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Zwischen zwei Sternen
Becky Chambers

Zwischen zwei Sternen

Science Fiction
Belongs to series
Wayfarer
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4.6/5
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SUMMARY
»Zwischen zwei Sternen« ist Becky Chambers zweiter Science-Fiction-Roman aus dem Wayfarer-Universum - eine optimistische Space Opera mit High-Tech-Städten auf fremden Planeten, künstlichen Intelligenzen, außergewöhnlichen Aliens und einer gehörigen Portion Tiefgang. Früher hatte Lovelace ihre Augen und Ohren überall. Als KI-System der Wayfarer bekam sie alles mit, was auf ihrem Raumschiff passierte, und sie sorgte für das Wohlbefinden der Crew, für die Lovelace immer mehr eine Freundin war als nur ein System. Dann kam der totale Systemausfall. Ihre Crew sah nur eine Möglichkeit, Lovelace zu retten: ein Reboot all ihrer Systeme. Als sie aufwacht, ist sie in einem Bodykit gefangen, eingeschränkt auf modifizierte menschliche Körperfunktionen - in einer Gesellschaft, in der eine solche Umwandlung verboten ist. Doch Lovelace ist nicht allein: Pepper, eine chaotische Technikerin, die ihr Leben riskiert hat, um die Künstliche Intelligenz zu retten, hilft Lovelace, ihren Platz in der Welt zu finden. Denn Pepper weiß selbst nur zu genau, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt zu sein und das Universum neu kennenzulernen ... Für Fans von Firefly, Mass Effect, Joss Whedon und Star Wars. »Herzerwärmend, nachdenklich und echte Science Fiction!« The Guardian
AUTHOR BIO
Becky Chambers ist als Tochter einer Astrobiologin und eines Luft- und Raumfahrttechnikers in Kalifornien aufgewachsen. Die Zeit zum Schreiben ihres ersten Romans hat sie sich durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert. Das Buch wurde prompt zu einem Überraschungserfolg.

BOOK DETAILS

PUBLISHER
EDITION
25.01.2018
TYPE
Paperback
ISBN
9783596035694
LANGUAGE
German
PAGES
460
KEYWORDS
klug, Pepper, künstlicher Körper, High Tech, Aeulon, Liebe, Science Fiction, Aandrisk, Freundschaft, A Closed and Common Orbit, Gesellschaft, Jenks, Beziehungen, Mechtech, Wayfarer
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REVIEWS
Reviewed by Anne (milkysilver..., Shannas Books and 3 others
milkysilvermoon
shanna
cirilla
thursdaynext
elisabethdietz
Anne (milkysilvermoon)
Für Lovelace, eine künstliche Intelligenz, bricht nach einem totalen Systemausfall eine Welt zusammen. Früher war sie der allwissende Computer des Raumschiffs Wayfarer und hatte über alles die Kontrolle. Nur durch einen Reboot ihrer Systeme konnte sie gerettet werden. Jetzt fällt es ihr schwer, sich in einem synthetischen Menschenkörper und in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden. In ihrem Bodykit fühlt sie sich gefangen. Doch Sidra, wie sie sich nun nennt, hat Unterstützung: An ihrer Seite ist die Technikerin Pepper, früher bekannt als Jane 23, die ihr Leben für die künstliche Intelligenz riskiert und ihr mit dem neuen Körper hilft. Und Pepper weiß selbst sehr gut, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt zu sein… „Zwischen zwei Sternen“ ist der zweite Roman von Becky Chambers, der im Wayfarer-Universum spielt, sich aber auch unabhängig vom ersten Band lesen lässt. Meine Meinung: Es gibt zwei Handlungsstränge: Der erste setzt während der Ereignisse am Ende von Band 1, „Die lange Reise zu einem kleinen zornigen Planeten“, ein; der zweite beginnt etwa 20 Solarjahre davor. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Lovelace und der von Pepper. Darüber hinaus ist der Roman in drei Teile untergliedert. Dieser Aufbau gefällt mir. Der Schreibstil ist angenehm, anschaulich und gefühlvoll. Dabei tritt die erzählerische Stärke der Autorin zutage: Selbst technische Details werden nachvollziehbar und unterhaltsam dargestellt. So gelingt es, die ferne Zukunft und die uns fremde Welt erlebbar zu machen. Dementsprechend konnte ich auch ohne Vorwissen von Band 1 gut in die Geschichte reinkommen. Sowohl Lovelace/Sidra als auch Pepper/Jane 23 wurden mir schnell sympathisch. Beide Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Mir fiel es leicht, in die Gefühls- und Gedankenwelt von ihnen abzutauchen. Die Handlung ist stimmig und abwechslungsreich, allerdings an einigen Stellen etwas langatmig und insgesamt nicht so spannend, wie ich es nach dem Klappentext erwartet habe. Die angesprochenen Themen finde ich sehr interessant. Künstliche Intelligenz ist auch in unserer heutigen Zeit sehr aktuell. Auch andere gesellschaftliche, ethische und moralische Fragen werden aufgeworfen und regen zum Nachdenken an. Dies ist für mich ein weiterer Pluspunkt des Romans. Das Cover ist nicht nur sehr hübsch gestaltet, sondern auch inhaltlich passend. Der deutsche Titel weicht zwar etwas vom amerikanischen Original („A Closed and Common Orbit“) ab, ist aber ebenfalls ansprechend und treffend. Mein Fazit: „Zwischen zwei Sternen“ von Becky Chambers ist eine eher ruhige, nachdenklich machende Lektüre. Es ist kein sehr typischer Science-Fiction-Roman, aber dennoch eine lesenswerte Geschichte.
