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Juli Zeh

Unterleuten

Fiction
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4.6/5
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SUMMARY
Der große Gesellschaftsroman von Juli ZehManchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?
AUTHOR BIO
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, ist promovierte Juristin, Verfassungsrichterin und preisgekrönte Schriftstellerin. Bereits ihr Debütroman »Adler und Engel« wurde zu einem Welterfolg, heute sind ihre Bücher in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman »Unterleuten«steht seit Erscheinen 2016 auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Carl-Amery-Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Hildegard-von-Bingen-Preis sowie 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz. Zuletzt erschien ihr Roman »Neujahr«, der auf Anhieb Platz 1 der Bestsellerliste erreichte. Sie lebt mit ihrer Familie und mehreren Tieren, darunter drei Pferden, im Havelland bei Berlin.


BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
© 2016
TYPE
eBook
ISBN
9783641167295
LANGUAGE
German
PAGES
656
KEYWORDS
Bestsellerliste Spiegel, Brandenburg, Deutschland, Gesellschaftsroman, Provinz
MOJOS
Mojoed by nielsen, Holger Fass and 3 others
nielsen
lesen_lieben_leben
maikehank
stepha27
lermann
nielsen
22 August, 2018 at 11:01
halihalooooooo
Holger Fass
11 January, at 21:14
Alles ist mit allem verwoben. Ein kleiner Kosmos, in dem die großen Tragödien ihren Platz finden. Ein zeitgemäßer Gesellschaftsroman.
maike
26 February, at 21:26
mir hat so gut gefallen, dass jede der figuren aufgrund von sozialisation und persönlicher faktoren glaubt, die situation als einzige wirklich richtig einzuschätzen – und dennoch liegen alle daneben.
stepha27
05 March, at 8:21
Ein beeindruckender Roman über ein ungewöhnliches Dorf in Brandenburg. Starke Charaktere, Zehs minutiöse Menschenkenntnis und verblassende Dorfromantik machen hieraus ein Must-Read.
lermann
13 March, at 12:00
„Unterleuten“ ist ein Roman, wie ich ihn mir wünsche. Mit gereiftem erzählerischen Können hält Juli Zeh ihr Schriftsteller-Brennglas über ein fiktives Dorf in Brandenburg.
REVIEWS
Reviewed by lermann and pinkfisch_royal
lermann
pinkfisch_royal
lermann
13 March, at 11:59
„Pageturner“ ist ein Begriff aus der modernen amerikanischen Literatur, mit dem man ein Buch bezeichnet, das den Leser fesselt, ein spannendes Buch also. Der Begriff wird hierzulande aber auch gerne mal als Vorwurf gebraucht. Spannung ist schließlich was für Spanner. Wenn die digitale Disruption, die derzeit die Verlagshäuser so in Atem hält, auch nur mal ein Stückchen dieses Hochmuts, der schon so lange so fest zum deutschen Literaturbetrieb gehört wie der Sack zum Nikolaus, zu fassen bekäme und ihn in seiner von künstlicher Intelligenz gesteuerten Eisenfaust mal leicht anquetscht, dann wäre es vielleicht möglich, dass Schriftsteller wie Juli Zeh, die (wieder mal) ein “spannendes” Buch geschrieben haben, deshalb nicht gleich in der nächsten Talkshow oder auf einem Sofa welcher Farbe auch immer ins Kreuzverhör genommen werden. Bücher, die außergewöhnliche Geschichten erzählen, die man mit Freude liest und bei denen man nicht merkt wie die Zeit vergeht, genau die suche ich ständig. Ich meine Bücher, die auch mal ohne einen jonglierenden Ermittler mit dunkler Vergangenheit auskommen, auf den zu Hause nur die Wodkaflasche und die geladene Pistole in der Nachttischschublade wartet. Also solche Bücher, wie Juli Zeh sie schon seit Jahren schreibt. Zugegeben, nicht alle waren Pageturner. Aber „Unterleuten“, das ist ein Roman, wie ich ihn mir wünsche. Mit gereiftem erzählerischen Können hält sie ihr Schriftsteller-Brennglas über ein fiktives Dorf in Brandenburg. Sie bringt hier Feuer zum qualmen, mit denen frisch Zugezogene vergrault werden sollen, hier blockiert man die Zufahrt für den Scheißewagen, damit der Nachbar noch eine Woche länger den Gestank der Jauchegrube in der Wohnung stehen hat, hier werden alte Rechnungen so lange aufgeschoben bis es kracht. Nach ein paar hundert Seiten wissen wir wo jedes Haus steht. Wir brauchen nicht zu kombinieren oder zu erraten, wer der Mörder ist. Fast jeder in Unterleuten würde für irgendetwas töten, sei es für den Vogelschutz, für den Windpark, für das Spiele-App-Start-up, für die eigene Pferdekoppel oder für das Vergessen ihrer Verbrechen. Die Kapitel tragen jeweils die Nachnamen der Protagonisten, neben denen wir dann immer eine Weile herlaufen dürfen. Wir stehen in renovierten Hausfluren, in Küchen, in deren Wänden das Bratfett von fünfzig Jahren steckt, wir stehen in großzügigen wilden Gärten und schauen auf das flache Brandenburg, auf das bald die Windräder lange Schatten werfen sollen. Wir stehen im lauten Wirtshaus, wo die 250 Einwohner sich treffen und beraten, aber sich dann doch beschimpfen und aneinanergeraten. Wir sitzen auf dem Beifahrersitz des stinkreichen Spekulanten, der die sanft geschwungende Landschaft nur durch die niedrige Windschutzscheibe seines Roadsters wie durch einen Burkaschlitz betrachten kann, das große Bild kriegt er nicht mit, das kennen nur wir Leser. Nach 640 Seiten sind wir genau im Bilde und dann leider auch schon wieder raus aus Unterleuten. Zu schnell geblättert, du haltloser Mensch.
pinkfisch_royal
07 February, 2017 at 16:32

DISCUSSIONS

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