen des alten Hauses. Ihre Novelle ist schnell gelesen, aber tief wie ein Ozean. Sie holt den Leser von der ersten Seite an ab und behält ihn bis zur letzten Seite in der Geschichte, ohne Möglichkeit Luft zu holen. MEIN FAZIT Ein philosophischer Thriller heißt es auf dem Buchrücken und das trifft es absolut. Denn die Geschichte, vor allem das Ende, liefert reichlich Platz für Interpretation, für Gedankenspiele, Überlegungen über Wahn und Wahrheit. Tief und düster, atmosphärisch mit einem Hauch Melancholie.
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