Wow
Hier handelt es sich hier um den zweiten Teil einer Reihe, kann aber unabhängig vom ersten Teil gelesen werden, da die Handlung völlig eigenständig ist. Sie schließt zeitlich direkt an den Vorgänger an, aber es stehen Charaktere im Fokus, die im ersten Buch nur eine kleine Rolle gespielt haben. Zuerst fand ich es schade, dass man von den liebgewonnenen Protagonisten und der Wayfarer nichts mehr erfahren hat, doch die interessanten Persönlichkeiten in der neuen Handlung, haben mich schnell versöhnt. Außerdem hoffe ich, dass es in einer weiteren Fortsetzung ein Wiedersehen mit der Crew geben wird. Die künstliche Intelligenz des Raumschiffs Wayfarer, die sich jetzt Sidra nennt, wurde in einen menschenähnlichen Körper hochgeladen und findet sich in der neuen Umgebung nur schwer zurecht. Sie kann ihren programmierten Aufgaben nun nicht mehr nachkommen und muss sich verstecken, denn auf ihre Existenz in einem sogenannten Body-Kit stehen gesetzliche Höchststrafen - für alle Beteiligten. Pepper und Blue versuchen mit allen Mitteln, ihr die Eingewöhnung zu erleichtern, doch sie können nicht verhindern, dass sie in eine schwere Identitätskrise gerät. In einem zweiten Handlungsstrang wird Peppers Geschichte erzählt. Man erfährt, wie sie in ihrer Kindheit ausgebeutet wurde und nur mit Hilfe einer weiteren künstlichen Intelligenz und ihrer Geschicklichkeit beim Reparieren von Schrott, überleben konnte. Es hat mich fasziniert, wie die beiden Handlungsstränge am Ende zusammengeführt wurden und einen gut durchdachten Plot ergeben haben. Dabei hat mich das Geschehen wirklich gefesselt, obwohl es keine nennenswerten Spannungsmomente, bis auf den Schluss, gab. Die Erzählkunst der Autorin überzeugt ohne reißerische Action-Szenen. Das hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich auch gut in die Gedanken und Gefühle der Charaktere hineinversetzen. Sogar die Verzweiflung eines Programms konnte man regelrecht spüren. Mir haben die verschiedenen Eigenheiten der Aliens wieder viel Spaß gemacht, auch wenn es nicht ganz so "bunt" zuging, wie im ersten Teil. Die Reihe gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights im SF-Bereich, gerade weil sie so anders ist.
