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Aktuelles Thema verpackt in einen komplexen Thriller à la Dan Brown

Bei einem Bombenanschlag wird die Zentralmoschee in Köln vollständig zerstört. Der Terrorakt erschüttert Europa, weshalb kurze Zeit später Vertreter unterschiedlichster Religionen auf dem Petersberg zusammenkommen, um dort einen Friedensvertrag zu unterschreiben. Auch die Tochter des US-Präsidenten ist vor Ort und wird ebenfalls zur Zielscheibe. Ein auf sie geplantes Attentat kann nur knapp verhindert werden. Der Rabbiner Fabrice gerät ins Visier der Ermittlungen und wird verhaftet. Seine Nichte Natalie Villeneuve und ihr Lebensgefährte Alexander Kaufmann reisen umgehend nach Köln, um die Unschuld des Rabbiners zu beweisen…

Meine Meinung:

„Mein ist die Macht“ ist mein erster Thriller von Leon Sachs, der als Autor und Journalist in Köln lebt, Medienwissenschaften studiert hat und ein Diplom der Durham University in Religion und Theologie erwarb. Dieses Fachwissen nutzt Sachs auch in seinem Thriller, der nicht nur mit überzeugender Recherche, sondern auch mit einem interessanten Plot punkten kann.

Leon Sachs verarbeitet in seinem Thriller eine brisante und aktuelle Thematik. Sobald man in die Geschichte eingetaucht ist, kommt man nicht umhin, Rückschlüsse auf die aktuelle politische Lage in Deutschland, Europa aber auch in den zu ziehen. Schnell wird klar, das ist kein Buch, dass man mal so schnell nebenbei liest. Die Story verlangt ein aufmerksames Lesen, um den vielen Informationen, Wendungen und versteckten Hinweisen konzentriert folgen zu können. Und hier liegt für mich zum Teil die Crux an diesem Thriller, denn für mich kommt dadurch die Spannung eindeutig zu kurz.

Nichtsdestotrotz verfolgt man die Machtspiele und Lügen der Medien, Hintermänner und Drahtzieher interessiert und gebannt, was sicherlich auch dem flüssig und angenehm zu lesenden Schreibstil des Autors zu verdanken ist.

Da ich vor „Mein ist die Macht“ vorher noch keinen anderen Thriller des Autors gelesen habe, sind mir die beiden Hauptprotagonisten Natalie und Alexander gänzlich unbekannt. Ihre Charaktere lassen wenig Nähe zu, beide sind eher emotionslos und sind dadurch nicht unbedingt Sympathieträger. Das müssen sie auch nicht sein. Ihre Interaktionen, auch zusammen mit den Nebendarstellern, wirken glaubhaft und authentisch.

Mein Fazit:

Mit „Mein ist die Macht“ bekommt der Leser einen sehr gut recherchierten, politisch aktuellen und rasanten Thriller präsentiert, bei dem die Spannung, leider etwas auf der Strecke bleibt. Die Story ist komplex und gleicht einem modernen Katz- und Mausspiel, wie man es auch aus den Romanen von Dan Brown kennt. Leon Sachs konnte mich mit seinem Thriller durchaus überzeugen, wenn auch nicht zu 100 Prozent.
Mein ist die Macht
Mein ist die Macht
Leon Sachs
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