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Walkaway
Science Fiction
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SUMMARY
Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. Doch es ist auch eine Welt, in der sich Lebensmittel, Kleidung und Obdach per Knopfdruck produzieren lassen. Warum also in einem System ausharren, das die Freiheit des Menschen beschränkt? Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. Dort suchen sie Unabhängigkeit, Glück und Selbstbestimmung. Was sie aber stattdessen dort finden, stellt ihre ganze Welt auf den Kopf: den Weg zur Unsterblichkeit ...

BOOK DETAILS

EDITION
© 2018
TYPE
Paperback
ISBN
9783453317932
LANGUAGE
German
PAGES
736
KEYWORDS
Zukunftsvision, Unsterblichkeit, Little Brother, New-York-Times-Bestsellerautor, Utopie
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REVIEWS
Reviewed by elisabethdietz and Fabian Neidhardt
elisabethdietz
jahfaby
elisabethdietz
Für ihr Buch "A Paradise Built In Hell" untersuchte die amerikanische Kulturhistorikerin Rebecca Solnit, wie Gesellschaften auf Katastrophen reagieren. Und stieß in den Trümmern von San Francisco und New Orleans keinesfalls auf sozialen Zerfall, sondern auf Menschen, die einander unterstützten und kleine, temporäre utopische Gemeinschaften bildeten. "A Paradise Built In Hell" inspirierte Cory Doctorow zu "Walkaway". Die Katastrophe ist der Kapitalismus. In einer unbestimmten nahen Zukunft herrschen wenige Superreiche über ein Heer sich beflissen selbst optimierender Arbeitsdrohnen. Wer obsolet wird, vegetiert am Rande des Existenzminimums. Immer mehr Menschen gehen einfach weg, siedeln in der Wildnis oder in den Ruinen ehemaliger Industriestädte. Was sie produzieren, verschenken sie, ihre gesamte Ökonomie basiert auf freiwilliger gegenseitiger Hilfe. Doch das "Default", die konventionelle Gesellschaft, schlägt zurück, mit Desinformationskampagnen und Waffengewalt. Wir folgen dreien dieser Aussteiger über Jahrzehnte. "Walkaway" ist ungehemmt didaktisch, ein Ideenroman, eine Utopie, eine Einladung zu einer Revolution. Plot, Struktur, Sprache und Figurenentwicklung dienen allein dem Diskurs. Dieser ist allerdings ungeheuer interessant und beflügelnd. Wir sollten … wir sollten einfach weg gehen.
1 Wow
Fabian Neidhardt
In einer Welt, in der man fast alles mit Sonnen- und Windenergie, einem 3D-Drucker und den richtigen Plänen ausdrucken kann, sind Programme, Pläne und Lizenzen das große Geschäft. Ein paar wenige verdienen daran richtig gut, alle anderen krebsen herum. Hubert, Seth und Natalie beschließen, diese Gesellschaft hinter sich zu lassen und wegzugehen (‚Walkaways‘). Aber die Gesellschaft findet das gar nicht so cool. Eigentlich ist es egal, worum es geht. Seit knapp zehn Jahren inspirieren und unterhalten mich Cory Doctorow und seine Romane. Er schreibt keine literarischen Meisterwerke, aber unterhaltsame, intelligente Geschichten, die sehr nah an unserer Realität liegen und oft sowas wie Bedienungsanleitungen für unser digital geprägtes Leben sind. Homeland geht ein paar Jahre weiter in die Zukunft, eine Weiterentwicklung der Gedanken in Little Brother und besonders in Makers. Doctorow schreibt einfach und spaßig, sodass ich schnell durch die 700 Seiten komme. Dennoch ist der Inhalt extrem komplex und regt zum Denken an. Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche Möglichkeiten geben uns all die Dinge, die sich immer weiter in unseren Alltag drängen? Und wie gehen wir mit ihnen um? Zwischen zwei Serien kann man dieses Buch sehr gut konsumieren, sich Gedanken machen und sich unterhalten lassen. Eigentlich schon genug gesagt über dieses Buch. Aber Doctorow macht in diesem nebenbei eine ziemlich spannende Sache: Der Aufbruch jeglicher Heteronormativität. Junge trifft auf Mädchen trifft auf Mädchen trifft auf Hermaphrodit und wieder zurück. Dass eine der Hauptfiguren schwarz ist, wird nach Dreiviertel des Romanes im Nebensatz erwähnt. All diese Vielfalt geschieht ohne Kommentar und ist so selbstverständlich, dass es mir – in unserem Alltag und unserer aktuellen Gesellschaft – auffällt. In einer ganz skurrilen Art. Weil ich nicht will, dass diese Vielfalt, diese Pannormativität irgendetwas anderes ist, als Normalität. Wir als Gesellschaft aber noch nicht so weit sind. Ähnliches macht Doctorow auch mit Genussmitteln. Die Protagonisten des Buches rauchen immer mal wieder Meth und ich zucke beim Lesen zurück und warte auf irgendeine Erläuterung, irgendeine Erklärung oder Warnung oder sonst was, die aber nie kommt. Noch eine andere Sache muss ich erwähnen, weil sie mich extrem, wirklich extrem genervt hat: Die deutsche Ausgabe des Romans hat einen riesigen Patzer im Klappentext. Es gibt drei oben genannte Hauptfiguren in diesem Roman: Natalie, Seth und Hubert. Hubert hat 20 Vornamen und wird deshalb Hubert Ecetera genannt. Im englischen Klappentext steht also: In a world wrecked by climate change, in a society owned by the ultra-rich, in a city hollowed out by industrial flight, Hubert, Etc, Seth and Natalie have nowhere else to be and nothing better to do. (…) Auf der deutschen Ausgabe steht: (…) Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. (…) Ich habe 700 Seiten gelesen, immer irritiert und in der Erwartung, wann endlich diese vierte Person auftaucht. Nur um danach zu verstehen, dass dies schlicht falsch ist. Das hat eigentlich nichts mit dem Roman zu tun, beeinflusst das Leseerlebnis aber extrem. Auf eine Art, die nicht sein muss. Walkaway ist eine spannende Zukunftsvision, utopisch und dystopisch zugleich, die leicht zu lesen und schwer zu verdauen ist. Ein Buch, dass seine Sache richtig gut macht, mal vom deutschen Klappentext abgesehen.
2 Wows

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