Wow
Zwischen zwei Sternen ist der zweite Teil der Wayfarer-Reihe, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ich habe das erste Buch so genossen, mit der großartigen Crew, den Aliens und unterschiedlichen Rassen, den Systemen und Gepflogenheiten... und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Es gibt zwei Handlungsstränge. Der erste beschäftigt sich mit Lovelace/Sidra, einer KI, die ein Body-Kit bekommt und sich in ihrem neuen Körper zurechtfinden muss. Im zweiten geht es um Jane: ein kleines Mädchen, dass auf einem Schrottplaneten unter der Aufsicht von sogenannten "Müttern" (Roboter) Teile sortiert und manchmal auch repariert. Beide Handlungen sind spannend und verbinden sich zum Ende hin miteinander, Janes Geschichte hat mir jedoch einen Ticken besser gefallen. Nach einem Unfall in der Fabrik kann sie fliehen, landet in einem kaputten Schiff und wird dort von einer KI namens Eule aufgezogen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie sie es geschafft hat, das Schiff zu reparieren und den Planeten zu verlassen. Die Jahre, die Jane dort verbringt, wie sie überlebt, lernt, was sie denkt und fühlt... das alles hat sich wahnsinnig realistisch angefühlt und ich bin Becky Chambers einmal mehr dankbar dafür, dass sie nicht nur eine tolle weibliche Figur schreibt (wie es so oft in so vielen Geschichten passiert), sondern davon gleich mehrere, die dann auch miteinander interagieren, befreundet sind, sich streiten, oder einfach nur mal miteinander reden. Danach muss man ja leider immer noch regelrecht mit der Lupe suchen. Auch Sidras Gefühle ließen sich gut nachvollziehen: Die Nervosität, nicht mehr alles im Blick zu haben und immer und überall mit jedem Sprechen zu können, die Angst, sich zu verraten. Das wirft ganz spannende Fragen auf, z.B. die, ob KIs menschlich sein können, überhaupt Gefühle und Emotionen haben und ab wann eine Person eigentlich als solche gilt. Wie immer gibt es bei Becky Chambers keinen Sexismus und dafür ganz viel Repräsentation. Verschiedene Arten, unterschiedliche Lebens- und Liebesmodelle, Geschlechtsidentitäten (z.B. Tak, der/die kein festes Geschlecht hat), Fortpflanzungsrituale etc. Gesellschaftskritik fließt dabei wie nebenbei mit ein. Das erinnert mich alles immer ein bisschen an Mass Effect, eine meiner Lieblingsspielereihen - wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich die Wayfarer-Bücher so liebe. Ich ziehe trotz allem ein Sternchen ab, einfach, weil mir der erste Band doch etwas besser gefallen hat und das letzte Tröpfchen Spannung zur Perfektion fehlte. Von mir gibt es dennoch eine ganz klare Leseempfehlung und ich werde auch in Zukunft alles von Chambers lesen. Mit Freude.
Wow
Flowerpower goes SciFi die zweite Künstliche Intelligenz ist eines der beiden Hauptthemen von Becky Chambers zweitem, langersehnten Roman. Die KI Lovelace, besser bekannt unter dem Nick Lovey, wie die Besatzungsmitglieder der Wayfarer sie liebevoll nannten, ist zwar futsch, doch konnte sie reanimiert und rebootet werden: zumindest was von ihr übrigblieb. Technikerin Pepper nimmt sie unter ihre Fittiche und kümmert sich um ihr Wohlbefinden. Nicht ungefährlich für alle Beteiligten, gibt es doch seitens der GU (Galaktische Union) strenge Bestimmungen darüber, wie KIs, also künstliche Intelligenzen, verwendet werden dürfen. Bereits dieser Plot birgt großes Potential. Ethisch und moralisch ist diese Regelung durchaus zu hinterfragen. Die fiktive GU macht es sich hier ebenso einfach, wie die heute lebenden Homo Sapiens in Bezug auf die Primaten: Die großen Menschenaffen, wie Gorilla, Orang -Utan und Schimpansen die eine überwältigende Genübereinstimmung mit uns haben, unzweifelhaft über Intelligenz verfügen und die noch immer keinen offiziell gültigen Schutzstatus haben. Gesetzlich werden unsere engsten Verwandten behandelt wie alle anderen Tiere. Insofern verwundert wenig, dass in Chambers zukünftiger Welt die KIs diesselbe Behandlung erfahren wie Toaster. Chambers geht auch weniger auf den Umgang mit den KIs ein sondern widmet sich in „Zwischen zwei Sternen“ dem Gefühlsleben von KIs respektive Lovelace‘ die sich in ihrem menschlich gestalteten Kit nun Sidra nennt. Das ist spannend und faszinierend, bietet viel Anlass zum Nachdenken in Hinblick auf derartige Existenzen und den Umgang mit ihnen in naher Zukunft. Leider musste ich kürzlich, mal wieder einen Teil der Terminator was – weiß – ich – wieviel – ologie ertragen, da Sohn und Göttergatte den Schrott mögen. (Sohn fand es übrigens später auch dämlich, was aber auch an synchron kommentierender und beeinflussender Beurteilung meinerseits gelegen haben könnte – übrigens macht frau sich damit unbeliebt). Die Action dort, heroisch und machomanmässig lässt sich mit Chambers gezielt und gekonnt eingesetzter Action und deren Spannungsgrad nicht vergleichen. Chambers punktet durch Inhalt, beherrscht dabei durchaus auch die Actionszenen. Eben SciFI 4.0. Der zweite Plot, in der Vergangenheit spielend, erzählt das Leben von Pepper die als eigens gezüchtete Arbeitssklavin auf einem von humanoiden besiedelten Planeten aufwuchs. Dieser Plot veranschaulicht zusätzlich das Thema des anderen Handlungsstrangs aus einer gänzlich anderen Perspektive. So trocken sich die Inhaltsangabe liest, so bunt und liebevoll zeichnet Chambers ihre Charaktere, macht ihre Handlungen und Gefühlswelt erleb- und begreifbar. Das liest sich ebenso fluffig weg wie ihr erstes Buch aus dem Wayfarer Universum und setzt wie diese den erzählerischen Schwerpunkt auf die Protagonisten, ohne das Beiwerk, die Ausgestaltung der Welt/en, zu vernachlässigen. Wer sich wie ich eine Wiederholung von „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ wünschte, wird sich umstellen müssen. Es fehlen liebgewonnene Charaktere, ein wenig fehlt das All und ein klein wenig mehr Gadgetvorkommen hätte es auch sein dürfen, doch am Ende ist „Zwischen zwei Sternen“ ebenso packend, eine würdige, abenteuerliche Fortsetzung ohne Wiederholung und es ist alles drin was einen guten SciFi ausmacht. Großartig und intelligent entwickelt Becky Chambers ihr Universum weiter, wendet sich hochaktuellen Themen zu und packt sie in eine potentielle Zukunft. Chambers lässt schlicht den ganzen Machodreck (ab und an, wenn es nicht gerade der Terminator ist, pfeif ich mir das auch ganz gerne rein) der in der klassischen SciFi oft dominiert außen vor und siehe da, es funktioniert bestens. Clevere, niveauvolle Unterhaltung mit Herz zusätzlich zum Hirn. Technologie, die in ihrer Anwendung erwähnt wird und keine öden Technikergüsse die Leser*innen zu besserem Einschlafverhalten verhelfen. Im Gegenteil, auch bei diesem Roman habe ich wieder Nachtschichten einlegen müssen. Da ist es schön, zu wissen, dass sie an einem weiteren Buch im Wayfarer Universum arbeitet und ich bin sehr gespannt welchem Thema sie sich diesmal zuwenden wird. Frau Chambers hat das Niveau mit „Zwischen zwei Sternen“ noch einmal hochgeschraubt.
3 Wows
Eigentlich ist Lovelace, der Bordcomputer des Raumschiffs Wayfarer, darauf ausgelegt, den Weltraum im Blick zu behalten und sich um das Wohlergehen der Besatzung zu kümmern. Jetzt ist sie auf ein Gehäuse beschränkt, das einem menschlichen Körper gleicht. Weil es illegal ist, eine so mächtige KI mit einem Bodykit zu kombinieren, lebt sie versteckt bei Pepper, die auf einem ziemlich abgefahrenen Mond eine Werkstatt betreibt. Chambers erzählt alternierend, wie Lovelace lernt, in einer verwirrend kleinteiligen Welt zurechtzukommen und wie Pepper, die als gentechnisch erzeugte Kindersklavin in einer Fabrik aufwuchs, entkam, denken lernte und begann, ein eigenständiges Leben zu führen. Dabei ist ihr, wie schon im Vorgänger "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten", Alltag wichtiger als Action, und sie erzählt eine Party spannender als andere eine Weltraumschlacht. Der Roman wirft viele komplexe Fragen auf: Wo verläuft die Grenze zwischen Bewusstsein und Materie, Maschine und Lebewesen? Darf etwas, das ein Bewusstsein hat, zu einem bestimmten Zweck hergestellt und benutzt werden? Welche Rechte haben künstliche Intelligenzen? Und spielt es eine Rolle, ob die elektrischen Impulse, die in der Summe unsere Persönlichkeit ausmachen, durch Nervenbahnen schießen oder durch Silizium?
2 Wows
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